Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

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cheli24
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Re: SdV2 - Sehnsucht, die nie vergeht -

Beitrag von cheli24 » 07.07.2019, 23:38

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!




Hallo zusammen, :winken

so weiter geht es mit dem 2. Teil und somit bleiben wir bei Katie und Billy. Hier noch die beiden Songs, die im Kapitel erwähnt werden:

Bill Medley, Jennifer Warnes - (I've Had) The Time Of My Life

Journey - Open Arms


Ich hoffe, Euch gefällt das Kapitel und wünsche nun viel Spaß beim Lesen.


LG cheli24 (Marga)



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Kapitel 24.1 - Saturday Night - Teil 2





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„So, das hier noch und dann dürften wir fertig sein.“

Katie sah sich in Billy’s kleinem Wohnzimmer um und musste schon wieder über den kleinen Fauxpas im Kino lachen. „Das darf ich meinem Kommilitonen gar nicht erzählen, dass wir im falschen Film waren. Aber ich hatte das wirklich nicht gesehen.“

Billy grinste. „Ich auch nicht, Katie. Wer rechnet denn auch schon damit, dass der Film in einem anderen Saal gezeigt wird? Auf die Anzeige hatte ich nicht geachtet. Da hätte ich etwas Hübscheres vor Augen.“

„Ich hatte auch keine Acht drauf und war genauso blind. Und ich dachte die ganze Zeit: Hm, wann taucht Bradley Cooper denn endlich mal auf?“

Billy lachte erneut. „Was haben Aliens mit einem Sniper zu tun? Was war das eigentlich, ein Sci-Fi-Film? Ich glaube, wir beide wären auch in „Bambi“ reingegangen, ohne es zu bemerken.“

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Katie legte die Arme um seinen Hals und schmiegte sich an ihn. „Na, unsere Knutscherei war doch nicht schlecht. Mir hatte es gefallen. Im Übrigen hätte ich auch in „American Sniper“ mit Dir herumgeknutscht. Kein Film kann so interessant sein, als meine attraktive Begleitung. Ich glaube, ich war noch nie so in einen Mann verliebt, wie in Dich.“

„Das geht mir genauso, Katie. Ich freue mich so auf dieses Wochenende.“

Zärtlich strichen seine Hände über ihren nackten Rücken, während er ihre festen Brüste an seinem Oberkörper spürte. Die Tatsache, dass sie unter ihrem Top nichts trug, machte es für ihn nicht einfacher. Er war verrückt nach ihr und wollte ihr das auch zeigen.

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Billy löste sich aus ihren Armen und ging durch die offene Schlafzimmertür. „Ich hole schon mal Deine Sachen, den einen Karton habe ich auf den Tisch gestellt. Ich weiß aber nicht, was alles drinnen ist.“

„Und was ist das Verpackte da hinten an der Wand, Billy?“ Neugierig deutete sie mit ihren Augen auf die Verpackung, die an der Wand lehnte.

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„Das kommt auch mit“, meinte er bestimmend, als er ihre Einkaufstüten herausbrachte.

„Ich kann mich aber nicht erinnern, das gekauft zu haben“, rief sie verwundert aus.

„Ist schon okay.“

„Was heißt, ist schon okay?“, ließ Katie jedoch nicht locker.

Billy seufzte leise auf. „Ich habe es gekauft. Es ist ein Geschenk für Dich.“

„Was? Billy, Du musst mir nichts schenken.“

„Aber ich wollte es. So und jetzt lass‘ uns fahren“, drängte er auf baldige Abfahrt, während sie vor dem Tisch standen und das Bild an der Wand bestaunten.

„Sieht hübsch aus, nicht wahr? Und Du wolltest es erst nicht haben.“

„Ein Bild von Dir wäre mir lieber gewesen.“

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„Ich kann Dir ja Akt sitzen, wenn Du magst“, grinste sie ihn frech an.

„Echt jetzt?“

Doch Katie lachte nur auf. „Give me Five, Billy. So siehst Du aus.“

Lachend schlugen sie ihre Hände gegeneinander. „Tzs, tzs, immer diese leere Versprechungen“, meinte er dazu nur.

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Er hievte die Verpackung in die Höhe und begab sich zur Tür.

„Was ist denn da jetzt drin?“, blieb Katie weiterhin neugierig.

Doch Billy ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Sei‘ nicht so neugierig. Könntest Du die Tasche nehmen und abschließen, Katie? Hier ist der Schlüssel.“

Wortlos ergriff sie den Schlüsselbund und nahm die kleine Trainingstasche in die Hand, ehe sie das Licht löschte und mit Billy nach draußen ging. Nachdem sie alles in seinem Range Rover verstaut hatten, startete der junge Mann den Motor und fuhr aus der Tiefgarage. Zügig ging es die Straße bergab in Richtung Strand.

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„Und… wie findest Du es hier? Es ist zwar nicht viel los, aber dafür haben wir hier oben viel Platz“, rief Katie ihrer Begleitung zu, während sie ausgelassen zu den neuesten Hits der Charts im „Wassermann-Club“ tanzten.

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„Ja. Es macht sehr viel Spaß und ist angenehmer als drinnen zu tanzen. Dazu die Aussicht aufs Meer. Doch, mir gefällt es hier sehr gut. War eine gute Entscheidung, hier her zu kommen. Danke, Katie. Du tanzt übrigens sehr gut. Es macht Spaß mit Dir zu tanzen und Dir dabei zuzusehen. Schade, dass Du letzte Woche einen lädierten Knöchel hattest.“

„Ja, finde ich auch schade. Aber umso mehr können wir es heute genießen. Oder was meinst Du?“

Billy lachte. „Ja, da hast Du Recht.“

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Als plötzlich die ersten Takte von „Time of my Life“ aus Dirty Dancing erklangen, stöhnte Billy leicht auf. „Oh, nein. Nicht diesen Song.“

„Warum denn nicht?“, sah in Katie verwundert an. „Magst Du den Song nicht?“

„Das ist es nicht. Ich kann nur nicht darauf tanzen. So gut bin ich auch wieder nicht.“

Katie lachte. „Ich auch nicht, Billy. Also sind wir schon zu zweit, die es nicht können. Wir könnten es aber mal versuchen. Hm?“

„Na, schön“, seufzte er gespielt verzweifelt auf. Er zog sie eng an sich, ergriff ihre Hand und legte seine andere Hand unterhalb ihres Rückens.

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Langsam bewegten sie sich im Gleichschritt zum Intro, während beide sich in die Augen sahen und in Gedanken die Takte mitzählten. Es klappte zwar nicht auf Anhieb, vor allem stießen ihre Beine immer wieder gegeneinander, was die Beiden jedoch nicht störte.

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„Morgen habe ich blaue Flecken auf meinen Knien“, sagte Billy.

„Ich auch“, lachte Katie, die ihre Arme um Billy‘ s Nacken gelegt hatte. „Wir können ja auf unseren eigenen Stil tanzen. Aber die eine Figur müssen wir noch probieren. Weißt Du, als Baby vor Johnny steht und seine Hand ihren Arm hinunterstreicht. Beim Abschlusstanz.“

„Dann muss ich Dich aber drehen. Warte mal.“

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„Du meinst so, ne?“ Billy drehte Katie um, so dass sie leicht vor ihm stand und hob ihren Arm etwas gebeugt über ihren Kopf, während er sanft mit seinem Finger ihren Arm hinunterstrich.

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Da Katie jedoch leicht kitzlig war, musste sie, ähnlich wie im Film die Darstellerin, immer wieder lachen, so dass sie diese Figur schließlich nach ihrem eigenen Stil tanzten. Locker ging Billy in die Knie und zog Katie, die sich als sehr gelenkig erwies, mit nach unten. Lachend rief sie: „Lass‘ mich aber nicht fallen, Billy. Ui, macht das Spaß.“

„Keine Angst, ich halte Dich fest“, meinte Billy, der Katie locker in der Taille hielt, während seine andere Hand ihren Oberschenkel umfasste.

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„Das war sehr gut. Du bist sehr biegsam. Hast Du nicht gesagt, Du magst keinen Sport?“, fragte Billy neugierig.

„Ich habe als Kind klassisches Ballett getanzt und in der Highschool war ich eine Weile bei den Cheerleadern. Wir haben dreimal die Woche trainiert und Hebefiguren geübt. Von daher ist mir das nicht neu.“

„Interessant. Und lass‘ mich raten. Du warst mit dem Quaterback der Mannschaft zusammen“ mutmaßte Billy grinsend.

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„Nein, war ich nicht. Der hatte sich nicht für mich interessiert.“

„Kann ich mir kaum vorstellen“, schüttelte Billy verwundert den Kopf.

„Ich war in der Theater-AG und hatte mein Herz an einen schüchternen Jungen verloren. Wir hatten oft zusammen Texte gelernt. Leider hatte er sich nicht für Mädchen interessiert.“

„Oh, er war schwul?“

„Nicht war, er ist es immer noch. Er lebt seit fünf Jahren mit einem Mann zusammen und ist sehr glücklich.“

„Na, das ist doch toll.“

„Ja, finde ich auch. Und was den Quaterback betrifft. Er ist schon vierfacher Familienvater. Also habe ich doch alles richtig gemacht.“

„Warum, magst Du keine Kinder, Katie?“

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„Was?“ Überrascht sah sie ihn an und schüttelte den Kopf. „Nein, ich liebe Kinder über alles. Nur wenn ich mir vorstelle, ich hätte jetzt schon vier Kinder. Nee, damit will ich mir noch Zeit lassen und erst mein Studium beenden.“ Liebevoll legte sie ihre Hand auf Billy‘ s Wange und kam ihm dabei sehr nahe. „Mit dem richtigen Mann an meiner Seite möchte ich auf jeden Fall Kinder.“

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„Und Du, Billy? Wie sieht es bei Dir aus? Willst Du einmal Kinder?“

Sein heißer Atem streifte ihre Wange, als er heiser raunte: „Mit der richtigen Frau, ja. Es muss einfach passen. Auch, wenn man so etwas nicht immer planen kann.“

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Katie legte ihre Arme um seinen Nacken und sagte leise: „Ich könnte mir Dich sehr gut als liebevoller Daddy vorstellen, der mit seinem Sohn zum Football oder Hockey geht.“

„Und was ist bei einer Tochter?“, wollte Billy interessiert wissen.

„Mädchen können heutzutage auch Hockey spielen. Aber ich mag diese klassischen Mädchen/Jungs-Klischees nicht. Letztendlich sollten die Kids das machen, was ihnen Spaß macht.“

„Ja, das finde ich auch.“ Ehe sie noch etwas darauf erwidern konnte, legten sich Billy‘ s Lippen auf ihren Mund, den sie bereitwillig öffnete.

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Als die ersten Takte von „Open Arms“ der kalifornischen Hard Rock-Band Journey erklangen, legte Billy seine Hand unterhalb Katie‘ s Rücken und umgriff mit seiner Hand die ihrige. Eng zog er sie an sich und sagte leise: „Ich hätte liebend gerne mit Dir am letzten Samstag getanzt, Katie. Ich hatte mich schon so darauf gefreut, Dich in meinen Armen zu halten. Schade, dass Du nicht konntest.“

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Katie musterte ihn schweigend und erwiderte schließlich: „Nun ja, Du hattest ja schnell Ersatz gefunden. Ich war so von Dir enttäuscht, Billy und bin mir wie in einem falschen Film vorgekommen. Ich konnte Euch einfach nicht mehr beim Tanzen zuschauen, deshalb bin ich auch gegangen.“

„Weißt Du, als ich Dich plötzlich nicht mehr gesehen hatte, war mir bewusst geworden, welch eine Scheiße ich gebaut hatte. Sorry wegen der Wortwahl. Aber so ist es. Du hast mir von Anfang an gefallen und ich habe mich tierisch in Dich verknallt, Katie“, gestand er ihr.

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Katie legte ihre Hand auf Billy‘ s Wange und kam ihm dabei so nahe, dass sich ihre Nasenspitzen berührten, während sie leise hauchte. „Das geht mir genauso, Billy. Eigentlich glaube ich gar nicht an die Liebe auf den ersten Blick. Aber genauso ist es mir bei Dir gegangen. Ich muss ständig an Dich denken, ich träume sogar schon von Dir und wünsche mir nichts sehnlicher, als in Deinen Armen einzuschlafen und am Morgen mit Dir aufzuwachen. Die Tage von Mittwochabend auf heute sind mir wie eine Ewigkeit vorgekommen.“

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Noch ehe er etwas darauf erwidern konnte, legte sie ihre Lippen auf seinen Mund und versank mit ihm in einem nicht endend wollenden Kuss.

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Wenig später saßen sie gemeinsam in der Shisha-Bar, die dem Club angehörte und übten sich an der Wasserpfeife. Katie hatte Erdbeer-, Billy Schokoladen-Geschmack gewählt. Für beide war es das erste Mal, so dass sie sich anfangs an dem ungewohnten Rauch verschluckten.

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Bis sie den Dreh endlich raus hatten, hatten sie schon einige Züge zu sich genommen und fühlten sich auf wundersame Weise leicht und locker.

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Katie war schon leicht benebelt, als sie sagte: „Schau‘ mal, Billy. Runde Blasen. Siehst Du?“, wies sie mit dem Finger nach oben.

Billy nickte. „Ich versuche gerade Herzen. Aber das will irgendwie nicht klappen. Also, mein Ding ist es nicht. Was hältst Du von einem Cocktail, bevor wir gehen oder willst Du nochmal rauf auf die Tanzfläche?“

Katie schüttelte lachend den Kopf. „Nee, tanzen kann ich nicht mehr. Aber einen Cocktail könnten wir noch nehmen.“

„Was willst Du denn?“

Katie überlegte. „Hm. Vielleicht „Sex on the Beach“ grinste sie ihn frech an.

„Muss ich mir Gedanken machen?“, neckte Billy sie im Gegenzug, ehe er zur angrenzenden Bar ging.

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Wortlos gab er ihr wenig später das gewünschte Getränk in die Hand und sah sie schweigend an, während sie sich zuprosteten. „Hm, schmeckt gut. Aber „Sex on the Beach“ ist immer gut“, meinte Katie kokett.

„Du musst es ja wissen.“

„Du etwa nicht?“, konterte sie sofort, noch ehe er etwas darauf erwidern konnte.

„Was denkst Du?“

„Hey, das war aber keine Antwort.“

Billy grinste und meinte nur: „Ich weiß noch etwas viel besseres.“

„Besser als „Sex on the Beach oder von was sprichst Du? Reden wir immer noch über Cocktails, Mr Monroe?“

„Natürlich“, meinte er gespielt entrüstet. „Was denkst Du denn von mir?“

„Ich weiß nicht, ob Du das wissen willst.“ Süffisant ließ sie ihre Zunge über ihre Oberlippe gleiten.

„Doch. Jede schmutzige Kleinigkeit.“

„Okay, dann lass‘ uns gehen“, forderte sie ihn auf.

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Der Heimweg dauerte jedoch doppelt so lange, da sie immer wieder Zwischenstopps einlegten, um sich zu küssen.

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„Billy?“, hauchte Katie atemlos, während sie erneut ihre Zunge in seinen Mund schob und das Kribbeln in ihrem Bauch genoss. Sie hätte stundenlang so stehenbleiben können, hätte Billy nicht irgendwann von ihr losgelassen.

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„Wenn wir so weitermachen, kommen wir nie in Deiner Wohnung an. Auch, wenn die Nacht sehr lau und mild ist. Wir sollten langsam aufbrechen. Oder bist Du nicht müde?“

„Müde?“, sah Katie ihn unter halb geschlossenen Lidern an. „Dafür bin ich nie zu müde.“

„Aha“, erwiderte Billy darauf nur, ehe er ihre Hand nahm und sie mit sich zog.

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Sie kamen jedoch nur zur nächsten Parkbank, auf der Katie Platz nahm und Billy an sich zog. „Du machst mich verrückt, Katie. Weißt Du das eigentlich?“, keuchte er, während er seine Lippen auf ihren Hals legte und mit seiner Zunge über ihr Ohr strich.

„Das kitzelt, Billy“, lachte Katie.

„Hm, hm. Du schmeckst so gut und Dein Parfüm… Oh, Katie. Du bist jede Versuchung wert.“

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***


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„Katie?“ Billy sah die junge Frau von der Seite an, als sie etwa eine halbe Stunde später noch bei einem Glas Rotwein auf Katie‘ s Balkon saßen.

„Hm“, machte sie verträumt, ohne ihn jedoch anzusehen.

„Das, was Du vorhin gesagt hast, mit Liebe auf den ersten Blick und so. Ich habe nie daran gelaubt. Aber seit wir uns kennen... Mir kommt es so vor, als würden wir uns schon ewig kennen und nicht erst eine Woche. Ich bin dem Schicksal so unendlich dankbar, dass Du über meine Liege gestolpert bist. Ich hatte nicht gewusst, was mich hier erwartet, als ich die Zusage der Redaktion bekommen hatte. Ja, ich hatte mich schon ein wenig vor der Einsamkeit gefürchtet.“

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„Und jetzt nicht mehr?“ fragend sah sie ihn an.

„Nein. Mein Leben hat plötzlich wieder einen Sinn bekommen. Nicht, dass ich einsam war oder so. Aber ich glaube, je älter man wird, umso mehr sehnt man sich nach Geborgenheit. So ist es zumindest bei mir. Irgendwie bin ich schon ein romantischer Typ und vielleicht auch ein wenig spießig“, gestand er ihr.

„Was meinst Du damit?“

„Nun ja, ein Häuschen im Grünen, eine liebe Frau, Kinder, vielleicht Hunde und Katzen. Das ganze Familienprogramm, eben. Vielleicht war ich auch zu oft im Ausland unterwegs, so dass ich jetzt einfach ein geregeltes Leben meinem vorherigen vorziehen würde.“

„Nein, ich finde das nicht spießig, sondern finde es toll, dass Du mit mir über so etwa sprichst. Wie ich ja vorhin gesagt hatte, wünsche mir auch eine Familie mit Kindern. Ich kenne es nicht anders, bin in einer harmonischen Familie aufgewachsen.“

Billy lächelte. „Ich finde es toll, dass wir auf der gleichen Wellenlänge liegen.“

„Ja, das finde ich auch“, stimmte ihm Katie zu.

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Billy nahm sein Rotweinglas in die Hand und trank den Rest aus, ehe er sich an Katie wandte: „Und Du willst wirklich, dass ich bei Dir übernachte?“

Überrascht sah sie ihn an. „Ja, klar. Das hatten wir doch so besprochen.“

„Na ja, aber Deine Couch ist mir etwas zu unbequem. Ich weiß nicht, wo ich da meine langen Beine unterbringen soll.“

„Ich hatte ja auch nicht die Couch gemeint. Wozu habe ich ein großes Doppelbett?“

„Katie, ich glaube kaum, dass ich einfach nur still neben Dir liegen kann. Da verlangst Du zu viel von mir“, begann er vorsichtig.

„Habe ich etwa gesagt, dass Du das musst? Und woher willst Du wissen, ob ich das kann? Ich kann es nämlich nicht, Billy und ich möchte auch nicht mehr länger warten.“

„Du bist Dir also wirklich sicher?“

„Billy! Wenn Du mich das jetzt noch einmal fragst, dann werfe ich Dich hochkant aus der Wohnung. Ich will Dich, Billy. Ich möchte mit Dir schlafen und will nicht mehr länger warten. Ob wir uns erst eine Woche kennen, ist doch egal. Wenn es passt, dann passt es eben. Wozu dann noch warten?“

Fast schien es ihr, als wäre Billy bei ihrer Ansprache ein Stein vom Herzen gefallen. Atemlos raunte er: „Ich will es auch, Katie.“

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Diese hatte sich bereits erhoben und nahm die leeren Gläser in die Hand, während Billy die Flasche Rotwein nahm, um sie in die Küche zu bringen. Sie hatte gerade das Licht gelöscht, als sie ihm plötzlich einen Klaps auf den Po gab. Ehe er sich versah war sie schon an seinem Rücken hochgesprungen und rief: „Gerade aus durch die Tür.“

„Und dann?“, fragte er lachend, während er mit seinen Händen ihre Kniekehlen umgriff.

„Will ich heißen Sex mit Dir, Mr Monroe“ und knabberte dabei an seinem Ohrläppchen.

„Du bist ein ganz schön heißer Feger, muss ich schon sagen.“

„Hopp, hopp“, rief sie sie jedoch nur, während sie auf die Schlafzimmertür zu galoppierten.

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„Du machst mich mehr als verrückt, Katie.“ Billy hielt die Augen geschlossen und genoss die zarten Hände auf seiner Wange, nachdem sich Beide ihrem Oberteil entledigt hatten und nun auf Katie's Bettkante saßen.

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Er zog sie auf seinen Schoss und umfasste mit seiner Hand ihren Oberschenkel. Sanft glitten seine Finger unter ihr Hosenbein und streichelten die weiche Innenseite ihres Schenkels.„Schade, doch keine Blümchen“, grinste er sie frivol an, während er auf ihre nackten Brüste sah.

„Beim nächsten Mal mache ich mir welche aus Zuckerguss. Die darfst Du dann abknabbern“, erwiderte sie ungerührt.

„Versprochen?“

„Hm, hm“, machte sie dazu nur.

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„Gefällt Dir das?“, keuchte er atemlos, während sich Katie’s nackte Brüste an seinen stahlharten Oberkörper pressten.

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Wortlos drückte sie ihn aufs Bett, ehe sie ihre Finger über seine Brust streichen ließ, das Billy ein leichtes Stöhnen entfuhr. „Baby, was machst Du nur mit mir?“

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Katie gab ihm darauf keine Antwort und setzte sich rittlings auf Billy, während sie seine Hand umfasste und sie auf ihre Hüfte platzierte.

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Sie senkte ihren Kopf nach unten und ließ ihre Lippen sanft über seine Brust wandern.

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Mit geübten Griff öffnete sie seine Gürtelschnalle und zog den Reißverschluss seiner Jeans auf, ehe sie ihm die Hose über die Beine streifte. Hastig entledigte sie sich ihrer Hotpants und zog sich nur noch in einem Slip bekleidet an Billy hoch, während sie mit ihrer Hand seinen Hinterkopf anhob.

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„Ich bin verrückt nach Dir und will Dich, Billy“, raunte sie atemlos, während er seine Erregung kaum noch unterdrücken konnte.

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Mit einem Ruck legte sich Katie auf ihn und streckte ihre Finger unter dem Bund seines Slips, um ihm diesen herunterzustreifen.

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„Gefällt Dir das, Billy oder soll ich aufhören?“

„Nein, nicht aufhören“, stöhnte er, während er ihre sanften Berührungen genoss.

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Er umklammerte ihren Arm und drückte ihr Gewicht noch ein wenig nach unten. „Hör‘ nicht auf, Katie. Das ist so schön. Aber ich befürchte...“ Scharf sog er die Luft ein, während er sich kaum noch zurückhalten konnte.

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Langsam kam sie nach oben und umkreiste mit ihrem Finger seine Brustwarze, was ihm ein heftiges Stöhnen entlockte.

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Schließlich war es mit seiner Selbstbeherrschung vorbei. Voll Verlangen drückte er sie von sich und drehte sie auf den Rücken, so dass er nun über ihr war. Sanft liebloste er mit seinen Lippen ihre Brüste, worauf Katie ihren Oberkörper anhob, während ihr immer heißer wurde.

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Sie legte ihre Arme um seinen Nacken und zog ihn näher an sich heran, während seine Zunge sich seinen Weg nach unten bahnte.

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Katie stellte ihre Beine auf, so dass er ihr den Slip herunterstreifen konnte. „Hör‘ nicht auf damit, Billy. Das ist so wunderschön.“

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Er umgriff mit beiden Händen ihre Unterarme und intensivierte sein Zungenspiel, während sie heftig ihren Kopf hin und her warf.

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Ehe sie das Licht löschte, streifte er sich ein Kondom über und arbeitete sich langsam wieder nach oben.

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„Du bist so wunderschön, Katie. Ich glaube, ich kann nicht mehr länger warten, auch wenn ich es gerne noch ein wenig hinausgezögert hätte.“

„Ich auch nicht mehr, Billy“, antwortete sie heftig atmend.

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Erregt sahen sie sich in die Augen, ehe er mit sanftem Ruck in sie eindrang.

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„Ich werde nichts tun, was Du nicht auch willst, okay?“

„Ich vertraue Dir, Billy und weiß, dass es schön werden wird.“

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Billy und Katie fanden allmählich in den Rhythmus, ehe sie das Tempo steigerten.

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Er umgriff Katie’s Finger mit den seinigen und stieß nun etwas fester zu. Als sie heftig aufstöhnte, sah er sie fragend an. „Alles okay?“

„Ja, doch. Mach‘ einfach weiter“, forderte sie ihn auf.

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Er streckte seinen Oberkörper hoch, ehe der nächste Ruck sie in einen wahren Freudentaumel tauchte.

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Gemeinsam kamen sie zum Höhepunkt und wiederholten nach kurzer Verschnaufpause ihr Liebesspiel, in dem sie sich nun auch in einigen Stellungen versuchten. Katie rutschte dazu ans untere Bettende, während Billy vor dem Bett stand und mit beiden Händen ihren Oberkörper anhob, so dass sie ihre Beine nach oben strecken konnte, ehe er kräftig zustieß.

„Jaaa, Billy“, rief sie entzückt aus und biss sich leicht auf die Lippen.

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Minuten später hielt Billy Katie erschöpft in seinen Armen, während er sanft ihren Hals küsste. „Es war wunderschön mit Dir.“

„Ja, finde ich auch. Und Du wolltest erst gehen. Bereust Du es, hiergeblieben zu sein?“, schnurrte Katie, die Billy’s Liebkosungen genoss.

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„Nein, natürlich nicht.“ Beide rollten sich auf den Rücken und sahen sich dabei verliebt in die Augen.

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Billy nahm Katie’s Hand und streichelte leicht mit seinem Daumen über die Innenfläche. „Du hast schöne, weiche Hände. Ich mag den Nagellack. Er ist dezent und nicht so auffallend. Ich mag keine rot lackierten Nägel an einer Frau.“

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Katie lachte auf. „Aha. An einem Mann, schon oder wie soll ich das verstehen.“

„Na hör‘ mal, ich bin zu hundert Prozent hetero“, wandte er sich ihr zu. „Ich meine, jeder sollte nach seiner Fasson leben. Aber bei Drag Queen oder so… nee, da hört es bei mir auf.“

„Oh, hattest Du mal Erfahrung damit gemacht?“

Billy nickte. „Ja, in Manhattan bei der CSD. Da wollte mir Eine, Einer, nicht mehr von der Pelle rücken.“

„Oh, Du Ärmster“, meinte Katie mitleidvoll.

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Sanft legten sich ihre Lippen auf seinen Mund, den sie spielerisch mit ihrer Zunge liebkoste, ehe sie ihn mit leichten Druck öffnete. Erregt stöhnte Billy auf, ehe sie sich erneut ihrer Leidenschaft hingaben.

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Minuten später schliefen sie eng umschlungen miteinander ein.

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Sanft zog Billy Katie an sich und legte seinen Kopf auf ihren Rücken, während seine Hand auf ihrer Hüfte ruhte.

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Kapitel 25 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 09.07.2019, 12:01

Hallo Marga! :winken02

Im Bezug auf Deine letzte Kommentar-Beantwortung
Du hast gefragt:
Um welches Fan-Treffen geht es denn da? Seid Ihr da in einem Fanclub oder so?
Nein, kein Fan-Club und auch keine Gruppe oder Sänger. Es handelt sich um die Fernseh-Serie „Die Bergretter“, die meine Tochter sowie auch ich liebend gerne sehen. Und diese wird direkt in Ramsau (Österreich) und Umgebung gedreht. Und dort findet 1x jährlich Anfang September ein Fan-Treffen statt. Eigentlich geht es 2 Tage lang, aber wir haben uns nur für den einen Tag (Samstag) zur gemütlichen Wanderung (zu den einzelnen Dreh-Orten) angemeldet. Der andere Tag ist mit Heli-Flug und in den Bergen rum kraxeln. Zum einen wären 2 Tage uns zu teuer gekommen, da wir obendrein noch 2x übernachten müssen, und zum zweiten hätten wir dem anderen Tag (Heli-Flug und in den Bergen rum kraxeln) wahrscheinlich nicht stand gehalten. :grins Aber an dem Tag, für den wir uns angemeldet haben, „passiert“ eh das meiste bzw. man sieht das meiste von den Dreh-Orten.
Naja, und da wir ca. 3 Stunden Anfahrt haben, fahren wir schon Freitag Nachmittag, bleiben über Nacht in einer Pension, in der wir auch schon gebucht haben. Samstag geht´s dann von 7 Uhr bis etwa 22/23 Uhr rund und danach glaube ich, müsste ich es auch nicht mehr haben, noch 3 Stunden nach Hause zu fahren. Deshalb übernachten wir noch einmal in dieser Pension und fahren dann Sonntag nach dem Frühstück nach Hause.
Wir waren da noch nie dabei. Aber es wird eine einmalige Sache sein; wollen es einfach nur einmal gesehen haben.

Kannst Du Dich noch erinnern, wie sich Henry und Caroline auf dem Campus kennengelernt hatten? Er etwas unbeholfen mit seinem Teller in der Hand und sie mit ihrem frechen Mundwerk?

Klar, kann ich mich erinnern :nicken :lachen


So, nun zum Kapitel:

Jeah, es geht hier weiter – mit Katie und Billy!

Hahahaaa, als sie nochmal über´s Kino reden:
„Was haben Aliens mit einem Sniper zu tun? Was war das eigentlich, ein Sci-Fi-Film? Ich glaube, wir beide wären auch in „Bambi“ reingegangen, ohne es zu bemerken.“
Herrjeh, die 2 Turteltäubchen! :verliebt:

Oooooh, wie süß, was Katie zu Billy sagt!

„Kein Film kann so interessant sein, als meine attraktive Begleitung. Ich glaube, ich war noch nie so in einen Mann verliebt, wie in Dich.“
Aber Billy geht´s diesbezüglich ja zum Glück nicht anders! :herz2

Oh, da hab ich mich aber verschätzt! Ich hätte letztens gedacht, sie würden gleich in Billy´s Wohnung „hängen“ bleiben, statt dessen sind die beiden doch noch aus gegangen – in den Wassermann-Club. Den kenn ich auch :nicken

:lachen „Time of my Life“… Der Song ist cool! Gefällt mir immer wieder! Dirty Dancing… Ich weiß nicht, wie oft ich den Film insgesamt eigentlich schon gesehen habe. Patrick Swayze war in meinen Augen ein sehr guter Schauspieler und obendrein ein sehr gut aussehender, attraktiver Mann. Und „Baby“… Das schüchterne unerfahrene Mädchen… :lachen
:lachen und auch Katie ist kitzlig und musste dabei lachen – wie „Baby“ im Film!

Herrjeh, die beiden Turteltäubchen… Reden über die Zukunft und Kinder und knutschen beinahe nebenbei; viel fehlt ja nicht.


„Mädchen können heutzutage auch Hockey spielen. Aber ich mag diese klassischen Mädchen/Jungs-Klischees nicht. Letztendlich sollten die Kids das machen, was ihnen Spaß macht.“
Ooooh, wie recht Katie doch hat! Da geb ich ihr völlig recht. Immer diese Sprüche wie z.B.: „Du bist ein Mädchen! Ein Mädchen tut so etwas nicht!“ :kotz

Shisha-Bar… Oha… :tsts: Aber wenn es nicht zur Gewohnheit wird, dann ist ja nichts dabei. Und den beiden macht´s Spaß, gemeinsam was Neues auszuprobieren.

Also… Die Gespräche der beiden… Du hättest mich sehen sollen, Marga: ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus! :lachen

Also echt jetzt… Wie lange können sich die 2 denn NOCH zurück halten, häh? :kopfschuetteln Jetzt sitzen die auch noch auf ein Glas Rotwein auf dem Balkon! Tssss… :augen:

Couch?! :augen: Ja, klar… Weil Katie ihren Billy auf der Couch schlafen lassen würde; ist klar! :grins
Genau, wozu hat sie ein großes Doppelbett?! :daumenhoch1

Und zu diesen Worten
„Katie, ich glaube kaum, dass ich einfach nur still neben Dir liegen kann. Da verlangst Du zu viel von mir“ kann ich nur sagen: ich bin mir sicher, dass Katie das auch gar nicht wollen würde!!!
Naja, und da bestätigt sie meine Vermutung auch schon :lachen
Und sie hat sowas von recht: sie will Billy und Billy will sie; auch wenn sie sich erst 1 Woche kennen. Egal, es passt! Wozu dann noch warten? Da gebe ich ihr recht. Aber Billy möchte eben mit seinen Fragen auf Nummer Sicher gehen, ne…


„Will ich heißen Sex mit Dir, Mr Monroe“
Das nenn ich ja mal ´ne klare Ansage :tsts: :lechz:

Oh ooooh, und jetzt wird´s heiß…
Huuuuuuuh, und WIE HEISS das war :lechz: :verliebt: Donnerwetter! :herz2

Ooooooh, jetzt sind die beiden eingeschlafen Bild und es ist vorbei.
Schade, dass ich schon wieder am Ende des Kapitels angelangt bin. :weinen3:

Aber ich muss sagen: das Kapitel war GRANDIOS!!! :daumenhoch1 :daumenhoch1 :daumenhoch1 Sehr amüsant, teilweise witzig, und mit viel prickelnder Erotik. :lechz: Hat mir SEHR GUT gefallen! :daumenhoch1 Ja, und wie gesagt, Du hättest mich sehen sollen, Marga: ich hatte fast durchgehend ein Mega-Grinsen im Gesicht :grins
Also, das Kapitel war richtig Klasse! Super geschrieben und die Bilder waren wieder Spitze! :daumenhoch1

Ja, und die Songs kenn ich, hab sie trotzdem mal wieder – eigentlich nach langer Zeit – angehört und ich muss sagen, zu Deinen Szenen haben sie gepasst wie die Faust auf´s Auge; nämlich PERFEKT! :daumenhoch1

Und nun bin ich riesig gespannt wie es weiter geht. Ob mit diesen beiden oder mit Deinen anderen Charakteren… Ich freue mich riesig auf die nächste Folge! :freu1
Danke dafür, liebe Marga! :hug02


LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Petziteuferl » 13.07.2019, 21:17

Hallo Marga.
Wieder ein tolles Kapitel, freue mich auf das nächste :nicken
Lg Petra :D

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Beitrag von cheli24 » 15.07.2019, 00:30

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.
:hug02

Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Hallo Marga! :winken02Nein, kein Fan-Club und auch keine Gruppe oder Sänger...


Jetzt weiß ich, wo ich das "Ramsau" schon einmal gehört habe. :daumenhoch2 Ich habe ja auch "Die Bergretter" verfolgt, einfach eine tolle Gegend. Oh, das wird bestimmt lustig und interessant. Den Heli-Flug hätte ich wahrscheinlich mitgemacht, :klatschen1 aber das andere, nö. :augen: Aber verständlich, wenn Ihr am nächsten Tag zurückfahrt. Dann schon einmal viel Spaß im Voraus.
:daumenhoch2
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Oooooh, wie süß, was Katie zu Billy sagt! „Kein Film kann so interessant sein, als meine attraktive Begleitung. Ich glaube, ich war noch nie so in einen Mann verliebt, wie in Dich.“Aber Billy geht´s diesbezüglich ja zum Glück nicht anders! :herz2


Ja, ich fand das auch süß. :herz2 Das ist doch mal eine Liebeserklärung. Es ist spontan gekommen. Wahrscheinlich hatte sie vor lauter Flirten gar nicht auf die Worte geachtet. Aber ich glaube, in diesem Falle hätte es "wie meine attraktive Begleitung" heißen müssen. Ich hatte hin und her überlegt, war mir aber nicht sicher. Aber wenn ich so darüber nachdenke, dann ist "als" falsch. Ja, das nur mal so am Rande.
:grins
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Oh, da hab ich mich aber verschätzt! Ich hätte letztens gedacht, sie würden gleich in Billy´s Wohnung „hängen“ bleiben, statt dessen sind die beiden doch noch aus gegangen – in den Wassermann-Club. Den kenn ich auch :nicken


Hahaha, ich musste so lachen, als ich gelesen hatte, was Du vermutest. :lachen: Nee, nee, die wollten Beide erst noch auf die Piste, abtanzen. Ja, warste auch schon mit Deinen Sims im Club?
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
:lachen „Time of my Life“… Der Song ist cool! Gefällt mir immer wieder! Dirty Dancing… Ich weiß nicht, wie oft ich den Film insgesamt eigentlich schon gesehen habe. Patrick Swayze war in meinen Augen ein sehr guter Schauspieler und obendrein ein sehr gut aussehender, attraktiver Mann. Und „Baby“… Das schüchterne unerfahrene Mädchen… :lachen :lachen und auch Katie ist kitzlig und musste dabei lachen – wie „Baby“ im Film!

Ich habe "Dirty Dancing" auch oft gesehen, im Kino und zig Mal im Fernsehen. Der Film ist einfach zeitlos und kann man immer wieder anschauen. Tolle Schauspieler, klasse Musik, heiße Tänze und Tanzszenen, :lechz: coole Sprüche wie "ich habe eine Wassermelone getragen" oder "mein Baby gehört zu mir". :lachen Patrick Swayze war ein toller Tänzer und Schauspieler. Leider musste er viel zu früh gehen. :weinen3: Bei "Fackeln im Sturm" stand ich aber mehr auf James Read alias "George Hazard". :nicken War eine tolle Mini-Serie mit vielen bekannten Schauspielern.

Dank der Pose konnte ich die Szene so nachstellen, wie im Film gezeigt.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
„Mädchen können heutzutage auch Hockey spielen. Aber ich mag diese klassischen Mädchen/Jungs-Klischees nicht. Letztendlich sollten die Kids das machen, was ihnen Spaß macht.“Ooooh, wie recht Katie doch hat! Da geb ich ihr völlig recht. Immer diese Sprüche wie z.B.: „Du bist ein Mädchen! Ein Mädchen tut so etwas nicht!“ :kotz


Da gebe ich Dir Recht. Mein Papa stand früher auch immer auf dem Standpunkt, "Jungs haben nicht zu weinen", wenn mein Bruder mal geweint hatte. Ist ein alter Zopf. Genau wie blaue Sachen für Jungs und rosa Sachen für Mädchen. :roll: Ich habe nie rosa getragen, das stand mir auch gar nicht.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Shisha-Bar… Oha… :tsts: Aber wenn es nicht zur Gewohnheit wird, dann ist ja nichts dabei. Und den beiden macht´s Spaß, gemeinsam was Neues auszuprobieren.

Ja, Katie und Billy haben viel Spaß dabei. Ich war noch nie in einer Shisha-Bar, habe aber mal in Tunesien an einer Wasserpfeife gezogen. :grins Ein einschneidendes Erlebnis scheint es jedenfalls nicht gewesen zu sein, denn ich kann mich nicht mehr erinnern, wie es war. :lachen
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Also… Die Gespräche der beiden… Du hättest mich sehen sollen, Marga: ich kam aus dem Grinsen nicht mehr raus! :lachen

Ja? Das hätte ich zu gerne gesehen. :grins Ich schreibe gerne Dialoge, es macht sehr viel Spaß. Dabei hatte ich anfangs solch einen Bammel, wie es wohl ankommen würde, als ich im Sims3-Forum das Kapitel mit dem Schlagabtausch zwischen Trish und Kyle gepostet hatte. Damals in Eric's Büro, als sie sich kennengelernt und als alles begonnen hatte. Ja, lang ist's her. :augen:
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Also echt jetzt… Wie lange können sich die 2 denn NOCH zurück halten, häh? :kopfschuetteln Jetzt sitzen die auch noch auf ein Glas Rotwein auf dem Balkon! Tssss… :augen:

Da siehst mal. Die jungen Leute heutzutage, ne. :lachen
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Und zu diesen Worten „Katie, ich glaube kaum, dass ich einfach nur still neben Dir liegen kann. Da verlangst Du zu viel von mir“ kann ich nur sagen: ich bin mir sicher, dass Katie das auch gar nicht wollen würde!!!Naja, und da bestätigt sie meine Vermutung auch schon :lachen Und sie hat sowas von recht: sie will Billy und Billy will sie; auch wenn sie sich erst 1 Woche kennen. Egal, es passt! Wozu dann noch warten? Da gebe ich ihr recht. Aber Billy möchte eben mit seinen Fragen auf Nummer Sicher gehen, ne…

Er war sich etwas unsicher und wollte nicht, dass es dem Alkohol geschuldet ist, wenn beide im Bett landen. Für Katie jedoch war es von vornherein klar. Sie spricht offen aus, was sie denkt. Erinnere Dich mal, was sie Kyle alles im Bezug auf Trish gesagt hatte. :daumenhoch2
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
„Will ich heißen Sex mit Dir, Mr Monroe“Das nenn ich ja mal ´ne klare Ansage :tsts: :lechz:

So ist sie eben, unsere Katie-Maus. Wozu nach warten, wenn es Beiden danach ist? :lachen
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Oh ooooh, und jetzt wird´s heiß… Huuuuuuuh, und WIE HEISS das war :lechz: :verliebt: Donnerwetter! :herz2

Schön, dass es Dir gefallen hat. Ich hatte so viele Bilder, dass ich die Qual der Wahl hatte. Musste aber auch aufpassen, dass ich nicht allzu freizügige Bilder poste. Aber da es dunkel war, hat man nicht allzu viel gesehen. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Ooooooh, jetzt sind die beiden eingeschlafen Bild und es ist vorbei. Schade, dass ich schon wieder am Ende des Kapitels angelangt bin. :weinen3:

Wie jetzt? War Dir das Kapitel immer noch zu kurz? :augen: Ja, ich weiß ja, wie es gemeint war. :grins Aber keine Sorge, Du wirst die Beiden in Kürze wiedersehen.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Aber ich muss sagen: das Kapitel war GRANDIOS!!! :daumenhoch1 :daumenhoch1 :daumenhoch1 Sehr amüsant, teilweise witzig, und mit viel prickelnder Erotik. :lechz: Hat mir SEHR GUT gefallen! :daumenhoch1 Ja, und wie gesagt, Du hättest mich sehen sollen, Marga: ich hatte fast durchgehend ein Mega-Grinsen im Gesicht :grins Also, das Kapitel war richtig Klasse! Super geschrieben und die Bilder waren wieder Spitze! :daumenhoch1

Vielen Dank, liebe Astrid. :bussi2 Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat. Ja und Dein Grinsen hätte ich gerne gesehen. :grins Wieder vielen Dank für Deinen Kommentar, die netten Worte, Dein Lob und die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Ja, und die Songs kenn ich, hab sie trotzdem mal wieder – eigentlich nach langer Zeit – angehört und ich muss sagen, zu Deinen Szenen haben sie gepasst wie die Faust auf´s Auge; nämlich PERFEKT! :daumenhoch1


Es freut mich, dass sie Dir gefallen haben.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2019, 12:01
Und nun bin ich riesig gespannt wie es weiter geht. Ob mit diesen beiden oder mit Deinen anderen Charakteren… Ich freue mich riesig auf die nächste Folge! :freu1 Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Das gleich im Anschluss folgt.


Hallo Petra, :winken

Petziteuferl hat geschrieben:
13.07.2019, 21:17
Hallo Marga. Wieder ein tolles Kapitel, freue mich auf das nächste :nicken


Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat und dass Du immer noch dabei ist. Vielen lieben Dank. :hug02


So und gleich im Anschluss geht es mit einem neuen Kapitel weiter.


LG Marga

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Re: SdV2 - Sehnsucht, die nie vergeht -

Beitrag von cheli24 » 15.07.2019, 00:57

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

es geht mit einem weiteren Kapitel weiter, zu dem ich wieder viel Spaß wünsche. Ich hoffe, es gefällt Euch. Vielen Dank an dieser Stelle, dass Ihr immer noch dabei seid. :hug02


LG cheli24 (Marga)




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Kapitel 25 - Große Kinder, große Sorgen -






Am nächsten Tag, etwas außerhalb Londons



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Ein wenig übermüdet war Anjelica am Sonntagmorgen gegen acht Uhr zuhause angekommen. Erst gegen neunzehn Uhr am Vorabend hatte ihr Flug die Startfreigabe auf dem JFK erhalten. Zumindest hatte sie ein bisschen schlafen können, obwohl es über dem Atlantik einige Turbulenzen gegeben hatte.

Nach einer herzlichen Umarmung mit ihren Kindern und dem Überreichen einiger Mitbringsel aus Bridgeport, war sie gleich nach oben gegangen, um zu duschen und ihre Reisetasche auszupacken. Während ihre Tochter sich entschlossen hatte, Waffeln zu backen, begab sich Anjelica in die Zimmer ihrer Kinder, um die schmutzige Wäsche einzusammeln. Arbeit war für sie die beste Methode, um nicht dem Jetlag zu erliegen. Nachdem sie alles eingesammelt hatte, ging sie nach unten und stopfte die schmutzige Wäsche in die Trommel. So, nun noch Waschmittel und dann können wir frühstücken. Wir könnten eigentlich heute Mittag zum Mountain-Point hochfahren. Da waren wir schon lange nicht mehr. Ich freue mich, wieder zuhause zu sein, auch wenn mir Carlo fehlt. Nun ja, es wird hoffentlich nicht allzu lange dauern, bis wir uns wiedersehen. Gleich morgen werde ich mit dem Rektor der Schule sprechen.

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Währenddessen war Jessica nach oben gegangen, um die Betten zu machen. Zuvor hatte Justin die Bildercollage, die Anjelica ihrer Tochter als Mitbringsel mitgebracht hatte, an der Wand angebracht. Ich freue mich, dass Mum wieder da ist. Sie hat mir so sehr gefehlt. Justin kann das nicht verstehen. Aber sie ist meine beste Freundin, mit ihr kann ich über alles reden. Sie wird Verständnis für meine Ängste haben. Justin sieht das alles so locker, Test und Aufnahmeprüfung machen und dann ab nach Italien. Aber wir müssen ganz neu anfangen. Was wissen wir denn schon über Carlo und Monte Vista?

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Von den Zukunftsängsten ihrer Tochter ahnte Anjelica nichts, als sie gemeinsam im Garten am Frühstückstisch saßen und sie mit Justin plauderte.

„Er freut sich also, uns kennenzulernen?“ Neugierig sah der Junge seine Mutter an.

„Ja. Er freut sich sehr und bedauert, wie alles gekommen ist.“

„Na ja, woher hätte er es auch wissen sollen? Du hast ihm ja nichts gesagt, Mum.“

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„Ja, ich weiß“, kam es kleinlaut über ihre Lippen. „Er war geschockt. Es war nicht einfach. Aber er freut sich schon sehr darauf, Euch endlich kennenzulernen. Ein Freund von ihm setzt sich mit dem städtischen Schulamt in Verbindung. Dann werden wir mal sehen, wie es weitergeht. Den Italienisch-Test könnt Ihr hier machen. Wenn Ihr den besteht, dann brauche ich nur noch ein beglaubigtes Zeugnis der letzten beiden Schuljahre und ein Empfehlungsscheiben Eurer Schule für die Schulbehörde in Italien.“

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Fast schon enttäuscht sah Justin zur Seite und murmelte: „Dann wird der Test also nicht in Monte Vista abgehalten, sondern hier, wenn ich Dich richtig verstanden habe? Schade, ich dachte, wir würden den in Monte Vista machen.“

„Das ist richtig, Justin. Ihr müsst erst zu einer eventuellen Aufnahmeprüfung in Italien erscheinen. Diese ist dann aber nicht in Monte Vista, sondern wohl in Florenz, wo sich auch die Internationale Schule befindet.“

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„Und was wird da alles geprüft?“, wollte Jessica wissen.

„Meinst Du in Italien oder hier?“

„Na ja, eigentlich Beides.“

„Also, der Test an Eurer Schule beinhaltet alle Hauptfächer, sowie Italienisch. Die Aufnahmeprüfung in Florenz dürfte ähnlich vonstattengehen, dann allerdings alles auf Italienisch.“

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Jessica’s Magen krampfte sich zusammen, während sie den Ausführungen ihrer Mutter lauschte. Das schaffe ich doch nie und dann das gleiche nochmals in Italien. Nein, ich will das nicht. Warum kann nicht alles so bleiben, wie es ist? Warum müssen wir nach Italien ziehen? Nur weil Mum mit Carlo zusammen sein will? Das ist nicht fair. Wir waren doch bisher auch so glücklich. Im gleichen Moment meldete sich ihr schlechtes Gewissen zu Wort. Nein, das ist egoistisch, Jessie. Wir werden irgendwann das Haus verlassen und dann ist Mum alleine. Sie liebt Carlo schon so lange, also sollten sie auch endlich zusammenkommen.

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Während sich Anjelica um die Wäsche kümmerte, hatten Justin und Jessica in der Zwischenzeit das Frühstücksgeschirr gespült. Anschließend gingen sie noch einmal die Matheaufgabe und Lord Byron durch. Da sie noch etwas Zeit hatten, genossen sie bis zur Abfahrt um die Mittagszeit, noch ein wenig die Sonne.

„Was ist eigentlich mit Dir los, Jessie?“, murmelte Justin, dem der Stimmungswechsel seiner Schwester beim Frühstück nicht entgangen war.

„Wie, was meinst Du?“

„Na ja. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Du lieber hierbleiben möchtest.“

„Ach was. Das bildest Du Dir nur ein.“

„Nein, das glaube nicht“, widersprach er ihr.

Doch sie gab ihm daraufhin keine Antwort und hielt weiterhin die Augen vor den Sonnenstrahlen geschlossen. Justin seufzte auf und legte seinen Kopf zur Seite.

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***


Es war am die Mittagszeit, als sich die Morenos auf den Weg zum Mountain-Point begaben, der ein beliebtes Ausflugsziel hier in der Gegend war. Die Fahrt dauerte etwas mehr als eine Stunde und schlängelte sich serpentinenartig nach oben.

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„Wow, was für eine gigantische Aussicht. Nicht wahr Jess?“

Anjelica lächelte und nahm zusammen mit Jessica an einem Tisch Platz, nachdem sie Mountain Point erreicht hatten. Justin jedoch steuerte gleich auf eine Malstafette zu, die er entdeckt hatte. „Ist ja geil, hier kann man ja malen. Das ist vielleicht cool. Wollt Ihr auch eine Cola? Mum, Jess?“

„Nee, Justin. Kannst Du mal schauen, ob sie auch Zitronenlimonade haben. Mum, Du auch?“

Anjelica nickte und gab Justin ein paar Pfundnoten.

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Nachdem Justin die Getränke gebracht hatte, trank er gleich einen großen Schluck aus der Cola-Flasche und ging auf die Malstafette zu. Na, dann wollen wir mal. Einfach mal drauf los malen. Hm und welches Motiv? Ach ich spiele einfach ein wenig mit den Farben.

Während Justin mit ein paar Strichen begann, saßen sich Mutter und Tochter am Tisch gegenüber. Anjelica war nicht entgangen, dass Jessica desinteressiert ins Leere starrte.

„Ist alles in Ordnung, mein Schatz?“, fragte sie besorgt. „Du hast auf der ganzen Fahrt hierauf kein einziges Wort gesprochen.“

„Ja, es ist alles okay. Ich bin nur etwas müde. Habe gestern schlecht geschlafen.“

Das entsprach nicht unbedingt der Wahrheit. Aber sie konnte ihrer Mutter nicht sagen, dass sie wahnsinnige Angst um sie gehabt hatte, als sie von dem Unwetter erfahren hatte.

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Um weiteren Fragen aus dem Weg zu gehen, sagte sie: „Es ist schön, dass Du wieder da bist.“

Anjelica lächelte. „Ist es Euch gut gegangen?“

„Mum, Du warst ja nur eine Woche weg“, meldete sich Justin zu Wort. „Das war etwas anderes als damals in Monte Vista. Aber ich freue mich auch, dass Du wieder da bist.“

„Das ist sehr schön zu hören, Kinder.“

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„Fabio und Julie sind jetzt also in der Karibik?“, versuchte sich Jessica in einem belanglosen Gespräch.

„Ja, in Isla Paradiso. Sie bleiben dort zwei Wochen.“

„Und danach?“

„Nun, sie werden noch ein paar Tage in Bridgeport bleiben, müssen noch einiges im Rathaus erledigen, ehe sie dann nach Monte Vista ziehen.“

„Wie alt ist Fabio eigentlich?“, fragte Jessica neugierig.

„Er ist einunddreißig geworden.“

„Wow, fast doppelt so alt wie wir. Und Trish, wie alt ist sie?“

„Sie ist fünfundzwanzig.“

„Und sie ist Journalistin, hast Du gesagt?“

Anjelica nickte. „Ja. Sie arbeitet momentan für einen Verlag in Lucky Palms.“

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„Dort leben doch auch unsere Großeltern, oder?“, rief Justin dazwischen, während er Undefinierbares auf die Leinwand pinselte. „Ich habe nachgeschaut, Mum. Liegt in der Nähe von Las Vegas. Da könnten wir gleich noch die Casinos abklappern.“

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„Du klapperst gar keine Casinos ab, da Du noch nicht volljährig bist, mein Lieber“, belehrte sie ihren Sohn.

„Okay, dann eben nicht.“ Justin zuckte ungerührt mit der Schulter. „Aber Nachtclubs gibt es dort auch.“

„Träum‘ weiter, Justin. Wenn Du alt genug bist, kannst Du meinetwegen die Clubs unsicher machen. Aber Mum und Dad wollen Euch so schnell wie möglich kennenlernen.“

„Das lässt sich bestimmt bald einrichten“, meinte Justin, während er weiter malte.

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„Wie haben sie es denn aufgenommen?“ Fragend sah Jessica ihre Mutter an.

Diese seufzte auf. „Es ist mir nicht leicht gefallen, sie davon zu unterrichten. Ich hätte sie nicht so lange im Unwissen lassen dürfen. Sie waren natürlich von mir enttäuscht, was ja auch nachvollziehbar ist. Das würde mir nicht anders ergehen, wäre ich in ihrer Situation.“

„Und was haben Fabio und Trish dazu gesagt?“

„Nun ja, Fabio war geschockt. Nicht wegen Euch, mein Schatz, sondern dass Carlo und ich seine Eltern sind. Wir können den Fehler nie mehr gutmachen. Aber wir wollen alle daran arbeiten.“

Jessica schluckte schwer, als sie leise sagte: „Dann wirst Du mit uns also nach Monte Vista ziehen. Es ist so gut wie beschlossen, ne?“

„Jessica, was ist denn eigentlich los? Willst Du denn nicht nach Italien?“

„Doch schon...“

„Aber...?“

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Besorgt stand Anjelica auf und zog ihren Stuhl neben den ihrer Tochter. „Ich merke doch, dass irgendetwas nicht stimmt. Ist es wegen Carlo und mir oder dass ich mit Euch nach Monte Vista ziehen möchte? Würdest Du lieber hier bleiben wollen, Jessie?“

„Ich weiß nicht. Für Justin ist das alles so einfach. Aber... ich habe Angst vor der Prüfung. Angst, sie nicht zu bestehen. Was dann, Mum? Was, wenn ich in den Tests durchfalle? Geht Ihr dann ohne mich? Ich will Deinem Glück nicht im Wege stehen, wenn Du mit Justin zu Carlo nach Italien willst. Daran möchte ich nicht Schuld sein. Das will ich wirklich nicht. Das musst Du mir glauben.“

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Bestürzt hatte Anjelica den Worten ihrer Tochter gelauscht. Sanft strich sie ihr mit der Hand über die Haare. „Schatz, ich werde doch nicht ohne Dich gehen. Wenn, dann gehen wir gemeinsam. Du, Justin und ich. Ich lasse Dich nicht hier alleine zurück.“

„Und wenn ich die Prüfung nicht bestehe? Dann bin ich schuld, wenn Du nicht mit Carlo zusammen sein kannst.“

„Jessie, Nein! Was redest Du Dir denn da ein? Seit wann hast Du denn solche Gedanken, mein Schatz?“

„Schon eine ganze Weile“, murmelte das junge Mädchen kleinlaut.

„Und warum hast Du mir nichts davon erzählt, hm? Ich hatte immer gedacht, wir könnten über alles reden. Hm? Komm‘ mal mit.“

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Sie erhoben sich von ihren Stühlen und gingen zu einer nahe gelegenen Bank, auf der sie Platz nahmen. Sanft legte sie den Arm um ihre Tochter und zog sie an sich. Leise sagte sie: „Jessie, Du musst keine Angst haben. Du bist doch nicht dumm. Das bekommen wir hin. Ich lerne mit Dir Vokabeln und kann Dir auch bei Mathe helfen. Du bist ein sehr kluges Mädchen und musst einfach an Dich glauben. Prüfungsangst kenne ich auch. Was glaubst Du denn, wie viel Bammel ich vor der Aufnahme in Yale hatte? Dein Grandpa hatte mir damals genau die Worte gesagt, die ich Dir jetzt sagen werde. Ich erwarte nicht, dass Du auf irgendeine Elite-Uni gehst oder dass Du die Beste Deines Jahrgangs sein musst und immer gute Noten heimbringst. Wenn Du das nicht möchtest, dann musst Du das auch nicht. Es gibt so viel anderes, was Du machen kannst.“

„Aber ich will es ja, Mum. Ich will Literatur studieren, Bücher schreiben, meine Fantasien in Worte kleiden. Ich...“

„Jessie, dazu muss man aber auf keine Elite-Uni. Das kannst Du auf jeder anderen Universität auch.“

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„Ja, aber Justin will es und ich will nicht ohne ihn auf die Uni gehen. Wir haben doch immer alles gemeinsam gemacht. Er ist mein Bruder und wenn er nach Florenz will...“

„Aber das ist doch noch gar nicht sicher, Schatz. Das hatte er mal erwähnt. Wichtig ist doch jetzt nur, dass Ihr diesen Test macht und besteht und das kannst Du, Jessie. Glaub‘ an Dich und Dein Können.“

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Nachdem sie ihrer Tochter noch einmal sanft ins Gewissen geredet hatte, um ihr die Selbstzweifel zu nehmen, begab sich Jessica zum Fernrohr. Sie warf ein paar Pence ein und schwenkte das Rohr ein wenig hin und her, ehe sie hindurch sah.

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Mittlerweile war die Sonne langsam am Untergehen und es zeigten sich immer mehr Wolken am Himmel. Die Vorboten des morgigen Tages, an dem mit mehreren Schauern zu rechnen war, so hatte es das staatliche Wetteramt gemeldet.

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„Was hat Jessie denn, Mum?“, wollte Justin besorgt wissen, nachdem diese mit Jessica von einem kleinen Spaziergang zurückgekommen war.

Sie seufzte auf. „Hat sie je mit Dir darüber gesprochen, dass sie Angst vor Italien hat?“

Justin nickte. „Ja, schon mehrfach. Sie hat Angst, neu anzufangen und eventuell keine Freunde zu finden. Aber das ist Quatsch. Das habe ich ihr auch gesagt. Ich bin doch auch noch da. Ich lass‘ sie nicht alleine.“

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„Ach, Justin. Wenn ich das vorher geahnt hätte, dann...“

„Was dann, Mum? Würdest Du dann nicht mit Dad zusammen sein wollen?“

„Das ist es nicht. Jessie und Du, Ihr seid mein Ein und Alles, sowie es auch Fabio und Trish sind. Meine Kinder kommen an erster Stelle und ich will nicht, dass Ihr Euch in einem fremden Land nicht wohlfühlt. Das könnte ich mir nie verzeihen. Ich habe so viel falsch gemacht, nicht die richtigen Entscheidungen getroffen und...“

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„Mum, jetzt hörst Du mir mal zu“, wurde sie von ihrem Sohn unterbrochen. „Du hast so lange auf diesen Tag gewartet und jetzt nachdem Ihr Euch endlich einig seid, Dad und Du... Jetzt willst Du auf uns Rücksicht nehmen? Nein, Mum. Das ist Dein Leben. Du liebst Dad und er Dich, also werden wir zusammen nach Monte Vista gehen. Das habe ich Jessie auch gesagt. Ich werde sie in Mathe unterstützen und sie wird mir in Literatur helfen. Ich glaube an sie und weiß, dass sie es schaffen wird. Wir haben heute Morgen noch gelernt. Sie hatte alle Mathe-Aufgaben richtig.“

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„Ach Justin. Was würde ich ohne Euch nur tun? Ich bin sehr stolz auf Euch. Ihr seid so schnell groß und erwachsen geworden. Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen.“

„Nee, nee. Klein wollte ich nicht mehr sein“, warf Justin lachend ein.

Sie unterhielten sich noch ein wenig über seine Bildhauerpläne, ehe Anjelica sagte: „Wir sollten langsam aufbrechen, es wird bald dunkel. Wollen wir unterwegs noch etwas Essen oder sollen wir heimfahren?“

„Nö, wir könnten unten im Lokal etwas essen.“

„Okay. Jessie, kommst Du?“, rief sie ihre Tochter, ehe sie sich auf den Weg begaben.

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***


„Es war doch eine gute Idee, hier einzukehren. Jetzt merke ich erst, wie hungrig ich bin“, sagte Anjelica wenig später, während sie mit ihren Kindern zu Abend aß. „Der Salat schmeckt sehr gut. Wollt Ihr denn noch etwas?“

Justin und Jessica schüttelten gleichzeitig den Kopf. „Nee, das reicht mir“, sagte Justin.

„Mir auch“, pflichtete seine Schwester ihm bei.

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„War das Unwetter sehr schlimm?“, wollte Jessica mitfühlend von ihrer Mutter wissen, während sie auf ihren Teller starrte. Im Gegensatz zu Anjelica und Justin stochert sie eher lustlos in ihrem Essen herum.

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„Was war es eigentlich? Ein Gewitter, Tornado?“ Ohne aufzusehen, aß Justin seinen Salat, während er auf die Antwort seiner Mutter wartete.

„Nein, ein schweres Unwetter mit Hagel und Sturmböen. Einige Maschinen konnten sie nach Boston umleiten. Fabio und Julie hatten auch noch Glück. Aber für Carlo und meinen Flug war es dafür zu spät. Wir mussten in New York zwischenlanden.“

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„Das war aber nicht ungefährlich, oder, Mum?“, meldete sich nun Jessica zu Wort.

„Nun ja, schlimmer wäre es gewesen, es wäre über dem Atlantik passiert. Von daher hatten wir noch Glück.“

„Und Dad ist auch gut gelandet?“, wollte Justin kauend wissen.

Anjelica nickte. „Ja, er hat mir eine Nachricht geschickt. Er ist gut in Monte Vista angekommen. Ich werde ihn gleich anrufen, wenn wir wieder daheim sind.“

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Still hatte Jessica dem Gespräch gelauscht, während ihr einmal mehr bewusst wurde, wie sehr sie ihre Mutter liebte und wie viel Angst sie hatte, sie zu verlieren. Sie erinnerte sich daran, wie George Justin und sie vor knapp einem Jahr eines Morgens nach dem Frühstück zu sich gerufen hatte, um ihnen mitzuteilen, dass ihre Mutter im Krankenhaus läge. Sie müsse in Monte Vista operiert werden, mehr hatte er damals nicht dazu gesagt. Jeden Tag hatte sie stumme Zwiesprache mit Gott abgehalten, war sogar sonntags in die Kirche gegangen, um für ihre Mutter zu beten. Sie würde nie vergessen, wie glücklich sie gewesen war, als sich ihre Mutter nach der OP endlich selber gemeldet hatte. Es ginge ihr den Umständen entsprechend gut, sie müsse aber noch eine Zeitlang in Bridgeport bleiben, hatte sie ihnen mitgeteilt. Jessica hatte sich sehr gefreut, als Anjelica nach unendlich langen Wochen ihre Rückkehr angekündigt hatte. In der ersten Zeit war sie nicht von der Seite ihrer Mutter gewichen, hatte sie zum Arzt begleitet und ihr den Haushalt abgenommen. Auch wenn sie nicht wusste, was in Monte Vista vorgefallen war, so vermutete sie, dass sich ihre Mutter mit den falschen Leuten eingelassen hatte. Sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau, die Georges Firma fast im Alleingang wieder nach oben gebracht hatte. Das förderte so manche Neider ans Tageslicht und oftmals waren es irgendwelche Geschäftspartner, die ihre Mutter ins Abseits drängen wollten, nur weil sie eine Frau war.

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Nachdem sie zu Ende gegessen hatten und das Geschirr abgeräumt worden war, sagte Anjelica plötzlich mit ernster Miene: „Jessica, Justin. Da gibt es etwas, das ich mit Euch besprechen muss.“

In kurzen Zügen berichtete sie von den Bodyguards, die eine Zeitlang für ihre Sicherheit sorgen würden. Sie ging nicht zu sehr ins Detail, machte ihren Kindern aber bewusst, in nächster Zeit vorsichtiger zu sein.

„Und sie haben ihn zur Fahndung ausgeschrieben, sagst Du?“, fragte Justin, der die Geschichte unglaublich spannend fand.

Jessica hingegen äußerte sich nicht dazu, sondern hörte nur schweigend zu, während sie innerlich zitterte und sich ihr Magen verkrampfte. Mum, warum nur? Warum begibst Du Dich ständig in Gefahr? Wer ist dieser Mann, ist er gefährlich, will er Dich umbringen? Lieber Gott, ich habe solche Angst. Mum darf nichts passieren. Ich will sie nicht verlieren.

„Alles in Ordnung, Jessie?“, riss Justin seine Schwester aus ihren Gedanken.

„Was? Ja, ich... es ist alles okay, Justin“, stammelte sie leicht verwirrt.

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Es dämmerte bereits, als die Drei das Lokal verließen und in Richtung ihres Autos gingen, das ein paar Gehminuten entfernt auf einem Parkplatz stand.

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***


„Carlo, Du hättest sie erleben sollen. Ich... Was habe ich nur getan? Was wäre denn aus ihnen geworden, wenn ich nicht mehr gewesen wäre? Sie hätten niemanden gehabt. Man hätte sie in ein Waisenhaus gesteckt. George und seiner Frau hätte man die Kinder nicht gegeben. Zum Einen kommen sie altersmäßig nicht mehr infrage und zum Anderen ist seine Frau krank. Wo hätten sie denn hin gesollt? Bitte, versprich mir, dass sie nie erfahren, was in Bridgeport passiert ist.“

Schluchzend hatte Anjelica Carlo von Jessica’s Stimmungsschwankungen und deren Zukunftsängsten berichtet. Da war ihr erst bewusst geworden, wie feige es gewesen wäre, hätte sie sich den Abhang hinuntergestürzt und ihre Kinder alleine zurückgelassen.

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Carlo stand im Garten der Alesis und telefonierte seit rund einer Stunde mit Anjelica, die ihn sofort angerufen hatte, nachdem sie mit den Kindern wieder zuhause angekommen war.

„Schatz, ich habe Dir mein Wort gegeben. Niemand wird je von diesem Vorfall erfahren. Nur Du und ich wissen davon und das wird auch so bleiben. Aber abgesehen davon, ich hätte meine Kinder gesucht und sie nicht alleine gelassen. Du warst verzweifelst, hattest keinen Ausweg mehr gesehen. Belassen wir es dabei, dass alles gut ausgegangen ist. Und was Jessica’s Angst betrifft, so schwer ist der Italienisch-Test nicht. Hör mal, sie hat intelligente Eltern, irgendetwas muss doch da hängen bleiben.“

Er lachte leise, was ihr ein kleines Lächeln ins Gesicht zauberte.

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„Du fehlst mir so sehr, Carlo. Ich gehe gleich morgen in die Schule und werde mich erkundigen, wie das jetzt alles vonstattengeht. Justin ist schon ganz aus dem Häuschen. Ich wünschte mir nur, Jessica würde ein klein wenig Begeisterung zeigen“, seufzte sie auf, um dann zu fragen: „Wann bist Du denn in Mailand angekommen? Ist alles gutgegangen?“

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„Ja, es ist alles okay gewesen. Franco hat mich am Flughafen abgeholt. Wir waren so gegen zehn zuhause. Gina hatte schon mit dem Frühstück gewartet. Danach habe ich meine Koffer ausgepackt und bin mit Franco einkaufen gefahren. Morgen will ich mal zuhause vorbeifahren und nach dem Rechten sehen. Fabio hat sich auch schon gemeldet. Sie sind gut auf Isla Paradiso angekommen und waren auch schon tauchen. Es wäre traumhaft. Und Du, wann warst Du zuhause? Hat Dich George abgeholt?“, wollte Carlo neugierig wissen.

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Anjelica schüttelte den Kopf. „Ich war gegen acht zuhause. Habe mir aber ein Taxi genommen. George und seine Frau sind in Urlaub gefahren. Sie erholt sich von ihrer schweren Magen-OP, danach wollen sie eine Weltreise machen. Ich werde das Geschäft solange weiterführen, bis der Nachfolger eingearbeitet ist.“

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„Du willst Dich aus dem Geschäftsleben zurückziehen?“, fragte Carlo perplex, für den die Ankündigung überraschend kam „Aber war es nicht immer das, was Du wolltest? Du hast so hart dafür gekämpft, Jelica. Das verstehe ich jetzt nicht.“

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„Da gibt es auch nichts zu verstehen, Carlo. Es gibt wichtigeres, findest Du nicht auch? Jessica hat mir die Augen geöffnet. Ich konnte weder Fabio nach Trish aufwachsen sehen und die Zwillinge... Die meiste Zeit meines Lebens habe ich damit verbracht, Gewinne und Millionen Dollar zu scheffeln, die mir nicht einmal gehörten. Ich will mich nicht beklagen, ich habe gut daran verdient und kann meinen Kindern ein sorgenfreies Leben bieten. Aber was hatte ich wirklich von ihnen? Wie oft waren sie bei den Forsythe‘ s, wenn ich wieder irgendwo geschäftlich unterwegs war? Und jetzt hat mich Enzo im Visier. Ich mag nicht mehr Carlo, möchte endlich Mutter und Hausfrau sein, vielleicht irgendwann eine glückliche Großmutter.“

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„Auch wenn ich jetzt wirklich überrascht bin und auch nicht weiß, wann Du diesen Entschluss gefasst hast... Ich kann Dich sehr gut verstehen. Schade finde ich es dennoch. Du warst und bist eine tolle Geschäftsfrau. Aber solltest Du Dich irgendwann anders entscheiden, beim Sender könnte ich eine Mitarbeiterin gebrauchen.“

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„Ich hatte gedacht, Du wolltest Dich auch zurückziehen und jetzt willst Du beim Sender arbeiten? Carlo, denk‘ an Dein Herz und mute Dir nicht allzu viel zu. Hörst Du?“ Anjelica hatte sehr besorgt geklungen.

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„Keine Sorge, Jelica. Ich möchte nur die richtigen Leute suchen und einarbeiten, danach ziehe ich mich in den Hintergrund zurück. Meine künftige Aufgabe wird Gartenarbeit sein und mich um die Ländereien kümmern. Vielleicht Fabio noch ein wenig unterstützen, mehr nicht. Das hatten wir ja auch so besprochen.“

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„Na dann bin ich erleichtert. Ich halte Dich wegen der Schule auf dem Laufenden. Bin mal auf morgen gespannt und hoffe, es klappt auch alles so, wie ich mir das vorgestellt habe. Und Fabio und Julie geht es gut, sagst Du? Das freut mich. Trish ist auch gut angekommen. Sie hat mir eine Nachricht geschickt. Ich soll Dich auch lieb grüßen.“

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„Danke, liebe Grüße zurück. Fabio und Julie gefällt es sehr gut. Sie haben herrliches Wetter. Aber das haben wir hier in Monte Vista auch. Ich bin gerade im Garten und sehe in den Sternenhimmel.“

Carlo sah nach oben in den wolkenlosen Himmel, an dem sich zahlreiche Sterne befanden. „Es wäre schön, wenn Du jetzt hier wärst und wir gemeinsam diesen Abend genießen könnten. Ich trinke noch ein Glas Wein mit Gina und Franco und danach gehe ich schlafen. Merke jetzt doch langsam den Jetlag.“

Er hielt kurz inne, ehe er leise sagte: „Lass‘ mich nicht zu lange warten. Du fehlst mir, Jelica. Ich liebe Dich.“

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„Ich liebe Dich auch, Carlo und wäre jetzt auch sehr gerne an Deiner Seite. So warm ist es hier leider nicht, es hat schon ziemlich abgekühlt. Draußen kann man jetzt nicht mehr sitzen. Aber ich merke den Jetlag auch und werde jetzt schlafen gehen. Bin hundemüde. Viele liebe Grüße an Gina und Franco. Gute Nacht, Carlo. Schlaf‘ gut und träum etwas Schönes. Ich werde von Dir träumen“, meinte sie lächelnd, ehe sie das Gespräch beendete.

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„Und ich von Dir, mia cara. Ich werde von Dir träumen und unserer gemeinsamen Zukunft, wo immer die sein wird. Hauptsache, wir sind zusammen und Du bist an meiner Seite. Grüß‘ die Zwillinge von mir.“

Nachdenklich beendete er das Gespräch. Sie macht sich Sorgen, das habe ich herausgehört. Aber wir werden das gemeinsam schaffen. Wir haben schon so viel miteinander erlebt, da ist das dagegen gar nichts.

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Ach Carlo, wenn es doch nur so einfach wäre. Ich mache mir wirklich Sorgen um Jessica. So habe ich sie noch nie erlebt. Mute ich den Kindern zu viel zu, wenn ich sie aus ihrer gewohnten Umgebung reiße? Sie haben hier ihre Freunde, ihr Umfeld. Auch wenn Justin meint, er würde in Monte Vista auch wieder Freunde finden. Aber was ist mit Jessica? Warum habe ich von ihren Ängsten nichts bemerkt? Was hätte ich nur mit meiner Torschlusspanik angerichtet? Sie wäre nie damit fertig geworden. Nein, mein Entschluss steht fest. Zuerst kommen meine Kinder, die Arbeitswelt kann warten. Ich habe genug verdient und das Geld angelegt, so dass ich nicht mehr arbeiten muss. Vielleicht mal ab und an aushelfen, mehr aber nicht. So und nun ruft mein Bett.

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***


Derweil saß Carlo noch ein wenig mit Gina und Franco bei einem Glas Rotwein zusammen und unterrichtete die beiden Freunde über die neuesten Entwicklungen. Wie er sich gefühlt hatte, als er die Wahrheit über die Zwillinge erfahren hatte und auch die Aussprache mit Trish ließ er nicht unerwähnt.

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„Du freust Dich aber, die Zwillinge kennenzulernen, oder?“, fragte Franco.

„Natürlich, lieber heute als morgen. Aber jetzt schauen wir erst einmal, was der Rektor der Schule gesagt. Jelica geht morgen in die Schule, um mit ihm über einen Wechsel zu sprechen. Ach, bevor ich es vergesse. Ich soll Euch liebe Grüße ausrichten.

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„Dankeschön. Ich freue mich sehr für Euch, Carlo. Für mich hatte nie ein Zweifel bestanden, dass Ihr Beide zusammengehört. Dass es nun solange gedauert hatte, wer hätte das gedacht. Na ja und die Tatsache, dass Du Vater von Zwillingen bist. Das war schon eine riesen Überraschung, als mir Franco davon erzählt hatte“, sagte Gina.

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„Ja, das war es für mich auch. Im ersten Moment wusste ich nicht, was ich sagen soll. Wenn man so gar keine Ahnung hat. Aber nun freue ich mich sehr, sie endlich kennenzulernen. Justin ist mir wie aus dem Gesicht geschnitten und Jessica hat viel Ähnlichkeit mit Jelica. Sie hatte Bilder dabei, die sie mir gezeigt hatte.“

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Sie unterhielten sich noch eine Weile über die Zwillinge, sowie Fabio und Julie, ehe Franco sagte: „Im Übrigen, bevor ich es vergesse. Mein Kontaktmann wird morgen in die Karibik aufbrechen. Die Informationen, die er gesammelt hat und auch die Fotos weisen darauf hin, dass er wirklich auf der richtigen Fährte ist. Wenn das alles stimmt, was er erfahren hat, dann dürften wir Craig Colville bald gefunden haben.“

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„Dein Ernst? Ihr habt ihn wirklich aufgespürt? Nun, dann werden wir hoffentlich bald erfahren, ob wirklich Enzo hinter diesem feigen Anschlag auf Jelica steckt. Die Polizei in Bridgeport hat ihn zur Fahndung ausgeschrieben, sowie auch das FBI und Interpol. Sie vermuten ihn in Paris, aber sicher sind sie nicht. Sophia, seine Tochter weiß leider auch nicht, wo er sich aufhält. Sie ist mit Craig liiert, ihr Vater ist aber gegen diese Beziehung“, informierte Carlo seinen Freund.

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„Wie konnte sich Anjelica nur mit ihm einlassen? Er ist gerissen und sehr gefährlich. Er wird in Italien wegen eines Mafia-Mordes gesucht. Ich verstehe nicht, wie es ihm gelingen konnte, unbehelligt nach Monte Vista einzureisen. Das Flughafenpersonal und die Zollbehörde waren von der Polizeibehörde informiert worden. Vermutlich hatte er jemanden bestochen. Sophia ist Deine Patentochter, richtig? Und wo ist sie jetzt?“, wollte Franco neugierig wissen.

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Carlo nickte. „Ja, das ist sie. Sie wohnt momentan in meiner Stadtwohnung. Ich wollte nicht, dass sie sich alleine in dem Haus aufhält. Sie macht sich große Sorgen um Craig. Ich hoffe wirklich, wir finden ihn. Ich muss einfach wissen, ob Enzo ihn reingelegt hatte. Er ist immerhin ein sehr guter Schütze, war zuletzt Sniper bei der Army, bevor er diese verlassen hatte.“

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„Dann sollte er wohl nur als Lückenbüßer herhalten“, mutmaßte Gina, die dem Gespräch bislang stillschweigend beigewohnt hatte. „Nun ja, das würde irgendwie schon einen Sinn ergeben. Er würde zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wahrscheinlich hatte Colville Jelica nur einschüchtern sollen, ansonsten hätte er ja nicht absichtlich vorbei geschossen. Gleichzeitig könnte Enzo seine Leute beauftragt haben, auf sie zu schießen. Die Patronen wird er danach eingesammelt und diese dann vertauscht haben. In dem ganzen Tumult ist das garantiert nicht aufgefallen. Danach hatte er Colville angerufen und ihn erpresst, ehe seine Leute das Häuschen am See in die Luft gejagt haben. Ja und Enzo hatte erreicht, was er wollte. Es stellt sich nur die Frage, ob er an Colvilles Tod glaubt oder auch nach ihm suchen lässt. Dann müsst Ihr schneller agieren, als er.“

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„Ja, so in etwa wird es wohl gewesen sein“, antwortete Carlo, den Gina’ s Schlussfolgerungen nicht erstaunten. Die studierte ehemalige Kriminologin besaß einen messerscharfen Verstand und arbeitete hin und wieder mit der Polizeibehörde als Profilerin zusammen.

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„Wir sollten auf jeden Fall auf der Hut und vorsichtig sein. Auch hier in Monte Vista, obwohl ich nicht glaube, dass er hier auftauchen wird“, mahnte Franco zur Vorsicht.

„Nein, das glaube ich auch nicht“, pflichtete Carlo dem Freund bei. „Kyle, Carolines Sohn, ist bei der Polizei und will mich auf dem Laufenden halten. Ihm haben wir es zu verdanken, dass man wegen unseren früheren Tätigkeiten nicht gegen Jelica und mich ermittelt hat. Ich vertraue ihm. Er ist Trish‘ s große Liebe und ich hoffe, die Beiden finden wieder zusammen. Momentan ist Trish in Lucky Palms, sie arbeitet dort als Journalistin.“

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Es war nach 22 Uhr, als sich alle eine Gute Nacht wünschten und nach oben in ihre Zimmer gingen. Nachdem Carlo seine Badeutensilien ausgepackt hatte, ging er unter die Dusche. Nur wenig später schlüpfte er unter die Decke und war im Nu eingeschlafen. Er träumte von Anjelica, den Kindern und ihrem gemeinsamen Leben in Monte Vista und Starlight Shores, wo er in absehbarer Zeit mit ihnen wohnen wollte.

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Kapitel 26 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 19.07.2019, 11:32

Hallo Marga! :winken02

Im Bezug auf Deine letzte Kommentar-Beantwortung…
Du hast geschrieben:

Den Heli-Flug hätte ich wahrscheinlich mitgemacht, aber das andere, nö. Aber verständlich, wenn Ihr am nächsten Tag zurückfahrt.
Naja, aber es geht entweder beides (Heli-Flug + klettern) oder gar nichts; nur für eins kann man sich nicht anmelden. Das heißt, man könnte schon eines davon nur machen, aber dafür ist der Tag dann viel zu teuer!
Nun, deshalb dann eben nur der Samstag.
Ist für meine Begriffe eh schon lange genug: von Freitag Nachmittag bis Sonntag irgendwann im Laufe des Tages von daheim weg. :lachen Und wir müssen Sonntag ja wieder heim, weil meine Tochter Montag wieder arbeiten muss.

Dann schon einmal viel Spaß im Voraus.
Danke, aber es ist ja noch ´ne Zeit hin bis zum 1. September-Wochenende :grins


So, nun zum Kapitel:

Aha, Anjelica ist also wieder zu Hause bei ihren Zwillingen…

Jessica hängt mal wieder ihren Gedanken nach, fragt sich, was sie eigentlich über Carlo und Italien wissen… Hm, mit Recht. Eigentlich ja nicht viel, denke ich. Nur das, was Anjelica so verlauten lassen hat.
Klar, Justin nimmt alles ganz locker, das ist ja mittlerweile bekannt, aber Jessica… :kopf:

Und schon wieder ist Jessica in Gedanken versunken: wegen der Prüfungen und sie will eigentlich nicht weg von London, das ist ihre Heimat; verständlich, dass sie lieber bleiben würde. Dagegen Justin zieht es förmlich nach Italien.

Mountain Point, also… :grins Wenn mich nicht alles täuscht ist das das Grundstück, welches ich damals für meine Oster-Kurzgeschichte als Hasen-Schule umgebaut habe :lachen

Arme Jessica… Hat solche Zukunfts-Ängste! Prüfungen, neues Leben in Italien usw. :weinen3:
Ich finde es aber toll wie Anjelica mit Jessi redet, wie sie ihr zuredet und versucht, ihr damit die Ängste zu nehmen. Ich hatte immer gedacht, Anjelica wäre so etwas, was man „Raben-Mutter“ nennt, aber ich kann jetzt sehen, dass sie wirklich eine gute Mutter zu sein scheint. :nicken

Oh, ich mag Hidden Springs! :herz2 Es ist so herrlich ländlich!
Klar, bei dir soll es jetzt London darstellen, ich weiß schon. Aber ich sag nur…

Ach, Jessica und Justin… Die beiden sind wirklich Bilderbuch-Geschwister! Sowas gibt´s leider nicht sehr oft. Meistens gibt´s nur Zoff und Reibereien zwischen Geschwistern :kopfschuetteln

Salat? Nur Salat – zum Abendessen?! :augen: Da hätte ich schon nach einer halben Stunde wieder Hunger. Und meine Familie auch :lachen Geschweige denn die Nacht „überstehen“ zu können!

Jessica hängt sehr an ihrer Mutter, das kann man richtig mitfühlen. Justin zwar auch in einer Art und Weise, aber ich denke, er könnte sich gut in Italien zurecht finden und sich auch sozusagen problemloser vorn ihr abnabeln.

Und obwohl die beiden Geschwister Zwillinge sind, sind sie doch sehr verschieden: was Justin amüsant und spannend findet, davor hat Jessica einfach nur Angst und macht sich Gedanken und Sorgen.

Das Telefon-Gespräch zwischen Anjelica und Carlo… Anjelica möchte sich also aus dem Geschäftsleben zurückziehen. Es ist zwar ein ungewohnter Gedanke, sie "nur" als Hausfrau und Mutter zu wissen, aber warum nicht?! Sie hat so vieles mitgemacht, sich so oft in Gefahr gebracht und befunden, vieles entbehren müssen – ihre Kinder größtenteils… Irgendwann reicht es, da geb ich ihr sowas von recht!
Ooooooh, und wie sie das Gespräch beenden… :verliebt: Mit so schönen und lieben Worten! :verliebt :herz2

Das Gespräch zwischen Carlo, Franco und Gina fand ich auch sehr interessant und teilweise aufschlussreich.
Ja, und ich hoffe, es wird nichts Schlimmes passieren bzw. überhaupt nichts passieren, was auf DeMarco´s Kappe geht, dass alle wohlbehalten bleiben und wieder zusammen kommen.

Huch! :augen: Das geht immer so schnell! :kopfschuetteln Im nu bin ich schon wieder am Ende des Kapitels angekommen. :verbeugen


Das Kapitel war wieder super! :daumenhoch1 Sehr detailliert geschrieben – auch die Dialoge, die mir immer besonders gut gefallen – und die Bilder waren wieder Spitze! :daumenhoch1
Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Ja, und nun bin ich riesig gespannt wie es weiter geht und freue mich schon wieder auf die nächste Folge! :freu1


LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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