Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

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cheli24
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Re: Willow Creek - Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 13.05.2018, 22:23

Hallo Astrid, :winken

bevor es gleich im Anschluss mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.

Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Hallo Marga :winken02 Ohweia, Dorothy Sheffler… Sie ist ja wirklich übelst zugerichtet worden! Du lieber Himmel! :augen: :kopf: Und das von ihrem eigenen Mann! Aber Du hast ja sehr ausführlich beschrieben, was das für ein irrer kranker Typ ist! Da frage ich mich mal wieder wie auch so oft in der Realität: warum läuft so einer noch frei herum??? :kopfschuetteln

Ich habe lange überlegt, ob ich das so schreiben kann. Aber wie Du auch angemerkt hast, wie oft ist es in Wirklichkeit so und wie viele Frauen bleiben bei ihren Männern, warum auch immer. Es gibt Frauenhäuser, selbst wenn Kinder da wären, es gibt immer einen Weg. Das muss man nicht immer verstehen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Aber Dorothy ist wirklich selber schuld! Dass sie immer noch bei ihm ist, obwohl sie schon sehr häufig so mies behandelt wurde von ihm… Ok, sie will auf das Leben, das sie durch und mit ihm hat, nicht verzichten. Nun, dann muss sie ihn weiterhin ertragen! :durchdrehen


Das Dumme daran ist, sie liebt diesen A... anscheinend immer noch. Egal, was er ihr antut, wie oft er sie betrügt usw. Ja, sie hat zum Einen Angst, das Privileg zu verlieren, das sie an seiner Seite geniesst und zum Anderen, ohne ihn nicht zurechtzukommen. Muss man nicht verstehen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Krass, dass sie sogar wegen William den Kontakt zu ihren farbigen Freunden damals abgebrochen hat, weil er es so wollte! :augen: Dieser William hat Dorothy zu seinem Spielzeug gemacht! :meckern

Ja, so ist es. Anscheinend ist er der geborene Macho und Patriarch, der ein Nein einer Frau nicht akzeptiert und keine eigene Meinung zulässt. Eine Marionette, deren Fäden er ziehen kann, wie ihm beliebt und wie es ihm gefällt. Mehr sieht er in ihr nicht. Das hast Du sehr gut erkannt.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Sie sollte doch wirklich diesen großen und entscheidenden Schritt machen und William verlassen! Es wäre definitiv besser für sie! Sie würde es mit Sicherheit schaffen! Sie muss nur allen Mut zusammen nehmen! Und es vor allem wirklich WOLLEN! :nicken


An dem Willen wird es wohl am Ende scheitern. Aber lieber verzichte ich auf alles, als mich jahrelang erniedrigen und demütigen zu lassen.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Damals als es um Marnie ging hatte ich einen regelrechten Hass auf Dorothy, aber jetzt im Moment tut sie mir leid. :kopf:


Das ist das, was mir vorschwebt. Ich versuche meine Figuren nie als schlecht oder gut darzustellen. Sie sollen Fehler haben, sowie Ecken und Kanten, sollen böse und lieb sein können. Wenn es mir dann noch gelingen sollte, Zweifel zu säen und Mitleid zu erregen, dann habe ich doch am Ende alles richtig gemacht.
:grins
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Huch, jetzt wird´s spannend! Eine dunkle Gestalt… Wer könnte das nur sein? :confus1 :confus2


Ja, wer ist das wohl? Mann oder Frau? Nur so viel sei gesagt, es ist kein neuer Chara.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Oh Mist… Gerade jetzt ist es zu Ende! Ich bin echt tierisch gespannt, wie es weiter geht, wer die dunkle Gestalt war/ist usw. Es muss etwas mit den Kindern bei den Sheffler´s auf sich haben. Die Gestalt, so denke ich, möchte um alles in der Welt mehr über die Kinder heraus finden: wie sie untergebracht sind und wie sie behandelt werden usw. usf.


Der Ansatz ist gut und Du wirst ja auch bemerkt haben, dass es sich um das Haus der Sheffler' s gehandelt hat. Mal schauen, was die unbekannte Person im Schilde führt.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Das war wieder ein sehr spannendes und unterhaltsames Kapitel --> Text super geschrieben – alles in allem – mit tollen vielsagenden Bildern (so gut es eben in Sims 4 möglich ist, was Du aber wirklich super hinbekommen hast :daumenhoch2 ) versehen! :daumenhoch1 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat, liebe Astrid. :hug02 Vielen Dank für Deinen Kommentar, die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, auch dass Dir die Bilder gefallen haben. Es war in der Tat nicht leicht und mir kam bei den Posen zugute, dass sich alles im Dunkeln abgespielt hatte. So musste es nicht ganz perfekt sein und ich konnte ein wenig improvisieren.
Simsi68 hat geschrieben:
07.05.2018, 15:11
Und jetzt bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht!
:klatschen2

Gleich im Anschluss geht es mit einem neuen Kapitel weiter.

LG Marga

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von cheli24 » 13.05.2018, 23:02

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

das nachfolgende Kapitel werde ich aufgrund des Storyverlaufs und der Bilder in drei Teile splitten. Zur kurzen Info: Es findet einen Tag nach dem letzten Kapitel und zwei Tage nach Sidney' s Besuch bei Paige statt .

So, dann wünsche ich nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)




Kapitel 28




Zurück in der Heimat - Teil 1 -




Am nächsten Tag


„Ah, hab ich doch richtig gehört, dass da ein Auto gehalten hatte. Ich war gerade im Garten und habe die Blumen gegossen.“ Genie lachte den jungen Mann an, der gerade die Stufen zur Veranda hochkam.

„Ich glaube, ich bin etwas zu früh. Wir hatten Rückenwind.“

„Das macht doch nichts. Umso mehr Zeit können wir miteinander verbringen. Hattest Du einen guten Flug?“

„Ja. War ja nicht lange.“

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Die beiden Jugendfreunde begrüßten sich mit einer herzlichen Umarmung. „Hallo, Sid. Schön, Dich wiederzusehen. Gut siehst Du aus, mein Lieber“, musterte Genie aufmerksam den jungen Mann, der vor ein paar Minuten mit einem Taxi angekommen war.

Dieser grinste über das ganze Gesicht. „Du aber auch, Genie. Die Ehe scheint Dir gut zu bekommen.“

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„Kann man so sagen, ne. Aber es ist auch die gute Luft hier. Ich könnte mir gar nicht vorstellen, wo anders als in Willow Creek zu leben. Zum Glück ist Adam genauso heimatverbunden wie ich.“

„Ist er auch da?“, wollte Sidney neugierig wissen.

Doch Genie schüttelte den Kopf. „Er ist mit Rusty unterwegs. Wir haben vor ein paar Tagen einen kleinen Beagle aus dem Tierheim geholt. Vorerst nur zur Pflege, solange Adam noch zuhause ist. Er hat sich beim Training an der Schulter verletzt und ist derzeit noch krankgeschrieben.“

„Autsch“, verzog Sidney das Gesicht. „Was ist passiert?“

„Er hatte mit der Defense trainiert und ist dabei mit einem seiner Collegespieler zusammengeprallt. Über zwei Meter groß, einhundertzwanzig Kilo schwer. Beim Sturz ist er auf die Schulter gefallen. Eine OP war zum Glück nicht notwendig. Aber er musste zeitweise einen Verband tragen und durfte die Schulter nicht belasten. Dreimal in der Woche muss er nun zur Physiobehandlung.“

„Oh, das ist schmerzhaft. Ich hatte einmal so etwas Ähnliches. Das kann mitunter lange dauern. Und jetzt habt Ihr also einen Hund?“

„Ja, eigentlich nur zur Pflege, weil das Tierheim bald aus allen Nähten platzt. Aber wir haben uns schon so an den kleinen Racker gewöhnt, dass wir ihn wohl behalten werden.“

„Finde ich klasse“, nickte Sidney zur Bestätigung.

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„So, jetzt lass‘ uns aber rein gehen. Ich zeig‘ Dir schnell Dein Zimmer, falls Du Dich ein wenig frisch machen willst. Du bleibst doch über Nacht, so wie wir es besprochen hatten?“ Fragend sah sie ihn an.

„Ja klar, das Angebot nehme ich gerne an. Es wäre doch zu anstrengend, abends noch zurück zu müssen. Ich muss erst am Montag wieder im Dienst sein.“

„Hast Du Urlaub?“, wollte Genie neugierig wissen, während sie mit Sidney das Wohnzimmer betrat.

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„Ja, ich war jetzt gerade zwei Tage in New York. Dann habe ich noch einen Abstecher zu meiner Schwester nach Chicago gemacht. Dort hatte ich auch übernachtet. Jetzt noch der Besuch bei Dir und danach geht es wieder zurück nach San Myshuno.“

„Aber richtiger Urlaub ist das auch nicht, oder? Das artet ja schon in Stress aus“, warf Genie ein.

„Na ja, besser als gar nichts. Ich hatte in Manhattan zwei schöne Tage. Aber der Besuch bei Stacy war zu kurz. Da gebe ich Dir Recht.“

Genie führte den jungen Mann in das Innere des Hauses und wies auf die Treppe, die die Küche vom Wohn- und Esszimmer trennte. „Oben sind die Schlafzimmer und das Bad. Ich hoffe, Dir gefällt es.“

„Ich stelle keine hohen Ansprüche. Ein Bett oder irgendetwas, auf oder in dem ich schlafen kann. Mehr brauche ich nicht, Genie“, meinte Sidney, während er mit ihr die Stufen hinauf ging.

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„Unser Gästezimmer ist zwar nicht sehr groß, aber dafür ist es hier sehr ruhig. Das Badezimmer befindet sich auf der anderen Seite des Ganges, direkt neben unserem Schlafzimmer“, erklärte Genie dem Freund, während die beiden durch die Tür traten.

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„Oh, das ist aber sehr schön und vor allem hell. Tolle Bilder. Hast Du die selbst fotografiert?“, wandte er sich fragend an die junge Frau. Genie war neben ihrem Job als Jugendamtsleiterin Hobbyfotografin. Ihre Lieblingsmotive waren Landschaften und Tiere.

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„Ja, das war in Granit Falls. Wir waren dort wandern“, wie sie auf besagtes Bild.

„Sieht sehr schön aus, auch mit dem Rahmen. Aber das andere sieht auch toll aus. Ich liebe Winterlandschaften“, sagte Sidney, während er auf dem Bett Platz nahm.

„Dankeschön. Freut mich, wenn es Dir gefällt. Du kannst das Fenster gerne schließen, wenn es Dir zu warm ist und die Klimaanlage einstellen. Momentan kühlt es auch abends leider nicht ab.“

„Ach“, winkte der junge Mann ab. „In Manhattan war es auch sehr warm. Mir macht das nicht so viel aus. Die eine Nacht.“

„Okay, dann lasse ich Dich jetzt alleine. Ich bin unten in der Küche. Wenn Du die Treppe runter kommst, gleich links. Aber das hast Du ja gesehen. Du trinkst doch auch einen Kaffee?“

Sidney nickte. „Da sage ich nicht Nein.“

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Einige Minuten später saßen sie in der Küche bei einer Tasse Kaffee zusammen. Genie musterte ihren Gast aufmerksam und konnte sich dabei ein Grinsen nicht verkneifen. Etwas irritiert zog Sidney eine Augenbraue nach oben und fragte schließlich: „Warum grinst Du gerade wie ein Honigkuchenpferd?“

„Och, tu ich das? Ist nicht böse gemeint, Sid. Aber, als ich Dich das letzte Mal gesehen hatte, da saßen Deine Hosen enger und die Shirts waren weiter. Du hast abgenommen. Steht Dir aber gut.“

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„Dankeschön. Viel muss ich nicht machen, beim FBI halten sie Dich auf Trab. Tägliches Joggen vor dem Dienst, zwei- bis dreimal die Woche in der Mucki-Bude und ich fahre sehr viel Rad. Habe jetzt fast 10 Kilo weniger und fühle mich dabei pudelwohl.“

Genie nickte zustimmend. „Das kann ich mir denken. Aber das ist es nicht allein. Du wirkst entspannter und auch glücklich. Kann das sein? Steckt da etwa eine Frau dahinter?“, fragte sie Augen zwinkernd.

Sidney stöhnte auf. „O je, daran hätte ich denken sollen. Du und Deine Kinesik. Wie habe ich mich denn verraten?“, wollte er neugierig wissen.

Doch Genie winkte mit der Hand ab. „Nee, nee, Sid. Das war nicht der Grund. Du wirkst ganz einfach entspannt, rundum zufrieden und Deine Augen strahlen. Also raus mit der Sprache. Wer ist sie, kenne ich sie?“

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Genie hatte schon immer ihre Neugierde nur schwer zügeln können, so dass Sidney ihr schließlich seufzend antwortete: „Ja, ich bin verliebt. Sie ist meine ehemalige Mitbewohnerin.“

„Welche denn? Soweit ich weiß, hattest Du damals mit drei Mädchen zusammen gewohnt. Also, wer von denen ist es jetzt? Etwa Lindsay, die Anwältin? Ach lass‘ Dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen, Sid.“

Der junge Mann ergötzte sich an Genie‘ s Neugierde, während sie unruhig auf ihrem Sitz hin- und her zappelte. Sie hat sich kein bisschen verändert, dachte er, während er sie wieder als quirligen Teenager vor sich sah, dem er mindestens einmal die Woche die Fahrradkette hatte richten müssen. Schmunzelnd meinte er schließlich: „Na schön, bevor Du noch einen Herzkasper bekommst. Es ist Paige.“

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Genie runzelte die Stirn und Sidney sah es in ihrem Kopf arbeiten. „Paige?“, kam es gedehnt aus ihrem Mund. „Etwa die, mit der Du immer gelernt hast und die nirgendwo mitgegangen ist, wenn Ihr irgendwo hin seid?“

Sidney nickte. „Ja, genau die. Ich hatte sie damals schon gemocht. Aber leider hat sie sich immer zurückgezogen, wenn wir weg gegangen sind.“

„Und wie ist es dann jetzt zwischen Euch passiert?“

Schließlich berichtete er ihr, was sich in New York in den letzten beiden Tagen ereignet hatte und wie glücklich er sich in ihrer Nähe gefühlt hatte.

Als er geendet hatte, schmunzelte Genie: „Oh, Dich hat es aber ganz schön erwischt. Und Paige? Sieht sie es genauso?“

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Sidney zuckte mit den Achseln. „Na ja, auch wenn sie es mir nicht direkt gesagt hat, aber ich habe gespürt, dass es ihr auch so geht. Wenn ihre Ausbildung fertig ist, wird sie mich besuchen kommen. Ich habe ihr auch angeboten, solange bei mir zu wohnen, bis sie etwas Eigenes gefunden hat. Aber es wäre natürlich sehr schön, sie würde bei mir wohnen bleiben. Momentan ist das jedoch noch kein Thema.“

Genie nickte zustimmend mit dem Kopf. „Quantico. Ja, das verstehe ich. Wie lange dauert ihre Ausbildung denn?“

„Siebzehn Wochen, völlig abgeschirmt von der Außenwelt, keinen Kontakt zu Familie und Freunde. Es ist schon hart, aber sie wird es schaffen, das weiß ich.“

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„Wow, das ist in der Tat recht lange und ich kann mir vorstellen, dass da so mancher vorzeitig hinwirft.“

„Ja, das war auch bei mir damals so“, stimmte ihr Sidney zu. „Die Ausbildung ist sehr hart und verdammt schwer. Nur die Besten schaffen es und die Durchhaltequote liegt bei gerade einmal fünf Prozent, das ist sehr wenig. Aber Paige ist sehr ehrgeizig und diszipliniert. Ich weiß, dass sie es schaffen wird. Ich habe ein gutes Gefühl bei ihr.“

Beide nahmen ihre Tassen in die Hand und nahmen einen Schluck des dunklen aromatischen Gebräus.

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„Magst Du noch einen Kaffee, Sid?“, schaute Genie den jungen Mann fragend an.

„Nein, Danke. Eine Tasse reicht. Ich hatte schon zwei Tassen am Flughafen getrunken.“

Genie nickte und erhob sich, um ihre Tasse in die Spüle zu stellen. „Adam möchte später grillen. Ich mache schnell noch eine Portion Grillkäse und anschließend könnten wir in den Garten rausgehen. Ist das okay?“

„Ja, gerne.“

Genie lächelte, während sie den Käse aus dem Kühlschrank nahm.

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„Eure Küche gefällt mir, auch der Stil passt hervorragend zum Haus. Mein Kompliment, Ihr habt das sehr geschmackvoll eingerichtet.“

Genie würzte das zweite Stück Grillkäse und gab diesen ebenfalls in die Pfanne, während sie das andere Stück wendete. „Wir haben erst im letzten Jahr die Küche und die oberen Zimmer renoviert. Den Flur haben wir vor kurzem erst gestrichen. Da müssen wir die Bilder erst wieder aufhängen. Außerdem fehlen noch die Blumen und ein bisschen Deko. Bis auf das dritte Zimmer sind wir jetzt aber soweit fertig“, erwiderte sie.

„Arbeits- oder Hobbyzimmer?“, wollte Sidney neugierig wissen, der Genie vom Thekentisch aus zusah.

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„Nee, nicht wirklich. Es ist eigentlich als Kinderzimmer gedacht.“

„Warum eigentlich?“, hakte Sidney nach, der sich von seinem Barhocker erhoben hatte, um seine schmutzige Tasse in die Spülmaschine zu stellen.

„Tja, irgendwie will es nicht so richtig klappen. Mein Frauenarzt vermutet zu viel Stress dahinter. Ich habe momentan einfach zu viel um die Ohren. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf“, antwortete sie, während sie noch ein wenig Kräuter auf den Grillkäse streute.

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„Das solltet Ihr auch nicht. Vielleicht mal in Urlaub fahren oder ein verlängertes Wochenende. Dann ist es also kein medizinisches Problem oder so?“

„Nein, bei uns beiden ist alles in Ordnung. Wir haben uns testen lassen. Es ist wohl wirklich stressbedingt. In Adam‘ s Semesterferien wollen wir zwei Wochen wegfahren, einfach mal die Seele baumeln lassen.“

Sidney sah nickend aus dem Fenster. „Ja, eine Luftveränderung wird Euch Beiden gut tun. Und Adam wird sich sicherlich auch freuen, mal etwas Ruhe vor seinen Studenten zu haben.“

Genie lachte. „So sieht‘ s aus.“

Adam Denson lehrte an der hiesigen Universität Willow Creek‘ s Politikwissenschaft und Soziologie und war im letzten Jahr zum Professor ernannt worden. Eine große Auszeichnung, die er sich redlich verdient hatte. Er galt als sehr umgänglich, hatte einen hohen Gerechtigkeitssinn, war äußerst beliebt bei Schülern und im Kollegium und hatte stets ein offenes Ohr für seine Studenten. Zudem leitete er mit einem befreundeten Kollegen das Football-Team, das sie im letzten Jahr zur College-Meisterschaft geführt hatten.

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„So, fertig“, meinte Genie. Sie nahm die Pfanne vom Herd und gab den Grillkäse auf eine Servierplatte, die sie einem der Schränke entnommen hatte.

„Hm, das riecht echt lecker.“

„Hast Du Hunger? Wenn Du willst kann ich Dir ein paar Brote machen, bis wir dann nachher essen“, bot Genie ihm an.

„Nein, ich hatte im Flieger gefrühstückt und außerdem gestern Abend noch gut gegessen. Da fällt mir gerade ein…“ Er fingerte sein Handy aus der Hosentasche seiner Jeans und öffnete den Sperrbildschirm, während ihm Genie neugierig dabei zusah.

„Was willst Du mir denn zeigen?“

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„Einen kleinen Moment“, murmelte Sidney und wischte mit seinem Finger über das Handy. „Na, wo ist es denn?“ Nachdem er fündig geworden war, strahlte er über das ganze Gesicht und hielt ihr das Handy unter die Nase. „Hier. Das ist Paige.“

„Wow. Das ist sie?“, entfuhr es Genie anerkennend. „Sie ist wunderschön. Aber hatte sie nicht eine Brille getragen?“

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Sidney hatte Genie oftmals Bilder geschickt, auch einige, die ihn mit seinen drei Mitbewohnerinnen gezeigt hatten. „Sie hat sich die Augen lasern lassen. Jetzt kommen ihre grünen Augen erst so richtig zur Geltung.“

Genie gab ihm wieder das Handy zurück. „Ja, da hast Du Recht. Sie ist sehr attraktiv. Ich freue mich für Dich, Sid und hoffe, es klappt zwischen Euch. Ich drücke Dir die Daumen.“

„Ja, ich hoffe es auch“, meinte er schwärmend, ehe er sein Handy wieder in die Hosentasche steckte.

„So, dann lass‘ uns mal nach draußen gehen.“

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„Ich hatte übrigens vor etwa einem halben Jahr eine Anfrage Deines Arbeitgebers“, informierte Genie ihren Gast, als sie gemeinsam den Garten betraten.

Überrascht zog er eine Augenbraue nach oben. „Du? Und weshalb, wenn ich fragen darf?“

„Nun ja, ich vermute mal, in erster Linie wegen meiner Kinesik-Fähigkeit. Die hat sich wohl bis nach Washington herumgesprochen.“

„Und um was ging es?“ Fragend sah Sidney die junge Frau von der Seite an.

„Ich sollte ihnen bei der Geschworenen-Auswahl behilflich sein. Ob sie geeignet dafür sind, ihre Glaubwürdigkeit. So in der Art. Aber ich habe das abgelehnt.“

„Aber warum denn? Es wäre doch bestimmt interessant gewesen. Ein lukrativer Job, wenn Du mich fragst.“

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Doch Genie schüttelte den Kopf. „Mein Leben ist hier, Sid. Meine Familie, mein Job, die Kinder auf der Straße. Für nichts auf der Welt möchte ich das für DC tauschen. Na ja und wenn es wirklich mit dem Kinderwunsch klappen würde…“

Sidney lächelte. „Verstehe. Ja, man muss Prioritäten setzen können. Kinder möchte ich auch irgendwann. Aber dazu bräuchte ich erst einmal die passende Frau, ne“, lachte er Genie an.

„Ich dachte, Paige…?“

„Paige?“, wiederholte Sidney. „Dazu müssten wir erst einmal zusammenkommen. Aber ich bin guter Dinge und alles andere wird sich zeigen.“

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Während Genie ins Haus zurückgegangen war, da das Telefon geklingelt hatte, stand Sidney gedankenverloren vor dem Brunnen, der sehr geschmackvoll angelegt war, wie er fand. Das hat Genie bestimmt selbst gemacht. Sie hat einfach ein Geschick für Deko. Richtig hübsch ist es hier. Fehlen nur noch die Kinder. Ob in meinem Garten auch irgendwann einmal Kinderfüßchen den Rasen betreten werden? Oder bin ich zu egoistisch? Ich habe einen Job, der mich mehr als ausfüllt und nicht immer ungefährlich ist. Und wenn Paige dann auch beim FBI ist? Wann hätten wir denn da die Zeit? Irgendeiner müsste kürzer treten und es würde wohl sie treffen. Ach, was mache ich mir Gedanken über etwas, das noch gar nicht eingetreten ist, dachte sich Sidney.

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Kapitel 28.1 folgt...
Zuletzt geändert von cheli24 am 10.06.2018, 11:52, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von Simsi68 » 17.05.2018, 09:48

Hallo Marga :winken02

Aaaah, Sid ist nun bei Genie zu Besuch… :nicken

Oooh, ich sehe gerade, Genie wohnt ja ganz nahe dem tollen Wunder-Baum, über den man in diese wunderschöne andere Welt gelangen kann! Da war ich schon oft mit meinen Sims :grins

Man merkt, dass sich die beiden schon lange nicht mehr gesehen haben; sie haben sich so viel zu erzählen. Das finde ich toll! :daumenhoch2

Das Haus sieht übrigens toll aus! Auf jeden Fall das, was man bisher davon gesehen hat. Wirklich beeindruckend! :klatschen2
Oh, und der Garten erst… Der ist ja wirklich wunderschön! :klatschen1 :daumenhoch1

Aha, Sid denkt, als er alleine im Garten von Genie steht, über „seine“ Zukunft nach, so wie er sie sich wünschen würden würde. Mit Paige… :verliebt:
Na, ich hoffe wirklich sehr, dass die beiden zusammen kommen! :verliebt


Das war wieder ein sehr schönes und unterhaltsames Kapitel, Text alles in allem wieder super geschrieben und wie immer mit sehr schönen und vielsagenden Bildern versehen! Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

Und jetzt bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht!

LG Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Re: Willow Creek - Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 10.06.2018, 16:23

Hallo Astrid, :winken

oh je, schon fast wieder ein Monat her, seitdem ich das letzte Kapitel geposet hatte. Bevor es jetzt aber endlich weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder riesig gefreut habe.
:klatschen1

Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Hallo Marga :winken02 Aaaah, Sid ist nun bei Genie zu Besuch… :nicken

Ja, richtig. Und weißt Du jetzt auch, wer die Teenager damals waren??? :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Oooh, ich sehe gerade, Genie wohnt ja ganz nahe dem tollen Wunder-Baum, über den man in diese wunderschöne andere Welt gelangen kann! Da war ich schon oft mit meinen Sims :grins

Echt? Da siehste mal, dass ich einfach zu wenig zum Spielen komme. Ich habe keine Ahnung, dass da irgendwo ein Baum ist. :confus3 Ich nehme mal an, dass Du den Baum meinst, mit dem Du die Pflanzen-Challenge gemacht hattest. Ne? Und von da kommt man in eine andere Welt?
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Man merkt, dass sich die beiden schon lange nicht mehr gesehen haben; sie haben sich so viel zu erzählen. Das finde ich toll! :daumenhoch2


Ja, es sind schon einige Jahre her. Sie telefonieren zwar ab und an und mailen auch, aber mehr Kontakt besteht da leider nicht, was beide sehr bedauern.
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Das Haus sieht übrigens toll aus! Auf jeden Fall das, was man bisher davon gesehen hat. Wirklich beeindruckend! :klatschen2 Oh, und der Garten erst… Der ist ja wirklich wunderschön! :klatschen1 :daumenhoch1

Ich glaube, das ist ein EA-Haus, das ich nur weitläufig umgebaut und aufgestockt habe. Oder habe ich es selbst gebaut? :confus3 Sorry, ich weiß es nicht mehr. Ich muss mal nachschauen, ob da irgendwo in Willow Creek solch ein Grundriss steht und welche Infos in der Bibliothek vermerkt sind. Ich habe lange daran herum gebaut, das weiß ich noch. Oh man, man wird alt. Aber ich habe schon einige Häuser gebaut, deshalb kann ich mich manchmal nicht mehr daran erinnern. Aber es freut mich, wenn es Dir gefällt. :hug02 Wenn Du willst, kann ich ein paar Bilder von dem Haus in meinen Thread posten.
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Aha, Sid denkt, als er alleine im Garten von Genie steht, über „seine“ Zukunft nach, so wie er sie sich wünschen würden würde. Mit Paige… :verliebt: Na, ich hoffe wirklich sehr, dass die beiden zusammen kommen! :verliebt

Ja, er vermisst sie. Aber ich würde mir auch wünschen, wenn die Zwei zusammenkommen werden.
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Das war wieder ein sehr schönes und unterhaltsames Kapitel, Text alles in allem wieder super geschrieben und wie immer mit sehr schönen und vielsagenden Bildern versehen! Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02


Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat. Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid.
:hug02
Simsi68 hat geschrieben:
17.05.2018, 09:48
Und jetzt bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht!


Gleich im Anschluss geht es mit dem 2. Teil des Kapitels weiter.


LG Marga

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von cheli24 » 10.06.2018, 16:25

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken :winken

so, weiter geht es mit dem zweiten Teil von Sidney' s Besuch bei Genie.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)




Kapitel 28.1




Zurück in der Heimat - Teil 2 -





Wenig später blätterte der junge Mann interessiert in den Fotoalben, die ihm Genie zur Ansicht gebracht hatte. „Die anderen Bilder habe ich noch nicht. Sie haben am letzten Wochenende ihr Ehegelöbnis auch noch einmal mit Freunden abgehalten. Aber, wenn ich sie habe, dann schicke ich Dir einige per Mail.“

„Sie sind ein sehr schönes Paar. Tiffany ist ja noch hübscher geworden.“

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Nachdem er alle Alben angesehen hatte, stellte er sie zurück auf den Tisch. Lächelnd sah er sich um: „Hier ist es wirklich schön idyllisch und so ruhig.“

„Sagt der, der hoch über allen Dächern wohnt“, gab ihm Genie grinsend zur Antwort.

„Na ja, schon. Aber es ist nicht so ruhig, wie bei Euch hier. Bei Paige war es auch schön, aber eben auch ziemlich laut. Manhattan eben.“

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„Ich habe übrigens Neuigkeiten, was Sheffler betrifft“, wechselte Sidney plötzlich das Thema, um auf den Grund seines Besuches zu kommen.

Sofort war Genie‘ s Aufmerksamkeit geweckt. „Und, habt Ihr etwas herausgefunden?“

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In kurzen Worten berichtete er ihr, was Paige und er herausgefunden hatten. Entgegen ihrer Gewohnheit hatte sie ihn dabei kein einziges Mal unterbrochen. Als er geendet hatte, blieb es erst einmal eine Weile ruhig. Sidney sah der Freundin an, wie es hinter ihrer Stirn arbeitete. Schon damals hatte sie diese immer kraus gezogen, wenn sie nachgedacht hatte.

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„Das ist ja unglaublich“, brach es schließlich aus ihr heraus. „Sheffler ist CEO dieser Firma, in der es zwei Vergewaltigungsfälle gegeben hatte? Und Du sagst, der Bericht wäre unvollständig und es würden auch ansonsten wichtige Details fehlen?“ Fragend sah sie ihn an, während er nickte.

„Ja, das ist richtig. Als ehemaliger Cop weiß ich, wie ein Ermittlungsbericht auszusehen hat und der ist unvollständig. Ob etwas herausgenommen wurde, kann ich nicht beurteilen. Aber Shelly‘ s vermeintliche Schwangerschaft, was meinst Du dazu? Warum hätten die so etwas erfinden sollen?“

Genie sah ihn nachdenklich an. „Ich hatte immer gedacht, das wäre es gewesen, was sie mir damals so dringend erzählen wollte. Es würde doch auch einen Sinn ergeben. Stell‘ Dir mal den Skandal vor, wenn das herausgekommen wäre. Hm. Ich kenne einige der Medienvertreter. Ich werde mich mal dort erkundigen. Warum hätten sie so etwas schreiben sollen, wenn es nicht zugetroffen hätte? Ich habe übrigens auch mit einigen Kindern gesprochen, die bei den Sheffler‘s in Pflege waren.“

„Und? Was ist dabei herausgekommen?“

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Aufmerksam musterte Sidney seine Jugendfreundin, während diese seufzend erwiderte: „Nicht viel. Aber ich treffe mich nächste Woche mit einer jungen Frau, die als Kind bei den Sheffler’s war und als Teenager offensichtlich sein Interesse geweckt hatte.“

Überrascht riss Sidney die Augen auf. „Echt? Inwiefern?“

„Das werde ich dann erfahren. Sie kam als Sechsjährige zu den Sheffler’s und blieb etwa acht Jahre bei ihnen. Sie und ein anderes Mädchen hatten die damals zuständige Sozialarbeiterin später um andere Pflegeeltern gebeten. Da sie sehr verstört gewirkt hatten, war man ihrer Bitte schließlich nachgekommen.“

„Was meinst Du mit verstört?“

Genie seufzte auf. „In der Akte war vermerkt worden, dass es häufig zu Streitereien zwischen ihnen und den Sheffler‘ s gekommen war. Eine Untersuchung der Mädchen hatte schließlich eine Anomalität ihres Allgemeinzustandes ergeben. Zudem hatte eine davon Schnitte an ihren Armen.“

„Schnitte? Meinst Du, sie hat sich geritzt?“

Genie nickte. „Vermutlich und sie waren beide keine Jungfrauen mehr.“

„Wie alt waren sie denn?“ Sidney sah sie Stirn runzelnd an.

„Tammy war damals 14 und Rosanne 13.“

„Sexueller Missbrauch?“, fragte er besorgt.

„Schwierig zu sagen. Sie hatten aber wohl schon regelmäßigen Verkehr. So stand es zumindest in der Akte. Namen hatten sie keine genannt, vermutlich aus Angst.“

„Denkst Du an Kinderprostitution oder irgendwelche Pädophile?“

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Genie schloss müde die Augen. „Ich will mir das gar nicht vorstellen. Habe gerade eine Fünfzehnjährige, die offensichtlich von ihrem Freund auf den Strich geschickt wird. Es ist immer dasselbe, Sid. Die Mädchen können oder wollen nicht reden. Was sollen wir denn dann machen, wenn wir es diesen Schweinen nicht nachweisen können? Bis wir dann eingreifen können, ist es meistens schon zu spät.“

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Sidney nickte. „Ich weiß, was Du meinst. Und mit einem dieser Mädchen triffst Du Dich also nächste Woche.“ Es klang mehr nach einer Feststellung, als nach einer Frage.

„Ja, mit Tammy Forster. Sie ist mittlerweile 20 und bereit, mit mir zu reden.“

„Ist das nicht gefährlich?“, warf Sidney skeptisch ein.

„Na ja, es ist schon ein wenig brisant. Man weiß ja nicht, wer dahinter steckt“, gab Genie zu Bedenken. „Ob es sich um einen Pädophilen-Ring oder ähnliches handelt, weiß ich noch nicht, Sid. Aber ich habe mittlerweile auch das FBI eingeschaltet. Sie ermitteln in alle Richtungen und haben Sheffler jr. ins Visier genommen. Vorgestern habe ich ihnen einen Besuch abgestattet, um nach dem Rechten zu sehen und mich zu vergewissern, dass die Kinder gut untergebracht sind. Unter anderem befindet sich bei ihnen derzeit die kleine Marnie.“

„Marnie?“


Genie berichtete dem Jugendfreund in kurzen Zügen, was ein Sadist dem kleinen Mädchen und dessen Mutter angetan hatte.

„Oh, mein Gott. Das ist ja furchtbar“, entfuhr es dem jungen Mann unwillkürlich, nachdem Genie geendet hatte.

Sie seufzte. „Ja, das ist es in der Tat. Die Kleine leidet entsetzlich darunter, ihr Sprachzentrum ist seit dem Vorfall massiv gestört.“

„Stottert sie?“, wollte Sidney neugierig wissen.

„Nein, sie hat eine ausgeprägte Sprachblockade, sie spricht nicht. Ich war mit ihr schon bei einem Logopäden. Aber es ist ein psychisches Problem. Wie dem auch sei. William Sheffler‘ s Verhalten war irgendwie merkwürdig. Er war zuvorkommend und nett, keine Frage. Aber für meine Begriffe ein wenig übertrieben nett. Du weißt ja, dass ich in Gesichtern lesen kann und irgendwie habe ich kein gutes Gefühl. Irgendetwas stimmt da nicht. Das rieche ich auf eine Entfernung von Hundert Meilen.“

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Sidney sah die Freundin aufmerksam an und meinte schließlich: „Mal angenommen, Du hast Recht und es ist etwas im Gange. Wie willst Du vorgehen, sollte das wirklich höhere Kreise mit sich ziehen? Ich meine, davon müsst Ihr auch ausgehen und was passiert dann mit dieser jungen Frau, Tammy?“

Genie seufzte auf. „Das ist eine berechtigte Frage und in der Tat sehr schwierig.“

„Zeugenschutzprogramm?“, fragte Sidney interessiert.

„Ich denke nicht, dass wir so weit gehen müssen.“

„Das kannst Du nicht wissen, Genie. Du kennst die Drahtzieher nicht und wer alles mit involviert ist. So oder so wäre es ein Risiko, dem die junge Frau ausgesetzt wäre.“

„Was meinst Du genau damit, Sid?“ Leichtes Unbehagen mischte sich in Genie‘ s Frage.

„Na ja, überleg mal. Wenn es sich wirklich um einen Ring handeln sollte, dann würde sich mir als Ermittler zu allererst die Frage stellen, wie das über einen solch langen Zeitraum unbemerkt bleiben konnte? Dass die Mädchen nicht reden können oder wollen, in Ordnung. Die Frage ist aber doch, wo hätte dieser Missbrauch stattfinden sollen? Im Haus der Sheffler‘ s, an einem geheimen Ort? Wenn ja, wo? Gibt es eine geheime Location, wer steckt dahinter? Schließlich auch, ob das dem Jugendamt bekannt war. Findet ein eventueller Missbrauch immer noch statt? Als Ermittler wäge ich Für und Wider ab, zeichne ein Schaubild, versuche Verbindungen aufzubauen. Verstehst Du, was ich damit sagen will?“

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Genie nickte. „So in etwa. Dann war es doch nicht falsch gewesen, das FBI eingeschaltet zu haben, oder?“, wollte sich Genie vergewissern.

„Nicht generell, das nicht. Aber bedenke auch, dass der alte Sheffler Beziehungen bis in die höchsten Kreise hat. Wie weit diese gehen, wissen wir nicht. Was machst Du beispielsweise, sollte es bis… Langley zum Beispiel gehen?“, fragte er vorsichtig.

Entsetzt starrte Genie ihr Gegenüber an, als hätte er ihr gerade ein unmoralisches Angebot unterbreitet. „Langley? Das kann doch nicht Dein Ernst sein.“

„Aber auszuschließen ist es auch nicht, Genie. Wir müssen herausbekommen, wie weit die Kontakte des Alten reichen. Möglich wäre alles.“

„Aber doch nicht… Nein Sid, was hätten die davon? Dafür ist Sheffler ein zu kleines Licht.“

„Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Davon hast Du bestimmt auch schon gehört. Oder?“ Als sie nichts darauf antwortete, meinte Sidney verständnisvoll. „Letztendlich ist es nur eine Theorie. Nicht mehr und nicht weniger.“

„Ja, aber Verschwörungstheorien und Geheimdienstkreise sind ein gefährliches Terrain“, wandte Genie unsicher ein.

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Das fand der junge Mann auch und so wechselte er rasch das Thema, indem er sein Smartphone aus der Hosentasche fischte und seine Notizen öffnete. Er war einen kurzen Blick darauf und fragte schließlich: „Sag‘ mal, was hat es jetzt eigentlich mit dieser Gail Richardson auf sich? „Du hattest am Telefon erwähnt, sie würde Sheffler von früher kennen?“

Genie nickte. „Ja, das stimmt. Sie wurde von ihm auf seiner Verlobungsfeier massiv bedrängt.“

Erstaunt sah er sie an. „Was meinst Du mit bedrängt? Sexuell oder…“

„Ja“, unterbrach ihn Genie. „Er wollte ihr an die Wäsche gehen.“

„Boah“, schüttelte sich Sidney angewidert. „Und das an der Verlobungsfeier. Was hatte denn seine Verlobte dazu gesagt?“

Genie zuckte die Achseln. „Keine Ahnung. Aber Gail konnte ihn außer Gefecht setzen und ist dann davon gerannt.“ Sie hielt kurz inne, ehe sie fortfuhr. „Dorothy Sheffler macht nach außen hin einen selbstbewussten Eindruck. Sie spielt die perfekte Gastgeberin. Aber bei meinem Besuch vorgestern wirkte sie irgendwie eingeschüchtert, als sich ihr Mann zu uns gesellt hatte.“

„Ich verstehe Richardson‘ s Reaktion. Hätte ich wohl auch so gemacht und ihm noch eins übergebraten. So ein Dreckschwein. Denkst Du, er unterdrückt seine Frau oder schlägt sie gar?“

„Aufgefallen ist mir nichts. Aber auszuschließen ist es auch nicht.“

Sidney hüstelte leicht verlegen, als er vorsichtig fragte: „Denkst Du, ich könnte… mich mal… mit dieser Gail unterhalten? Ich hätte da nämlich ein paar Fragen an sie.“

Zu seiner Enttäuschung schüttelte Genie jedoch energisch den Kopf. „Nein Sid, tut mir Leid. Aber das halte ich für keine gute Idee.“

„Weil...?“, unterbrach er sie überrascht.

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Doch Genie gab ihm darauf keine Antwort und fragte anstatt dessen: „Möchtest Du auch eine Zitronenlimonade? Ich habe Durst.“

„Ja, gerne. Aber…“ Etwas verwirrt sah er sie an, konnte sich ihre plötzliche Reaktion nicht erklären.

„Okay, ich bin gleich wieder zurück.“ Sie erhob sich und stapelte die Fotoalben aufeinander, um sie wieder zurück in den Schrank zu stellen.

Derweil stand Sidney auf und lief zum Swimmingpool. Hm, warum will sie nicht, dass ich mit Gail Richardson spreche? Was ist denn dabei? Verstehe ich irgendwie nicht. Er besah sich die Hausfassade und den Swimmingpool. Das Haus ist wirklich sehr schön. Das Gras um das Fundament finde ich auch toll, sieht klasse aus. Das könnte ich bei mir auch so machen. Ich habe doch noch so einiges am Haus zu tun, bevor Paige kommt. Wie es ihr wohl geht? Oh, ich könnte sie ja mal schnell anrufen. Ich sollte ihr doch Bescheid geben, wenn ich angekommen bin.

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Rasch zog er sein Handy aus der Hosentasche und drückte die Schnellruftaste. Es klingelte eine Weile, ehe sich Paige meldete. Aber zu Sidney‘ s Enttäuschung war sie nicht selbst dran, sondern nur die Mail-Box. Der junge Mann seufzte auf und meldete sich schließlich mit den Worten: „Hallo Paige. Schade, dass Du nicht da bist. Ich hatte mich so gefreut, Deine Stimme zu hören und mit Dir zu plaudern. Nun gut, ich wollte Dir nur kurz mitteilen, dass ich gut in Willow Creek angekommen bin. Hat alles wunderbar geklappt. Ich sitze gerade mit Genie im Garten. Dann mach‘ s gut. Vielleicht hören wir uns noch, bevor Du nach Quantico fliegst. Bye.“ Bevor er jedoch das Gespräch beendete, sagte er noch rasch hinterher: „Du fehlst mir, Paige.“

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Jedoch erklang fast zeitgleich der Piepston, der das Ende der Aufnahme andeutete. Ob sie es wohl noch gehört hat, grübelte Sidney, der seine Enttäuschung nur schwer verbergen konnte. In der Zwischenzeit war auch Genie mit den Getränken zurückgekommen. Erstaunt sah sie ihn an, als er wie geistesabwesend am Rande des Swimmingpools stand.

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„Alles in Ordnung, Sid?“

„Ich sollte Paige mitteilen, wenn ich angekommen bin“, meinte er, während er sich wieder zur Sitzgruppe begab, auf der Genie bereits Platz genommen hatte.

„Du musst Dich doch vor mir nicht rechtfertigen, Sid.“

„Schon gut. Sie war leider nicht da.“

„Machst Du deshalb so ein Gesicht?“, versuchte Genie in seinem Gesicht zu lesen.

„Na ja, ich hätte mich gefreut, ihre Stimme zu hören. Aber nun, ja. Kann man nichts machen.“

„Hey, Du kannst es ja später oder morgen nochmal versuchen“, sprach sie ihm Mut zu. Sie spürte, dass er enttäuschter war, als er es selbst vor sich zugeben würde.

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Sidney nahm das Glas in die Hand und trank einen großen Schluck. „Hm, ist das lecker. Selbst gemacht?“

Genie schmunzelte. „Natürlich, Du kennst mich doch. Ich mag dieses künstliche Zeug nicht. Naturprodukte sind viel besser. Adam hat übrigens angerufen“, informierte Genie den jungen Mann. „Er wird gegen fünf da sein.“

„Ah, das ist klasse. Wenn ich Dir noch etwas helfen soll…“

„Nein, das musst Du nicht, Sid. Ich habe schon alles vorbereitet.“

„Na dann.“ Er räusperte sich leicht, ehe er sagte: „Du hast meine Frage vorhin nicht beantwortet, Genie. Warum hältst Du es für keine gute Idee, mich mit Gail Richardson sprechen zu lassen?“

„Weil… nun ja…“ Sie seufzte auf. „Sid, es ist so. Gail hat sich endlich nach langem Hin und Her entschlossen, eine Therapie zu machen.“

„Verstehe. Und das wollte sie nicht? Ist es denn so schlimm?“, wollte Sidney neugierig wissen.

„Na ja, was heißt schlimm? Sie hatte es bisher mehr schlecht als recht verdrängt. Sie fühlt sich mitschuldig an dem Suizid ihrer ehemaligen Kollegin.“

„Aber warum denn?“, riss der junge Mann verwundert die Augen auf. „Klar, ich habe die Akte gelesen. Aber ich verstehe es nicht so recht. Es wird nirgendwo erwähnt, dass sich Hollister umgebracht hatte, weil ihre Kollegin nicht aussagen wollte“, schüttelte Sidney verständnislos den Kopf.

„Ich weiß, Sid. Aber sie empfindet es so. Gail sagt sich, hätte sie ihr beigestanden, wäre es nicht so weit gekommen.“

„Das kann man im Voraus nie wissen, Genie. Es ist nicht gesagt, dass sie es dann nicht getan hätte.“

„Richtig“, stimmte ihm sie zu. „Aber erklär‘ ihr das mal. Das ist nicht so einfach.“

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Es blieb eine Weile still und sie lauschten dem nahen Wasser und den Vögeln in den Bäumen, während sich in der Ferne ein Raddampfer flussabwärts bewegte. Sidney lächelte, so dass Genie ihn fragend ansah. „Was ist?“

„Ach nichts. Ich habe mich nur daran zurückerinnert, wie wir immer mit unseren Fahrrädern zum Fluss hinunter geradelt sind.“

„Vorausgesetzt, meine Fahrradkette ist nicht wieder rausgesprungen. Wie oft hast Du sie mir gerichtet?“

„Oh, bestimmt zwei-, dreimal in der Woche. Du wolltest ja nicht mit meinem Rad fahren.“

„Na ja, der Sattel war zu hoch. Außerdem, bis ich mich mit meinem Hintern über den Sattel geschwungen hätte, wäret Ihr schon wieder zurückgekommen.“

Sidney stieß ein lautes Lachen aus. „Du tust ja gerade so, als wärst Du eine Tonne gewesen.“

„Schlank war ich aber auch nicht gerade. Also im Gegensatz zu Shelly.“

„Was habt Ihr Frauen eigentlich immer mit Eurem Gewicht? Erst Paige, jetzt Du. Wir können doch nicht alle gleich aussehen. Das wäre ja furchtbar. Shelly hatte eine ganz andere Statur, außerdem war sie einen Kopf größer als Du. Also, ich fand Dich nie zu dick, Genie.“

„Ja, heute sehe ich das auch anders. Aber damals… Man zieht nun mal Vergleiche mit anderen Mädchen. Habt Ihr Jungs doch auch gemacht. Aber hören wir auf mit diesem Kinderkram. Erzähl‘ mal, wie es beim FBI so ist.“

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Lachend lehnte sich Sidney zurück und berichtete Genie, was er schon so alles erlebt hatte. Genie wäre jedoch nicht Genie, wenn sie ihn nicht ständig mit ihren Fragen unterbrochen hätte. Als er schließlich geendet hatte, war fast eine Stunde vergangen.

„Wow, hört sich echt toll an. Aber auch ein wenig abartig, oder?“

Sidney wurde ernst, als er leise antwortete: „Man kann nicht in die Köpfe der Menschen hineinschauen und manchen sieht man es wirklich nicht an. Da ist der nette Familienvater, der samstags sein Auto wäscht, mit seinen Kindern angeln geht und sich nachts Kinderpornos anschaut. Oder die fleißige Hausfrau und liebevolle Mutter, die einem Nebenverdienst im horizontalen Gewerbe nachgeht. Es ist schwierig zu sagen, ob aus einem Kind, das Tiere quält, später ein Mörder oder Psychopath wird. Keiner weiß, wie abgrundtief eine Seele sein kann. Da spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.“

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Genie seufzte auf. „Ja, da hast Du Recht. Ich habe das auch schon erlebt. Man gibt ihnen immer wieder eine Chance. Aber letztendlich war die Hilfe umsonst.“

Sie wollte sich gerade von ihrem Stuhl erheben, als Sidney plötzlich fragte: „Kann ich Dich mal etwas fragen?“

Überrascht sah Genie den jungen Mann an und nickte schließlich. „Sicher. Was willst Du denn wissen?“

„Was hat eigentlich den Ausschlag gegeben, dass Du plötzlich so an diesem Fall interessiert bist? Verstehe mich nicht falsch, Genie. Ich wollte auch immer, dass Shelly‘ s Mörder gefunden wird. Aber warum jetzt so plötzlich? Nur weil diese Gail Richardson Sheffler kennt?“

Genie, die auf einmal sehr ernst wirkte, musterte Sidney aufmerksam. „Das ist nicht der Hauptgrund, aber einer davon, ja. Ich weiß nicht, wie ich es Dir erklären soll.“

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Als er sie stirnrunzelnd ansah, fuhr sie fort: „Erinnerst Du Dich noch daran, das bestimmte Gegenstände nicht mehr auffindbar waren?“

„Was meinst Du damit?“

„Unsere Geschenke zu ihrem Geburtstag. Ihre Eltern hatten sie damals als verschwunden gemeldet. Sid, ich hätte ein großes Erklärungsproblem, würde die Polizei bei uns unverhofft eine Hausdurchsuchung durchführen.“

„Wie…was?“, stotterte der junge Mann verständnislos.

„Ich muss Dir etwas zeigen“, erwiderte Genie und erhob sich, um ins Haus zu gehen. Sidney, der sich keinen Reim auf das Gesagte bilden konnte, sah ihr irritiert hinterher. Was hatte das zu bedeuten?

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Besorgt sah Sidney derweil in den bewölkten Himmel. Gerade zog eine dunkle Gewitterwolke über sie hinweg. Eigentlich haben sie doch für heute gar kein Gewitter oder Regen angekündigt. Als er Genie erblickte, die gerade die Stufen herunterkam, sagte er: „Man könnte meinen, es würde gleich ein Unwetter geben.“

„Das haben wir öfters so. Aber es ist kein Regen gemeldet.“

„Was ist das?“, deutete Sidney neugierig auf die schwarze Tasche, die sie in ihrer Hand trug.

„Das wirst Du gleich sehen. Aber es wird Dir genauso wenig gefallen, wie mir, als ich es geöffnet hatte.“

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Kapitel 28.2 folgt...

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von Simsi68 » 14.06.2018, 10:33

Hallo Marga :winken02

Noch kurz zu Deiner Kommentar-Beantwortung:

Echt? Da siehste mal, dass ich einfach zu wenig zum Spielen komme. Ich habe keine Ahnung, dass da irgendwo ein Baum ist. Ich nehme mal an, dass Du den Baum meinst, mit dem Du die Pflanzen-Challenge gemacht hattest. Ne? Und von da kommt man in eine andere Welt?
Nein, dieser Baum hat absolut nichts mit diesem damaligen Event zu tun. Der steht immer in Willow Creek und zwar ist das der hier (hab ihn Dir mit dem roten Pfeil markiert):

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Man kann ihn gießen, mit ihm sprechen und bald darauf öffnet er seine „Pforte“ und der Sim kann eintreten und…

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…gelangt schließlich in diese „Waldlichtung“.

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Wenn Du willst, kann ich ein paar Bilder von dem Haus in meinen Thread posten.
Klar, wenn Du willst und Zeit dafür findest, kannst Du das gerne machen. Schau ich gern an. :bussi2


So, jetzt aber zu Deinem Kapitel:

Sid ist also noch bei Genie zu Besuch…

Also das Haus sieht wirklich toll aus, wie ich auf dem Bild mit der Außen-Gesamt-Ansicht sehen kann :daumenhoch2

Aha, und jetzt sind sie beim Thema Sheffler… Auch Genie kann nicht fassen, was sie da zu hören bekommt!
Ohje… Die armen Mädchen, die alle schon bei den Sheffler´s waren! Was Genie da so erzählt… Du lieber Himmel! :kopf:

Oh, das ist wirklich schade, dass Paige nicht ans Telefon gegangen ist, weil sie vermutlich nicht zu Hause war oder so…
Sidney ist ja wirklich total enttäuscht. Ja, man merkt immer mehr, dass Paige nicht nur ‚eine‘ Freundin für ihn ist, sondern definitiv mehr. :herz2

Ah, und jetzt hakt Sid nochmal wegen Gail nach, will wissen, warum er nicht mit ihr reden sollte… Und er bekommt nun auch die Erklärung dafür.

Aber auf das Ende kann ich mir – genauso wenig wie Sid – einen Reim darauf machen. Ich weiß jetzt auch nicht, worauf Genie hinaus will und was sie Sid letztendlich zeigen möchte. :confus1
Deshalb bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht und freu mich auf das nächste Kapitel! :klatschen1

Das ganze Kapitel war wirklich sehr interessant und spannend geschildert und geschrieben; man merkt, dass Du Dich mit dieser Materie auskennst. Wirklich toll! :daumenhoch1 Also ich könnte das nicht so schreiben, weil ich mich mit solchen Kriminal-Themen gar nicht so auskennen würde. :schuetteln Du siehst, jeder hat so seine Themen und Kategorien, ne… :grins
Wieder ein sehr unterhaltsames Kapitel, Text alles in allem super geschrieben und mit tollen und vielsagenden Bildern versehen! :daumenhoch1 :klatschen2 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

LG Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Re: Willow Creek Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 18.06.2018, 09:41

Hallo Astrid, :winken

vielen Dank für Deinen Kommentar, über den ich mich wieder riesig gefreut habe.
:klatschen1
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Hallo Marga :winken02Noch kurz zu Deiner Kommentar-Beantwortung:
Echt? Da siehste mal, dass ich einfach zu wenig zum Spielen komme. Ich habe keine Ahnung, dass da irgendwo ein Baum ist. Ich nehme mal an, dass Du den Baum meinst, mit dem Du die Pflanzen-Challenge gemacht hattest. Ne? Und von da kommt man in eine andere Welt?
Nein, dieser Baum hat absolut nichts mit diesem damaligen Event zu tun. Der steht immer in Willow Creek und zwar ist das der hier (hab ihn Dir mit dem roten Pfeil markiert):
Ah, vielen Dank. :hug02 Siehst Du, das hatte ich nicht gewusst. Ich hatte nach einem geeigneten Platz für Genie' s Häuschen gesucht, musste dabei aber aufpassen, dass es nicht in der Straße liegt, in der Gail' s Haus steht. Ja und dann hatte ich dieses Grundstück gewählt. So viele Möglichkeiten gibt es ja leider nicht. Also, nochmals lieben Dank für den Hinweis und die Markierung. :hug02
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Wenn Du willst, kann ich ein paar Bilder von dem Haus in meinen Thread posten.
Klar, wenn Du willst und Zeit dafür findest, kannst Du das gerne machen. Schau ich gern an. :bussi2
Okay, dann werde ich das demnächst einmal machen. So oft werden wir dort aber nicht zu Besuch sein. Gail und TJ sollen eigentlich auch weiterhin die Hauptchara' s sein, womit wir dann natürlich auch öfters in Newcrest sein werden.
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Also das Haus sieht wirklich toll aus, wie ich auf dem Bild mit der Außen-Gesamt-Ansicht sehen kann :daumenhoch2

Danke, es freut mich sehr, dass es Dir gefällt. Bis auf das Kinderzimmer sind alle Räume eingerichtet. Aber noch haben die Beiden ja keine Kinder. Schauen wir mal, ob sich etwas in dieser Richtung ergibt. :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Aha, und jetzt sind sie beim Thema Sheffler… Auch Genie kann nicht fassen, was sie da zu hören bekommt! Ohje… Die armen Mädchen, die alle schon bei den Sheffler´s waren! Was Genie da so erzählt… Du lieber Himmel! :kopf:
Es ist stets eine Gratwanderung, wenn ich so etwas schreibe. Bin mir auch nie sicher, ob es nicht zu heftig ist, da es einfach ein sehr sensibles Thema ist.
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Oh, das ist wirklich schade, dass Paige nicht ans Telefon gegangen ist, weil sie vermutlich nicht zu Hause war oder so… Sidney ist ja wirklich total enttäuscht. Ja, man merkt immer mehr, dass Paige nicht nur ‚eine‘ Freundin für ihn ist, sondern definitiv mehr. :herz2

Vermutlich hatte sie noch einiges zu erledigen, bis zu ihrer Ausbildung in Quantico. Aber ich denke, sie hätte sich auch gefreut, mit Sidney sprechen zu können. :nicken
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Ah, und jetzt hakt Sid nochmal wegen Gail nach, will wissen, warum er nicht mit ihr reden sollte… Und er bekommt nun auch die Erklärung dafür.
Ja, er würde sich gerne selbst ein Bild von ihr machen und hat vielleicht auch ein paar Fragen, die er Genie gegenüber nicht preisgeben kann/darf.
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Aber auf das Ende kann ich mir – genauso wenig wie Sid – einen Reim darauf machen. Ich weiß jetzt auch nicht, worauf Genie hinaus will und was sie Sid letztendlich zeigen möchte. :confus1 Deshalb bin ich schon riesig gespannt, wie es weiter geht und freu mich auf das nächste Kapitel! :klatschen1
Das wirst Du dann im letzten Teil des "Genie"-Kapitels erfahren. Ja, man kann nicht unbedingt von selbst drauf kommen. Andererseits kann ich aber auch nicht gleich die Katze aus dem Sack lassen. Das heißt, ich könnte schon, aber ich will nicht.^^ Ich muss doch irgendwie die Spannung aufrecht erhalten, ne. :grins Verstehst Du bestimmt.
Simsi68 hat geschrieben:
14.06.2018, 10:33
Das ganze Kapitel war wirklich sehr interessant und spannend geschildert und geschrieben; man merkt, dass Du Dich mit dieser Materie auskennst. Wirklich toll! :daumenhoch1 Also ich könnte das nicht so schreiben, weil ich mich mit solchen Kriminal-Themen gar nicht so auskennen würde. :schuetteln Du siehst, jeder hat so seine Themen und Kategorien, ne… :grins Wieder ein sehr unterhaltsames Kapitel, Text alles in allem super geschrieben und mit tollen und vielsagenden Bildern versehen! :daumenhoch1 :klatschen2 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02


Vielen Dank, es freut mich, dass es Dir gefallen hat. Ich habe mich wieder sehr über Deinen Kommentar gefreut, die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast, liebe Astrid. :hug02 Ja, man könnte sagen, dass es mein Lieblingsgenre ist. Ich lese viele Psychothriller, die sich eben mit solchen Themen beschäftigen, aber auch Politthriller, wenn sie nicht zu politisch geschrieben sind. Meine bevorzugen Autoren sind Jeffery Deaver (u. a. "Der Knochenbrecher", wurde mit A. Jolie und D. Washington verfilmt, bin derzeit beim 2. Teil der Rhyme/Sachs-Reihe, die 14 Bücher beinhaltet, die sechs Bücher der "Kathryn Dance-Reihe" habe ich auch durch), Karin Slaughter ("Sarah Linton"- und Will Trent"-Reihe, ebenfalls alle gelesen), Cody McFadyen. Letzterer ist leider an Krebs erkrankt, keine Ahnung, ob es eine Fortsetzung seiner "Smoky Barrett"-Reihe geben wird. :confus2 Schon das letzte Buch, das anscheinend ein Ghostwriter mitgeschrieben hatte, war schwer zu lesen, habe es aber bis zum Schluss durchgezogen. Aus dem ersten Teile stammte auch die Idee mit "Marnie". Ja und schließlich noch Tess Gerittsen' s "Rizzoli&Isles"-Reihe. Ferner lese ich Politthriller von Tom Clancy, der mittlerweile leider verstorben ist und Vincent Flynn, die liegen aber momentan auf Eis. Zu Gute kommen mir natürlich auch TV-Serien wie Criminal Minds, Criminal Intent etc. oder Serien, die sich mit dem Militär/Geheimdienst beschäftigen wie z. B. "The Agency" oder "JAG", beide gibt es jedoch nicht mehr. :weinen3: Irgendetwas bleibt aber immer hängen, so dass mir da der Stoff nicht so schnell ausgehen wird.
:schuetteln

Aber es ist doch okay, wenn wir nicht die gleichen Genres bevorzugen, denn sonst würden wir ja das gleiche schreiben. :augen: Von daher ist es völlig in Ordnung. Bevor ich es vergesse: weiß Du denn jetzt, wer die Teenager aus Kapitel 18 waren?
:grins

Das nächste Kapitel dauert noch etwas, da ich diese Woche wenig Zeit habe. Eventuell am Wochenende, aber versprechen kann ich es nicht. Wie bereits im Chat geschrieben, habe ich am Sonntag keine Zeit. Beginn ist glaube ich um 17 Uhr. Aber ich denke, dass die Gunners erst so gegen 21 Uhr auftreten werden. Bild Wobei es aber bei uns bei Open-Airs eine Lärmbelästigungsregelung gibt, nach 23 Uhr dürfen die eigentlich nicht mehr spielen. Es kommt natürlich auch drauf an, ob sie pünktlich anfangen, was man ja nie ausschließen kann. Schauen wir mal. :grins

LG Marga

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von cheli24 » 09.07.2018, 00:32

Hallo zusammen, :winken

nach einer gefühlten Ewigkeit geht es auch hier endlich weiter.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)





Kapitel 28.2




Zurück in der Heimat -Teil 3 -




Genie nahm auf dem Sofa Platz und entnahm der schwarzen Tasche zwei Kuverts. „Der eine Umschlag lag vor etwa zwei Wochen in unserem Briefkasten, der andere vor zwei Tagen“, erklärte sie dem jungen Mann.

Neugierig betrachte Sidney die beiden Umschläge. „Du hast nachgesehen?“

„Ja, natürlich. Aber ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich davon halten soll.“

Sie entnahm dem ersten Umschlag ein kleines Päckchen und zog eine Kette heraus, aus dem zweiten Umschlag entnahm sie ein paar Ohrringe. Beides platzierte sie vor dem jungen Mann, der entsetzt die Augen aufriss und stammelte:

„Wo…wo…woher… ich meine…“ Nervös begann er zu husten. „Ist es das, was ich denke?“

„Ja. Erinnerst Du Dich?“

Sidney nickte nur mechanisch und brachte keuchend hervor. „Ja natürlich. Die Kette und die Ohrringe. Aber warum…? Ich meine, wie kommst Du…?“

Sichtlich geschockt brach er ab und betrachtete fassungslos die Schmuckstücke, die vor ihm auf dem Tisch lagen. Beide Schmuckstücke, die Sidney und Genie der Freundin einst zum Geburtstag geschenkt hatten, galten seither als verschollen. Die Polizei hatte damals fieberhaft danach gesucht, da sie der Ansicht gewesen war, der Mörder hatte sie mitgehen lassen.

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„Sid, irgendjemand hat offensichtlich reges Interesse daran, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät. Ich habe keine Ahnung, wer der Zusteller ist. Wir haben zwar eine Überwachungskamera, aber die erfasst nicht den Briefkasten“, unterbrach Genie Sidney‘ s Schockstarre.

„Ist Dir denn irgendjemand aufgefallen, der vielleicht in letzter Zeit in der Nähe herumgelungert hatte? Oder jemand in Deinem Amt?“, fand der junge Mann schließlich wieder seine Worte.

„Nein, nicht dass ich wüsste. Wer sollte denn an die Kette und die Ohrringe kommen?“

„Vielleicht der Täter.“

„Nach sechzehn Jahren, Sid? Und warum ausgerechnet jetzt? Das ergibt doch keinen Sinn.“

Resigniert erwiderte er: „Nein, das ergibt es wirklich nicht. Was willst Du jetzt machen? Zur Polizei damit gehen?“

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Genie besah sich die Schmuckstücke. „Natürlich nicht. Wie sollte ich das denn erklären? Ich lasse sie jetzt erst einmal in meiner Schublade. Vielleicht kommt ja noch mehr zum Vorschein.“

„Du denkst, dass noch mehr auftaucht?“

Als Genie nur mit der Schulter zuckte, fuhr Sidney fort: „Unter den Umständen ist es wohl das Beste“, stimmte er ihr zu.

Als sie ein Auto vorfahren hörte, schaute sie auf die Uhr: „Oh, das wird Adam sein.“

Schnell sprang sie auf, um die beiden Kuverts wieder an ihren Platz zurückzubringen. Nicht, dass sie Geheimnisse von ihrem Mann hatte. Aber sie wollte solche Dinge nicht einfach so herum liegen lassen.


Etwa zehn Minuten später betrat ein schlanker sportlich gekleideter Mann mit einem Hündchen auf dem Arm den Garten. „Ja, wen sehen denn da meine Augen? Wenn das nicht unser verschollener Freund aus San Myshuno ist“, rief er vergnügt.

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Grinsend stand Sidney auf, während Adam den kleinen Beagle auf dem Boden absetzte. „Ja, hallo. Hi, Adam. Lange nicht mehr gesehen.“

„Da hast Du Recht, Sid. Ich habe mich sehr gefreut, als mir Genie erzählt hatte, Du würdest einen kurzen Abstecher zu uns machen. Hey, lass‘ Dich mal umarmen.“

Lachend lagen sich die Freunde daraufhin in den Armen, um sich herzlich zu begrüßen.

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„Gut siehst Du aus, Sid. Hast abgenommen, oder?“

„Beim FBI hält man Dich auf Trab. Ich trainiere oft, esse kalorienbewusster, das macht schon etwas aus. Aber Du auch, Adam. Die Frisur steht Dir übrigens super“, meinte Sidney anerkennend.

„Die habe ich meiner Schwägerin zu verdanken. Sie hat mir gleich nach ihrer Hochzeit einen Friseurgutschein geschenkt. Sie hatte gemeint, die Frisur würde mich alt machen. Na ja und dann hat sie mich zu Micky‘ s Friseur geschleppt. Aber ich finde auch, dass sie mir besser steht.“

„Er sieht damit jünger aus. Ich muss aufpassen, dass ich keine Anzeige wegen Verführung Minderjähriger kassiere“, neckte Genie ihren Ehemann.

Dieser übte sich gerade mit Sidney in einem Hüftstoss. „Ey, Kumpel. Wir können es noch“, lachte Adam.

Genie rief lachend: „Ihr beiden Kindsköpfe.“

„Wie hieß der Song nochmal?“, wollte Sidney wissen.

„Lady Bumb“, kam es prompt aus Genie‘ s Mund.

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Während Genie in die Küche ging, um die letzten Vorbereitungen für das Essen zu treffen, beschnüffelte Rusty Adam’s Schuhe ausgiebig. „Na Du. Willst Du unseren Gast nicht begrüßen? Sid, das ist Rusty.“

„Hallo Rusty. Ein niedliches Kerlchen und so zutraulich.“

„Ja, das ist er in der Tat. Er ist unser kleiner Sonnenschein. Nicht wahr, mein Spatz?“

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Während des Essens drehte sich das Gespräch hauptsächlich um das Leben in Willow Creek. Natürlich musste Adam Sidney auch erzählen, wie es denn nun zu diesem Unfall gekommen war.

„Und die Behandlung schlägt gut an?“, fragte Sidney, nachdem Adam in kurzen Sätzen seinen Freund darüber unterrichtet hatte.

„Ja, in einer Woche werde ich wieder arbeiten gehen. Das Football-Training wird mein Kollege so lange übernehmen. Da werde ich frühestens in vier Wochen wieder einsteigen können.“

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„Er soll es nur nicht übertreiben und langsam damit anfangen“, meldete sich nun auch Genie zu Wort. „Er hatte Glück, dass nicht operiert werden musste“, klärte sie Sidney Augen rollend auf.

„Ach was. Sie übertreibt. So schlimm war es auch wieder nicht.“

„Soooo, sagst Du? Du warst nur so weit von einer OP entfernt“, deutete Genie die Zeitspanne mit Daumen und Zeigefinger an. „Also, sag‘ nicht, es wäre nichts gewesen“, fuhr sie leicht gekränkt fort und starrte dabei ins Leere.

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„Entschuldige, Schatz. So hatte ich es nicht gemeint. Bin doch froh, dass ich Dich habe“ und drückte liebevoll ihre Hand.

„Das will ich auch hoffen“, sagte sie und biss in ihren Burger.

„Und wie lange dauert diese Physiobehandlung und was genau wird da gemacht?“ Interessiert schaute Sidney seinen Kumpel an.

„Nun ja. Ich habe zunächst einmal 20 Anwendungen, um die Muskeln wieder aufzubauen. Die Schulter kann ich mittlerweile wieder bewegen. Da tut auch nichts mehr weh. Vier Wochen lang musste ich sie ruhig halten, hatte einen Verband. Das war vielleicht ätzend, kann ich Dir sagen. Wenn man so gar nichts machen kann. Nee, Du. Ich bin froh, dass es jetzt wieder halbwegs funktioniert. Dank der liebevollen Unterstützung meiner wundervollen Frau“, zwinkerte er Genie zu.

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„So und Du warst also in New York, in meiner alten Heimat?“, richtete Adam das Wort nun wieder an Sidney.

„Richtig. Du kommst ja aus New Jersey. Warst Du mal wieder dort?“

„Ja, klar. Einmal im Jahr fliege ich mit Genie rüber. Meine Eltern leben ja auf Long Island und Debbie, meine Schwester, ist mit ihrer Familie vor zwei Jahren in unser altes Haus gezogen.“

Sie unterhielten sich noch eine Weile über die Vor- und Nachteile, die das Leben in der Großstadt mit sich brachte, während Genie sich erhob, um den Tisch abzuräumen.

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„Aber ganz ehrlich, Sid. Ich wollte nicht mehr tauschen“, nahm Adam das Gespräch wieder auf, nachdem sie das restliche Essen in den Kühlschrank gestellt und wieder am Tisch Platz genommen hatten. „Mir gefällt es hier so gut. Willow Creek liegt zentral und man ist schnell in der City. Hier habe ich meine Ruhe. Ich liebe die Stille, wenn ich Klausuren korrigiere oder den Unterrichtsstoff oder meine Vorlesungen vorbereite. Etwas Besseres hätte mir gar nicht passieren können.“

Nachdem sich auch Genie wieder zu ihnen gesellt hatte, erzählte Adam, wie die Anwesenheit Rusty‘ s ihren momentanen Tagesablauf bereicherte. „Das Schönste ist, dass wir ihn im Garten herumspringen lassen können und keine Angst haben müssen, dass er auf die Straße läuft oder irgendwelche skrupellosen Hundefänger ihn mitnehmen könnten.“

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Als hätte er gehört, dass man über ihn spricht, tauchte der kleine Beagle plötzlich wie aus dem Nichts auf.

„Er ist wirklich sehr süß. Ein niedliches Kerlchen. Wie alt ist er denn?“

„Man hatte uns gesagt, sechs Wochen“, antwortete Genie.

„Und warum war er im Tierheim?“, fragte Sidney interessiert.

„Die vorherige Besitzerin musste wegen eines schweren Asthmas ihre beiden Hunde abgeben.“

„Oh, das ist aber übel. Wenn es aber nicht anders geht. Hm, kann man nichts machen.“

Adam stimmte Sidney zu. „Das ist richtig. Sie möchte unbedingt, dass die Zwei in gute Hände kommen. Am liebsten würde sie die beiden zusammen abgeben.“

„Welche Rasse ist der andere Hund?“

„Ein Cockerspaniel. Wir haben ihn auch kennengelernt, es ist auch ein ganz Lieber. Aber nun ja, zwei Hunde wären uns dann doch zu viel. Ideal wäre es, wenn sich jemand finde würde, der hier aus der Nähe wäre, so dass sich die Hunde regelmäßig sehen könnten.“

„Vor allem, wenn sie zusammen aufgewachsen sind. Das kann ich verstehen. Und beide wollt Ihr nicht nehmen?“

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„Darum geht es nicht, Sid“, antwortete Genie. „Nicht wollen ist nicht das Problem. Wenn wir könnten, würden wir liebend gerne beide aufnehmen. Aber wie soll das gehen? Adam und ich sind beruflich so eingespannt. Wir hätten gar nicht die Zeit. Und seit ich Jugendamtsleiterin bin, trage ich noch mehr Verantwortung.“

„Ach ja. Herzlichen Glückwunsch, dann auch noch persönlich. Ich freue mich für Dich“, gratulierte Sidney und man merkte ihm an, dass er es ehrlich meinte.

„Ja, Dankeschön. Auch noch einmal für Deine liebe Karte. Ich habe mich sehr darüber gefreut.“

„Momentan bin ich ja noch krankgeschrieben, da wäre das kein Problem. Aber danach… Wir haben einfach zu wenig Zeit, Sid“, meldete sich nun Adam zu Wort

„Das ist mir klar. Aus dem Grund habe ich auch kein Haustier. Obwohl es schon schön wäre, wenn man nach Hause kommt und es ist jemand da.“

Adam wollte gerade etwas darauf erwidern, als plötzlich Rusty heran trippelte und Genie fragend ansah. „Ja, mein Guter. Wir gehen nochmal schnell um den Block. Ich nehme gleich den Abfall mit raus, Schatz“, wandte sich Genie an Adam. Sie ging in die Hocke, um Rusty auf den Arm nehmen zu können. „So, mein Kleiner. Jetzt gehen wir noch schnell Gassi, bevor es schlafen geht.“

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Kaum war Genie zur Tür hinaus, deutete Adam auf den Tischkicker, der unterhalb der Terrasse stand. „Was ist, Sid? Spielen wir ein paar Runden?“

„Geht das denn mit Deinem Arm?“, wollte Sidney vorsichtig wissen.

„Ja, doch. Ich darf es nur nicht übertreiben.“

Während sie die Figuren hin- und herschoben, fragte Adam plötzlich: „Und wie sieht es bei Dir so aus?“

Etwas irritiert sah Sidney kurz von seinen Spielfiguren hoch. „Was meinst Du?“

„Na ja, beziehungstechnisch. Noch keine Frau in Sicht? Bist Du immer noch solo, Sid?“ Als dieser nickte, meinte Adam: „An Gelegenheiten wird es doch bestimmt nicht mangeln. Oder hast Du jemanden in Aussicht?“

„Na ja, es gibt da schon jemanden.“

„Hey klasse. Los, erzähl“, forderte dieser Sidney auf.

Auf sein Spiel konzentriert, berichtete er kurz von Paige, den beiden zurückliegenden Tage in Manhattan, die er bei ihr verbracht hatte und auch, dass sie in Kürze nach Quantico gehen würde.

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Als er geendet hatte, gab ihm Adam einen kameradschaftlichen Klaps auf den Arm. „Finde ich toll, ich freue mich für Dich. Hast Du ein Bild von ihr?“

Sidney zeigte ihm das Foto auf seinem Handy. Adam pfiff anerkennend durch die Zähne. „Wow, die sieht toll aus. Dann drücke ich Euch mal die Daumen, dass das etwas zwischen Euch wird.“

Strahlend antwortete Sidney darauf: „Ich hoffe es. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf unser Wiedersehen.“

In der Zwischenzeit war Genie mit Rusty zurückgekommen und als sie die Beiden am Tischkicker sah, rief sie besorgt: „Adam, Du weißt doch, dass Du Deine Schulter noch nicht belasten darfst.“

Adam grinste Sidney an. „Sie ist wie eine Glucke. Das ist das erste Mal seit langem, dass ich wieder spiele.“

„Ja, aber sie meint es ja nur gut.“

„Wir sind gleich fertig, Schatz“, rief er ihr zu.

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Derweil war Rusty gerade an Genie vorbeigehuscht und etwas unbeholfen die Stufen hinunter getapst. Es war das erste Mal, dass er das selbstständig getan hatte. Auf wackeligen Beinchen trippelte er auf Adam zu und sprang einige Runden um sich selbst herum. Genie seufzte auf und nahm die Stufen nach unten. „Rusty, wir gehen jetzt schlafen. Auf, komm‘.“ Da er jedoch keine Anstalten machte, Genie‘ s Aufforderung nachzukommen, ging sie in die Hocke und knuddelte ihn ein wenig.

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Schließlich nahm sie ihn hoch und nachdem ihn Adam und Sidney auch noch ein wenig geknuddelt hatten, ging sie mit Rusty nach oben, um ihn in sein Körbchen zu tragen. Als sie ihn jedoch im Wohnzimmer abgesetzt hatte, drehte er erst noch einige Runden um das Sofa, ehe er sich endlich zu seinem Körbchen trottete. Nach einem herzhaften Gähnen hüpfte er schließlich in sein Häuschen und putzte sich noch ausgiebig.

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Genie verabschiedete sich kurz darauf von den beiden Männern, die ihr Spiel beendet hatten und am Tisch noch ein Bier tranken. „So, Ihr Zwei. Ich gehe jetzt schlafen. Macht nicht mehr so lange und seid leise, wenn Ihr hoch geht. Rusty ist eben eingeschlafen.“

„Gute Nacht, Genie“, sagte Sidney lächelnd.

„Gute Nacht, mein Schatz. Wir trinken noch unser Bier aus, dann komme ich auch hoch.“

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„In Ordnung. Und Sid, wenn es Dir im Zimmer zu warm sein sollte, dann schließe das Fenster und schalte die Klimaanlage ein.“

„Ja. Mache ich.“

„Schließt Du die Türen, ehe Du hoch gehst, Schatz?“

„Ja, ich werde auch die Fenster schließen.“

„Ja, ist gut. Um 9 Uhr Frühstück oder ist Euch das zu früh?“

Beide schüttelten den Kopf. „Okay, dann bis später. Gute Nacht, Ihr Zwei.“

„Ja, Gute Nacht“, antworteten sie gleichzeitig.

Während Genie auf dem Weg nach oben war, zelebrierten Sidney und Adam, die sich schon immer gut verstanden hatten, das Thema Frauen, die Vor- und Nachteile einer Ehe, wie selbstständig eine Frau sein sollte und noch so einiges mehr.

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Adam nahm kein Blatt vor dem Mund und das mochte Sidney an ihm. Auch was Paige betraf, hatte er einige Ratschläge für den Freund. Auf jeden Fall erst einmal abwarten, bis sie mit der Ausbildung fertig war. Er solle sie nicht drängen und warten, bis sie sich bei ihm melden würde. Schließlich bestand immerhin auch die Gefahr, die Prüfung nicht zu bestehen. Doch da hatte Sidney keinerlei Bedenken. Auch fand Adam es gut, dass Sidney ihr angeboten hatte, übergangsweise bei ihm wohnen zu können, wobei das zweitrangig wäre. Wahrscheinlich würde sich eh alles finden, wenn sie erst in San Myshuno wäre.

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„Du wirst sehen, vieles wird sich von selbst klären. Wenn Ihr erst einmal zusammenwohnt, dann wird der Rest von alleine kommen. Mach‘ Ihr aber trotzdem deutlich, dass Du sie sehr gern hast. Du darfst Deine Freundschaft zu ihr nicht als Selbstläufer sehen. Das könnte sich als Fehler erweisen. Sei nicht zu passiv, aber dränge sie auch nicht zu einer Entscheidung.“

„Ich werde versuchen, Deine Tips zu beherzigen. Wie war das eigentlich bei Genie und Dir?“

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„Na ja. Du weißt ja, dass ich nicht locker gelassen habe. In ihren Augen war ich ein arroganter Schnösel und ich musste ihr erst einmal beweisen, dass dem nicht so war. Sie war ein harter Brocken und ich hatte mir so manche Abfuhr eingefangen. Aber ich hatte gespürt, dass sie mich trotz alledem mochte. Bei einem Festivalbesuch sind wir uns dann endlich näher gekommen. Es hatte die ganze Nacht geregnet und ihr Zelt stand unter Wasser. Schließlich hatte ich ihr angeboten, mit in meinem Zelt zu schlafen.“

Überrascht sah Sidney sein Gegenüber an. „Echt? Das wusste ich gar nicht. Das hattet Ihr nie erzählt.“

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Adam lachte auf. „Da gab es auch nichts zu erzählen. Der nächste Morgen hatte damit begonnen, dass sie mich geohrfeigt hatte.“

„Warum denn das?“, unterbrach ihn Sidney überrascht. „Hast Du etwa…“

„Nee, habe ich nicht. Aber als sie aufgewacht war, hatte meine Hand auf ihrem Po gelegen und ich hatte… ähm… ein kleines männliches Problem.“

„Oha, haste ein Zelt gebaut?“, grinste Sidney dazu nur.

„Hör‘ bloß auf. Sie ist wutentbrannt aus dem Zelt gestürmt, hat sich ihre Sachen geschnappt und weg war sie. Erst zwei Wochen später, bei der Geburtstagsfeier einer gemeinsamen Freundin, hatte ich wieder mit ihr sprechen können. Natürlich habe ich mich bei ihr entschuldigt, obwohl… Mein Gott, geplant hatte ich das ja nicht.“

Sidney schmunzelnd: „Wer plant so etwas auch schon, ne? Und wie ist es dann weitergegangen?“

„Unser gemeinsamer Lieblingssong ist gerade gespielt worden. Ich habe sie auf die Tanzfläche gezogen, sie in die Arme genommen und ihr gesagt, dass ich mich in sie verliebt habe.“

„Und was hat sie gesagt?“

„Wir haben uns geküsst und sie ist über Nacht bei mir geblieben. Von dem Tag an waren wir ein Paar. Also, habe ich es wohl nicht alles falsch gemacht. Genie ist die Liebe meines Lebens. Ich war früher oftmals unausgeglichen, habe auch mal des Öfteren über die Stränge geschlagen. Aber als ich mit ihr zusammengekommen bin, hatte das mit einem Schlag geendet.“

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Sidney nahm einen letzten Schluck aus seiner Bierflasche und meinte schließlich mit einem Blick auf seine Armbanduhr, nachdem Adam verhalten gegähnt hatte. „Oh schon halb drei. Ich glaube, wir sollten jetzt auch ins Bett gehen.“

„Was schon so spät? Ich hätte noch stundenlang mit Dir quatschen können. Mensch Sid, Du musst unbedingt mal länger bleiben.“

„Oder Ihr kommt nach San Myshuno“, lächelte Sidney.

„Ja oder das. Aber nicht mehr in diesem Jahr. Ich habe zu unserem Hochzeitstag Flugticket auf die Malediven gebucht. So ein Resort mit Hütten, die auf Stegen gebaut sind. Hast Du bestimmt schon gesehen.“

Sidney nickte. „Ja, habe ich. Hey, das finde ich toll. Da hat sie sich bestimmt gefreut. Wie lange bleibt Ihr denn?“, wollte er neugierig wissen.

„Pst“, machte Adam geheimnisvoll. „Nichts verraten. Sie weiß noch nichts davon. Soll eine Überraschung werden. In sechs Wochen geht es los, da haben wir beide Urlaub. Wir bleiben zwei Wochen und danach sind wir noch ein paar Tage bei meinen Eltern. Mein Dad wird 65 und da gibt es eine große Familienfeier. Wir hatten sowieso noch nichts für den Urlaub geplant, wollten ein wenig renovieren. Aber das können wir immer noch machen, wenn wir wieder zurück sind.“

„Finde ich klasse. Genie hat mir das mit Eurem Kinderwunsch erzählt.“

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Adam grinste über beide Backen, als er sagte: „Deshalb habe ich ja auch den Urlaub gebucht. Vielleicht klappt es ja. Wir haben ja viel Zeit.“

„Setzt Ihr Euch schon lange damit auseinander?“

„Mhm, seit etwa zwei Jahren. Aber es ist ja kein medizinisches Problem, weder bei ihr noch bei mir. Wir haben uns beide untersuchen lassen. Es scheint stressbedingt zu sein. Sollte es wirklich nicht funktionieren, käme noch die In-Vitro-Fertilisation in Betracht. Und wenn auch das scheitern sollte, dann würden wir ein Kind adoptieren. Aber soweit wollen wir jetzt erst einmal nicht denken.“

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„Ich drücke Euch die Daumen.“

„Danke. Und ich Dir bei Paige.“

„Danke, Adam. So, jetzt lass‘ uns aber schlafen gehen. Um acht ist die Nacht rum.“

„Wann geht eigentlich Dein Flug?“

„Um 16:30 Uhr. Werde gegen 19 Uhr zuhause sein.“

„Richtig. Ihr habt ja auch Ostküstenzeit.“




Kapitel 29 folgt...

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Re: Willow Creek - da, wo meine Wurzeln sind

Beitrag von Simsi68 » 09.07.2018, 16:56

Hallo Marga :winken02

Eine Kette und Ohrringe also, die die einst Sid und Genie der Freundin zum Geburtstag geschenkt hatten. Hm… Bild Ich bin ja mal gespannt, ob da noch mehr dazu heraus kommt!

Ja meeeeeeeeeei, is des gloane Hunderl liab! ´tschuldige, aber das musste jetzt sein! der kleine ist wirklich niedlich ohne Ende! :verliebt:

Ja, das glaube ich, dass es zwischen den Freunden viel zu erzählen gab! Und das ist auch toll so und nicht wie in vielen Fällen, was auch leider ich schon mehrmals erlebt habe: aus den Augen aus dem Sinn! :confus1

Oh, bis 3 Uhr Morgens haben Sidney und Adam über Gott und die Welt geplaudert, haben nichts ausgelassen! Echt super! Ich freu mich für die Freunde! :klatschen2


Das war wieder ein klasse Kapitel, sehr unterhaltsam! Wirklich toll! :klatschen1 Text, alles in allem super geschrieben und mit tollen und vielsagenden Bildern versehen! :daumenhoch1 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02

LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Re: Willow Creek Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 23.07.2018, 14:44

Hallo Astrid, :winken

nein, es geht noch nicht weiter. Aber vielen Dank für Deinen Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe. :klatschen1


Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2018, 16:56
Hallo Marga :winken02 Eine Kette und Ohrringe also, die die einst Sid und Genie der Freundin zum Geburtstag geschenkt hatten. Hm… Bild Ich bin ja mal gespannt, ob da noch mehr dazu heraus kommt!

Ja, schauen wir mal. Ist aber schon etwas seltsam, ne? Hm, wer könnte denn dahinter stecken? BildOffensichtlich will ja wirklich jemand, dass der "Fall" nicht in Vergessenheit gerät, denn immerhin wurde der Mörder bis heute nicht ermittelt.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2018, 16:56
Ja meeeeeeeeeei, is des gloane Hunderl liab! ´tschuldige, aber das musste jetzt sein! der kleine ist wirklich niedlich ohne Ende! :verliebt:


Oh, dankeschön. :hug02 Es freut mich, dass er Dir gefällt. Wobei mir auffällt, dass ich immer die gleiche Rasse verwende, nur der Name ändert sich. Ich sollte vielleicht einmal einen anderen nehmen. Die Welpen sind echt putzig, es macht Spaß ihnen zuzuschauen, vor allem, wenn sie um sich herum rennen, so als wollten sie sich selbst fangen. :verliebt: Schade nur, dass man mit ihnen nicht interagieren kann, bzw. die Hunde nicht steuerbar sind. Das geht leider nur mit einem Mod.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2018, 16:56
Ja, das glaube ich, dass es zwischen den Freunden viel zu erzählen gab! Und das ist auch toll so und nicht wie in vielen Fällen, was auch leider ich schon mehrmals erlebt habe: aus den Augen aus dem Sinn! :confus1

Da hast Du Recht, das kenne ich auch. Habe mich aber auch schon selbst dabei ertappt. :oops: Aber bei Genie und Sid ist es anders, zumal die Beiden ja auch dieses dunkle Geheimnis - der Mord an der Freundin - verbindet.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2018, 16:56
Oh, bis 3 Uhr Morgens haben Sidney und Adam über Gott und die Welt geplaudert, haben nichts ausgelassen! Echt super! Ich freu mich für die Freunde! :klatschen2

Ja, da gab es in der Tat viel zu erzählen und natürlich wollte Adam auch wissen, was sich beziehungstechnisch so bei Sid getan hat/tut. Und wenn Männer dann einmal beim Erzählen sind... Und da heißt es immer, Frauen würden tratschen. Bild Nee, machen Männer genauso.
Simsi68 hat geschrieben:
09.07.2018, 16:56
Das war wieder ein klasse Kapitel, sehr unterhaltsam! Wirklich toll! :klatschen1 Text, alles in allem super geschrieben und mit tollen und vielsagenden Bildern versehen! :daumenhoch1 Vielen lieben Dank dafür, liebe Marga! :hug02


Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und auch die Gedanken, die Du Dir gemacht hast. :klatschen1 Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid. :hug02


So und wann es hier weitergeht, weiß ich leider noch nicht. :confus2 Zumindest ist Sid' s Reise in die Vergangenheit damit vorerst abgeschlossen. Ich habe zwar schon einige Kapitel vorgeschrieben, aber ich weiß noch nicht, wo ich anknüpfen werde. Eventuell geht es zu Alec nach Newcrest bzw. das Treffen mit...hm, jetzt weiß ich die Namen meiner eigenen Charas nicht mehr. BildIch muss mal schnell nachschauen. :grins James Heatley heißt der Gute, TJ' s Geschäftspartner, der Alec natürlich vorher erst kennenlernen will.



LG Marga

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