Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

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cheli24
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Re: Willow Creek - Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 13.05.2018, 22:23

Hallo Astrid, :winken

bevor es gleich im Anschluss mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.

Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Hallo Marga :winken02 Ohweia, Dorothy Sheffler… Sie ist ja wirklich übelst zugerichtet worden! Du lieber Himmel! :augen: :kopf: Und das von ihrem eigenen Mann! Aber Du hast ja sehr ausführlich beschrieben, was das für ein irrer kranker Typ ist! Da frage ich mich mal wieder wie auch so oft in der Realität: warum läuft so einer noch frei herum??? :kopfschuetteln

Ich habe lange überlegt, ob ich das so schreiben kann. Aber wie Du auch angemerkt hast, wie oft ist es in Wirklichkeit so und wie viele Frauen bleiben bei ihren Männern, warum auch immer. Es gibt Frauenhäuser, selbst wenn Kinder da wären, es gibt immer einen Weg. Das muss man nicht immer verstehen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Aber Dorothy ist wirklich selber schuld! Dass sie immer noch bei ihm ist, obwohl sie schon sehr häufig so mies behandelt wurde von ihm… Ok, sie will auf das Leben, das sie durch und mit ihm hat, nicht verzichten. Nun, dann muss sie ihn weiterhin ertragen! :durchdrehen


Das Dumme daran ist, sie liebt diesen A... anscheinend immer noch. Egal, was er ihr antut, wie oft er sie betrügt usw. Ja, sie hat zum Einen Angst, das Privileg zu verlieren, das sie an seiner Seite geniesst und zum Anderen, ohne ihn nicht zurechtzukommen. Muss man nicht verstehen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Krass, dass sie sogar wegen William den Kontakt zu ihren farbigen Freunden damals abgebrochen hat, weil er es so wollte! :augen: Dieser William hat Dorothy zu seinem Spielzeug gemacht! :meckern

Ja, so ist es. Anscheinend ist er der geborene Macho und Patriarch, der ein Nein einer Frau nicht akzeptiert und keine eigene Meinung zulässt. Eine Marionette, deren Fäden er ziehen kann, wie ihm beliebt und wie es ihm gefällt. Mehr sieht er in ihr nicht. Das hast Du sehr gut erkannt.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Sie sollte doch wirklich diesen großen und entscheidenden Schritt machen und William verlassen! Es wäre definitiv besser für sie! Sie würde es mit Sicherheit schaffen! Sie muss nur allen Mut zusammen nehmen! Und es vor allem wirklich WOLLEN! :nicken


An dem Willen wird es wohl am Ende scheitern. Aber lieber verzichte ich auf alles, als mich jahrelang erniedrigen und demütigen zu lassen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Damals als es um Marnie ging hatte ich einen regelrechten Hass auf Dorothy, aber jetzt im Moment tut sie mir leid. :kopf:


Das ist das, was mir vorschwebt. Ich versuche meine Figuren nie als schlecht oder gut darzustellen. Sie sollen Fehler haben, sowie Ecken und Kanten, sollen böse und lieb sein können. Wenn es mir dann noch gelingen sollte, Zweifel zu säen und Mitleid zu erregen, dann habe ich doch am Ende alles richtig gemacht.
:grins
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Huch, jetzt wird´s spannend! Eine dunkle Gestalt… Wer könnte das nur sein? :confus1 :confus2


Ja, wer ist das wohl? Mann oder Frau? Nur so viel sei gesagt, es ist kein neuer Chara.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Oh Mist… Gerade jetzt ist es zu Ende! Ich bin echt tierisch gespannt, wie es weiter geht, wer die dunkle Gestalt war/ist usw. Es muss etwas mit den Kindern bei den Sheffler´s auf sich haben. Die Gestalt, so denke ich, möchte um alles in der Welt mehr über die Kinder heraus finden: wie sie untergebracht sind und wie sie behandelt werden usw. usf.


Der Ansatz ist gut und Du wirst ja auch bemerkt haben, dass es sich um das Haus der Sheffler' s gehandelt hat. Mal schauen, was die unbekannte Person im Schilde führt.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Das war wieder ein sehr spannendes und unterhaltsames Kapitel --> Text super geschrieben – alles in allem – mit tollen vielsagenden Bildern (so gut es eben in Sims 4 möglich ist, was Du aber wirklich super hinbekommen hast :daumenhoch2 ) versehen! :daumenhoch1 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat, liebe Astrid. :hug02 Vielen Dank für Deinen Kommentar, die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch dass Dir die Bilder gefallen haben. Es war in der Tat nicht leicht und mir kam bei den Posen zugute, dass sich alles im Dunkeln abgespielt hatte. So musste es nicht ganz perfekt sein und ich konnte ein wenig improvisieren.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Und jetzt bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht!
:klatschen2

Gleich im Anschluss geht es mit einem neuen Kapitel weiter.

LG Marga

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von cheli24 » 13.05.2018, 23:02

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

das nachfolgende Kapitel werde ich aufgrund des Storyverlaufs und der Bilder in drei Teile splitten. Zur kurzen Info: Es findet einen Tag nach dem letzten Kapitel und zwei Tage nach Sidney' s Besuch bei Paige statt .

So, dann wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)




Kapitel 28




Zurück in der Heimat




Am nächsten Tag


„Ah, hab ich doch richtig gehört, dass da ein Auto gehalten hatte. Ich war gerade im Garten und habe die Blumen gegossen.“ Genie lachte den jungen Mann an, der gerade die Stufen zur Veranda hochkam.

„Ich glaube, ich bin etwas zu früh. Wir hatten Rückenwind.“

„Das macht doch nichts. Umso mehr Zeit können wir miteinander verbringen. Hattest Du einen guten Flug?“

„Ja. War ja nicht lange.“

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Die beiden Jugendfreunde begrüßten sich mit einer herzlichen Umarmung. „Hallo, Sid. Schön, Dich wiederzusehen. Gut siehst Du aus, mein Lieber“, musterte Genie aufmerksam den jungen Mann, der vor ein paar Minuten mit einem Taxi angekommen war.

Dieser grinste über das ganze Gesicht. „Du aber auch, Genie. Die Ehe scheint Dir gut zu bekommen.“

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„Kann man so sagen, ne. Aber es ist auch die gute Luft hier. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, wo anders als in Willow Creek zu leben. Zum Glück ist Adam genauso heimatverbunden wie ich.“

„Ist er auch da?“, wollte Sidney neugierig wissen.

Doch Genie schüttelte den Kopf. „Er ist mit Rusty unterwegs. Wir haben vor ein paar Tagen einen kleinen Beagle aus dem Tierheim geholt. Vorerst nur zur Pflege, solange Adam noch zuhause ist. Er hat sich beim Training an der Schulter verletzt und ist derzeit noch krankgeschrieben.“

„Autsch“, verzog Sidney das Gesicht. „Was ist passiert?“

„Er hatte mit der Defense trainiert und ist dabei mit einem seiner Collegespieler zusammengeprallt. Über zwei Meter groß, einhundertzwanzig Kilo schwer. Beim Sturz ist er auf die Schulter gefallen. Eine OP war zum Glück nicht notwendig. Aber er musste zeitweise einen Verband tragen und durfte die Schulter nicht belasten. Dreimal in der Woche muss er nun zur Physiobehandlung.“

„Oh, das ist schmerzhaft. Ich hatte einmal so etwas Ähnliches. Das kann mitunter lange dauern. Und jetzt habt Ihr also einen Hund?“

„Ja, eigentlich nur zur Pflege, weil das Tierheim bald aus allen Nähten platzt. Aber wir haben uns schon so an den kleinen Racker gewöhnt, dass wir ihn wohl behalten werden.“

„Finde ich klasse“, nickte Sidney zur Bestätigung.

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„So, jetzt lass‘ uns aber rein gehen. Ich zeig‘ Dir schnell Dein Zimmer, falls Du Dich ein wenig frisch machen willst. Du bleibst doch über Nacht, so wie wir es besprochen hatten?“ Fragend sah sie ihn an.

„Ja klar, das Angebot nehme ich gerne an. Es wäre doch zu anstrengend, abends noch zurück zu müssen. Ich muss erst am Montag wieder im Dienst sein.“

„Hast Du Urlaub?“, wollte Genie neugierig wissen, während sie mit Sidney das Wohnzimmer betrat.

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„Ja, ich war jetzt gerade zwei Tage in New York. Dann habe ich noch einen Abstecher zu meiner Schwester nach Chicago gemacht. Dort hatte ich auch übernachtet. Jetzt noch der Besuch bei Dir und danach geht es wieder zurück nach San Myshuno.“

„Aber richtiger Urlaub ist das auch nicht, oder? Das artet ja schon in Stress aus“, warf Genie ein.

„Na ja, besser als gar nichts. Ich hatte in Manhattan zwei schöne Tage. Aber der Besuch bei Stacy war zu kurz. Da gebe ich Dir Recht.“

Genie führte den jungen Mann in das Innere des Hauses und wies auf die Treppe, die die Küche vom Wohn- und Esszimmer trennte. „Oben sind die Schlafzimmer und das Bad. Ich hoffe, Dir gefällt es.“

„Ich stelle keine hohen Ansprüche. Ein Bett oder irgendetwas, auf oder in dem ich schlafen kann. Mehr brauche ich nicht, Genie“, meinte Sidney, während er mit ihr die Stufen hinauf ging.

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„Unser Gästezimmer ist zwar nicht sehr groß, aber dafür ist es hier sehr ruhig. Das Badezimmer befindet sich auf der anderen Seite des Ganges, direkt neben unserem Schlafzimmer“, erklärte Genie dem Freund, während die beiden durch die Tür traten.

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„Oh, das ist aber sehr schön und vor allem hell. Tolle Bilder. Hast Du die selbst fotografiert?“, wandte er sich fragend an die junge Frau. Genie war neben ihrem Job als Jugendamtsleiterin Hobbyfotografin. Ihre Lieblingsmotive waren Landschaften und Tiere.

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„Ja, das war in Granit Falls. Wir waren dort wandern“, wie sie auf besagtes Bild.

„Sieht sehr schön aus, auch mit dem Rahmen. Aber das andere sieht auch toll aus. Ich liebe Winterlandschaften“, sagte Sidney, während er auf dem Bett Platz nahm.

„Dankeschön. Freut mich, wenn es Dir gefällt. Du kannst das Fenster gerne schließen, wenn es Dir zu warm ist und die Klimaanlage einstellen. Momentan kühlt es auch abends leider nicht ab.“

„Ach“, winkte der junge Mann ab. „In Manhattan war es auch sehr warm. Mir macht das nicht so viel aus. Die eine Nacht.“

„Okay, dann lasse ich Dich jetzt alleine. Ich bin unten in der Küche. Wenn Du die Treppe runter kommst, gleich links. Aber das hast Du ja gesehen. Du trinkst doch auch einen Kaffee?“

Sidney nickte. „Da sage ich nicht Nein.“

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Einige Minuten später saßen sie in der Küche bei einer Tasse Kaffee zusammen. Genie musterte ihren Gast aufmerksam und konnte sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Etwas irritiert zog Sidney eine Augenbraue nach oben und fragte schließlich: „Warum grinst Du gerade wie ein Honigkuchenpferd?“

„Och, tu ich das? Ist nicht böse gemeint, Sid. Aber, als ich Dich das letzte Mal gesehen hatte, da saßen Deine Hosen enger und die Shirts waren weiter. Du hast abgenommen. Steht Dir aber gut.“

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„Dankeschön. Viel muss ich nicht machen, beim FBI halten sie Dich auf Trab. Tägliches Joggen vor dem Dienst, zwei- bis dreimal die Woche in der Mucki-Bude und ich fahre sehr viel Rad. Habe jetzt fast 10 Kilo weniger und fühle mich dabei pudelwohl.“

Genie nickte zustimmend. „Das kann ich mir denken. Aber das ist es nicht allein. Du wirkst entspannter und auch glücklich. Kann das sein? Steckt da etwa eine Frau dahinter?“, fragte sie Augen zwinkernd.

Sidney stöhnte auf. „O je, daran hätte ich denken sollen. Du und Deine Kinesik. Wie habe ich mich denn verraten?“, wollte er neugierig wissen.

Doch Genie winkte mit der Hand ab. „Nee, nee, Sid. Das war nicht der Grund. Du wirkst ganz einfach entspannt, rundum zufrieden und Deine Augen strahlen. Also raus mit der Sprache. Wer ist sie, kenne ich sie?“

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Genie hatte schon immer ihre Neugierde nur schwer zügeln können, so dass Sidney ihr schließlich seufzend antwortete: „Ja, ich bin verliebt. Sie ist meine ehemalige Mitbewohnerin.“

„Welche denn? Soweit ich weiß, hattest Du damals mit drei Mädchen zusammen gewohnt. Also, wer von denen ist es jetzt? Etwa Lindsay, die Anwältin? Ach lass‘ Dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen, Sid.“

Der junge Mann ergötzte sich an Genie‘ s Neugierde, während sie unruhig auf ihrem Sitz hin- und her zappelte. Sie hat sich kein bisschen verändert, dachte er, während er sie wieder als quirligen Teenager vor sich sah, dem er mindestens einmal die Woche die Fahrradkette hatte richten müssen. Schmunzelnd meinte er schließlich: „Na schön, bevor Du noch einen Herzkasper bekommst. Es ist Paige.“

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Genie runzelte die Stirn und Sidney sah es in ihrem Kopf arbeiten. „Paige?“, kam es gedehnt aus ihrem Mund. „Etwa die, mit der Du immer gelernt hast und die nirgendwo mitgegangen ist, wenn Ihr irgendwo hin seid?“

Sidney nickte. „Ja, genau die. Ich hatte sie damals schon gemocht. Aber leider hat sie sich immer zurückgezogen, wenn wir weg gegangen sind.“

„Und wie ist es dann jetzt zwischen Euch passiert?“

Schließlich berichtete er ihr, was sich in New York in den letzten beiden Tagen ereignet hatte und wie glücklich er sich in ihrer Nähe gefühlt hatte.

Als er geendet hatte, schmunzelte Genie: „Oh, Dich hat es aber ganz schön erwischt. Und Paige? Sieht sie es genauso?“

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Sidney zuckte mit den Achseln. „Na ja, auch wenn sie es mir nicht direkt gesagt hat, aber ich habe gespürt, dass es ihr auch so geht. Wenn ihre Ausbildung fertig ist, wird sie mich besuchen kommen. Ich habe ihr auch angeboten, solange bei mir zu wohnen, bis sie etwas Eigenes gefunden hat. Aber es wäre natürlich sehr schön, sie würde bei mir wohnen bleiben. Momentan ist das jedoch noch kein Thema.“

Genie nickte zustimmend mit dem Kopf. „Quantico. Ja, das verstehe ich. Wie lange dauert ihre Ausbildung denn?“

„Siebzehn Wochen, völlig abgeschirmt von der Außenwelt, keinen Kontakt zu Familie und Freunde. Es ist schon hart, aber sie wird es schaffen, das weiß ich.“

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„Wow, das ist in der Tat recht lange und ich kann mir vorstellen, dass da so mancher vorzeitig hinwirft.“

„Ja, das war auch bei mir damals so“, stimmte ihr Sidney zu. „Die Ausbildung ist sehr hart und verdammt schwer. Nur die Besten schaffen es und die Durchhaltequote liegt bei gerade einmal fünf Prozent, das ist sehr wenig. Aber Paige ist sehr ehrgeizig und diszipliniert. Ich weiß, dass sie es schaffen wird. Ich habe ein gutes Gefühl bei ihr.“

Beide nahmen ihre Tassen in die Hand und nahmen einen Schluck des dunklen aromatischen Gebräus.

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„Magst Du noch einen Kaffee, Sid?“, schaute Genie den jungen Mann fragend an.

„Nein, Danke. Eine Tasse reicht. Ich hatte schon zwei Tassen am Flughafen getrunken.“

Genie nickte und erhob sich, um ihre Tasse in die Spüle zu stellen. „Adam möchte später grillen. Ich mache schnell noch eine Portion Grillkäse und anschließend könnten wir in den Garten rausgehen. Ist das okay?“

„Ja, gerne.“

Genie lächelte, während sie den Käse aus dem Kühlschrank nahm.

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„Eure Küche gefällt mir, auch der Stil passt hervorragend zum Haus. Mein Kompliment, Ihr habt das sehr geschmackvoll eingerichtet.“

Genie würzte das zweite Stück Grillkäse und gab diesen ebenfalls in die Pfanne, während sie das andere Stück wendete. „Wir haben erst im letzten Jahr die Küche und die oberen Zimmer renoviert. Den Flur haben wir vor kurzem erst gestrichen. Da müssen wir die Bilder erst wieder aufhängen. Außerdem fehlen noch die Blumen und ein bisschen Deko. Bis auf das dritte Zimmer sind wir jetzt aber soweit fertig“, erwiderte sie.

„Arbeits- oder Hobbyzimmer?“, wollte Sidney neugierig wissen, der Genie vom Thekentisch aus zusah.

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„Nee, nicht wirklich. Es ist eigentlich als Kinderzimmer gedacht.“

„Warum eigentlich?“, hakte Sidney nach, der sich von seinem Barhocker erhoben hatte, um seine schmutzige Tasse in die Spülmaschine zu stellen.

„Tja, irgendwie will es nicht so richtig klappen. Mein Frauenarzt vermutet zu viel Stress dahinter. Ich habe momentan einfach zu viel um die Ohren. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf“, antwortete sie, während sie noch ein wenig Kräuter auf den Grillkäse streute.

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„Das solltet Ihr auch nicht. Vielleicht mal in Urlaub fahren oder ein verlängertes Wochenende. Dann ist es also kein medizinisches Problem oder so?“

„Nein, bei uns beiden ist alles in Ordnung. Wir haben uns testen lassen. Es ist wohl wirklich stressbedingt. In Adam‘ s Semesterferien wollen wir zwei Wochen wegfahren, einfach mal die Seele baumeln lassen.“

Sidney sah nickend aus dem Fenster. „Ja, eine Luftveränderung wird Euch Beiden gut tun. Und Adam wird sich sicherlich auch freuen, mal etwas Ruhe vor seinen Studenten zu haben.“

Genie lachte. „So sieht‘ s aus.“

Adam Denson lehrte an der hiesigen Universität Willow Creek‘ s Politikwissenschaft und Soziologie und war im letzten Jahr zum Professor ernannt worden. Eine große Auszeichnung, die er sich redlich verdient hatte. Er galt als sehr umgänglich, hatte einen hohen Gerechtigkeitssinn, war äußerst beliebt bei Schülern und im Kollegium und hatte stets ein offenes Ohr für seine Studenten. Zudem leitete er mit einem befreundeten Kollegen das Football-Team, das sie im letzten Jahr zur College-Meisterschaft geführt hatten.

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„So, fertig“, meinte Genie. Sie nahm die Pfanne vom Herd und gab den Grillkäse auf eine Servierplatte, die sie einem der Schränke entnommen hatte.

„Hm, das riecht echt lecker.“

„Hast Du Hunger? Wenn Du willst kann ich Dir ein paar Brote machen, bis wir dann nachher essen“, bot Genie ihm an.

„Nein, ich hatte im Flieger gefrühstückt und außerdem gestern Abend noch gut gegessen. Da fällt mir gerade ein…“ Er fingerte sein Handy aus der Hosentasche seiner Jeans und öffnete den Sperrbildschirm, während ihm Genie neugierig dabei zusah.

„Was willst Du mir denn zeigen?“

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„Einen kleinen Moment“, murmelte Sidney und wischte mit seinem Finger über das Handy. „Na, wo ist es denn?“ Nachdem er fündig geworden war, strahlte er über das ganze Gesicht und hielt ihr das Handy unter die Nase. „Hier. Das ist Paige.“

„Wow. Das ist sie?“, entfuhr es Genie anerkennend. „Sie ist wunderschön. Aber hatte sie nicht eine Brille getragen?“

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Sidney hatte Genie oftmals Bilder geschickt, auch einige, die ihn mit seinen drei Mitbewohnerinnen gezeigt hatten. „Sie hat sich die Augen lasern lassen. Jetzt kommen ihre grünen Augen erst so richtig zur Geltung.“

Genie gab ihm wieder das Handy zurück. „Ja, da hast Du Recht. Sie ist sehr attraktiv. Ich freue mich für Dich, Sid und hoffe, es klappt zwischen Euch. Ich drücke Dir die Daumen.“

„Ja, ich hoffe es auch“, meinte er schwärmend, ehe er sein Handy wieder in die Hosentasche steckte.

„So, dann lass‘ uns mal nach draußen gehen.“

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„Ich hatte übrigens vor etwa einem halben Jahr eine Anfrage Deines Arbeitgebers“, informierte Genie ihren Gast, als sie gemeinsam den Garten betraten.

Überrascht zog er eine Augenbraue nach oben. „Du? Und weshalb, wenn ich fragen darf?“

„Nun ja, ich vermute mal, in erster Linie wegen meiner Kinesik-Fähigkeit. Die hat sich wohl bis nach Washington herumgesprochen.“

„Und um was ging es?“ Fragend sah Sidney die junge Frau von der Seite an.

„Ich sollte ihnen bei der Geschworenen-Auswahl behilflich sein. Ob sie geeignet dafür sind, ihre Glaubwürdigkeit. So in der Art. Aber ich habe das abgelehnt.“

„Aber warum denn? Es wäre doch bestimmt interessant gewesen. Ein lukrativer Job, wenn Du mich fragst.“

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Doch Genie schüttelte den Kopf. „Mein Leben ist hier, Sid. Meine Familie, mein Job, die Kinder auf der Straße. Für nichts auf der Welt möchte ich das für DC tauschen. Na ja und wenn es wirklich mit dem Kinderwunsch klappen würde…“

Sidney lächelte. „Verstehe. Ja, man muss Prioritäten setzen können. Kinder möchte ich auch irgendwann. Aber dazu bräuchte ich erst einmal die passende Frau, ne“, lachte er Genie an.

„Ich dachte, Paige…?“

„Paige?“, wiederholte Sidney. „Dazu müssten wir erst einmal zusammenkommen. Aber ich bin guter Dinge und alles andere wird sich zeigen.“

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Während Genie ins Haus zurückgegangen war, da das Telefon geklingelt hatte, stand Sidney gedankenverloren vor dem Brunnen, der sehr geschmackvoll angelegt war, wie er fand. Das hat Genie bestimmt selbst gemacht. Sie hat einfach ein Geschick für Deko. Richtig hübsch ist es hier. Fehlen nur noch die Kinder. Ob in meinem Garten auch irgendwann einmal Kinderfüßchen den Rasen betreten werden? Oder bin ich zu egoistisch? Ich habe einen Job, der mich mehr als ausfüllt und nicht immer ungefährlich ist. Und wenn Paige dann auch beim FBI ist? Wann hätten wir denn da die Zeit? Irgendeiner müsste kürzer treten und es würde wohl sie treffen. Ach, was mache ich mir Gedanken über etwas, das noch gar nicht eingetreten ist, dachte sich Sidney.

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Kapitel 28.1 folgt...

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von Simsi68 » 17.05.2018, 09:48

Hallo Marga :winken02

Aaaah, Sid ist nun bei Genie zu Besuch… :nicken

Oooh, ich sehe gerade, Genie wohnt ja ganz nahe dem tollen Wunder-Baum, über den man in diese wunderschöne andere Welt gelangen kann! Da war ich schon oft mit meinen Sims :grins

Man merkt, dass sich die beiden schon lange nicht mehr gesehen haben; sie haben sich so viel zu erzählen. Das finde ich toll! :daumenhoch2

Das Haus sieht übrigens toll aus! Auf jeden Fall das, was man bisher davon gesehen hat. Wirklich beeindruckend! :klatschen2
Oh, und der Garten erst… Der ist ja wirklich wunderschön! :klatschen1 :daumenhoch1

Aha, Sid denkt, als er alleine im Garten von Genie steht, über „seine“ Zukunft nach, so wie er sie sich wünschen würden würde. Mit Paige… :verliebt:
Na, ich hoffe wirklich sehr, dass die beiden zusammen kommen! :verliebt


Das war wieder ein sehr schönes und unterhaltsames Kapitel, Text alles in allem wieder super geschrieben und wie immer mit sehr schönen und vielsagenden Bildern versehen! Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

Und jetzt bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht!

LG Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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