Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Hier könnt ihr eure SIMS-Geschichten (Fotostorys) mit Bilder posten...
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cheli24
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Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von cheli24 » 25.02.2018, 15:27

Hallo zusammen, :winken

hier folgt in Kürze die Fortsetzung meiner Fotostory "Schatten der Vergangenheit", die den Titel tragen wird: "SdV - Sehnsucht, die nie vergeht".

Um den Einstieg zu erleichtern, habe ich eine kurze Zusammenfassung geschrieben, von dem, was bisher geschehen ist. Ich denke, dass es dadurch auch möglich sein wird, die 2. Staffel einigermaßen verstehen zu können, ohne die 1. Staffel gelesen zu haben. Sicher, bei 91 Kapiteln ist es nur das Gröbste, aber zu viele Einzelheiten würden den Rahmen sprengen.

Ich werde hier die einzelnen Kapitel unten verlinken, das ich im 1. Teil irgendwann vergessen hatte. Ebenso werde ich in diesem Post die Charaktere aufführen.



Hudson:
Eric Hudson (59): Unternehmer (Bau von Ölpipelines)
Ehefrau: Maureen Hudson (53) geb. Stewart, PR-Managerin
Ex-Frau: Anjelica Hudson (47) geb. Moreno (gesch.), Geschäftsfrau und Mutter Trishs
Tochter: Trish Hudson (24), Journalistin

Vincenti:
Carlo Vincenti (57): Geschäftsmann, Baulöwe, Onkel Fabios
Ex-Frau: Caitlyn Vincenti (55) geb. Alboreto, Bürgermeistertochter
Fabio Vincenti (30): Geschäftsmann, Ehemann Julies, Eltern unbekannt verstorben
Julie Vincenti (28) geb. Colville: Ehefrau Fabios und Schwester Craigs, Hausfrau vorh. Sekretärin
Eltern Carlos: Tommaso und Alice Vincenti geb. DiAngelo: (bereits verst.)

Fairchild:
Henry Fairchild (58): Unternehmer (Bau von Bohrtürmen)
Ehefrau: Caroline Fairchild (58) geb. Albright: PR-Managerin
Töchter: Meredith (35), Joan (34) (beide nur namentlich), Katie (23): Studentin der Geschichte und Kunst
Sohn: Kyle Fairchild (32): Polizeicaptain und Dienststellenleiter, Vater Sheilas
Ehefrau: Dr. Marlena Fairchild geb. Parker (verstorben), Mutter Sheilas
Sheila (8): Tochter Kyle‘ s und Marlena‘ s

Colville:
Roger und Linda, Steueragent und Sekretärin (nur namentlich)
Sohn: Craig (34), abgebr. Studium Maschinenbau, Handlanger Carlo+ Enzos, Freund von Sophia DeMarco
Tochter: Julie Vincenti (28), Ehefrau Fabios

Moreno:
Ricardo und Juanita geb. Suarez (Farmbesitzer)
Tochter: Anjelica Hudson (47) geb. Moreno, Geschäftsfrau und Unternehmerin, Mutter Trishs
Ex-Mann: Eric Hudson (59)

DeMarco:
Enzo (60): Familienoberhaupt, Patriarch
Ehefrau: Laureen Camden (ber. verstorben)
Tochter: Sophia (24), Studentin der Medizin, Freundin Craig Colvilles

Chapman:
Peter (ber. verst.): ehem. Polizist und FBI-Agent, Vater von Jason und Vicky
Susan Chapman geb. Albright (54): Witwe Peters, unterhält die Familien-Ranch zus. m. Lebensgefährte James Lockwood
Sohn: Jason (31), Lehrer und Freund Anna Snyder‘ s
Tochter: Vicky Capwell (26), verh. m. Barry (beide nur namentlich)

Nebencharas:
Mike Daltry (36): Arzt und Kollege Marlenas
Charlene „Charly“ Evans (30): Geschäftsfrau, beste Freundin Kyle' s
Monique Molliere (28): ehemaliges It-Girl, gute Freundin Katie‘ s und Kyle‘ s
James Lockwood (62): Rancher und Lebensgefährte Susan Chapman‘ s
Anna Snyder (28): Freundin Jason Chapman‘ s
Cilla (25) und Cindy (26): Freundinnen Trish‘ s
Antonio Lorenzo (32): Designer und Stylist, guter Freund Trish‘ s
Adam Winter (33): Jurist und Lebensgefährte Antonio‘ s
Billy Monroe (31): ehemaliger Kollege Trish‘ s
Ethan Conelly (29): Kollege Kyle's und guter Freund Trish' s
George Patterson (63): Mentor und väterlicher Freund Anjelica' s

Weitere (noch unbekannte) Charaktere:
Patrick Hanson (34)
Chiara Montez (24)
Roberto Lopez (30)
Ramon Costello (36)
Curt Delaney (40)



So, im nachfolgenden Post gibt es die Zusammenfassung, sowie den Prolog der 2. Staffel.


Platzhalter *Kapitelverlinkung*


Zusammenfassung und Prolog
Kapitel 1 - Sehnsucht
Kapitel 2 - Wenn Freundschaft einen Riss erleidet
Kapitel 3 - Eine einzige verdammte Nacht - Teil 1
Kapitel 3.1 - Eine einzige verdammte Nacht - Teil 2
Kapitel 4 - Späte Entdeckung
Kapitel 5 - Auf stürmische Art - Teil 1
Kapitel 5.1 - Auf stürmische Art - Teil 2
Zuletzt geändert von cheli24 am 01.05.2018, 21:10, insgesamt 6-mal geändert.

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SdV - Sehnsucht, die nie vergeht. Zsfg und Prolog

Beitrag von cheli24 » 25.02.2018, 15:57

Hallo zusammen, :winken

so, wie bereits im vorhergehenden Post erwähnt, die Zusammenfassung der 1. Staffel und im Anschluss den Prolog der 2. Staffel. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und hoffe, es gefällt Euch.


LG cheli24 (Marga)





Schatten der Vergangenheit 1. Staffel




Was bisher geschah...



Die FS handelt von drei Familien, die mehr oder weniger miteinander verbunden, im Ölgeschäft tätig sind und in Bridgeport leben: Hudson, Fairchild und Vincenti.

Im Wesentlichen geht es aber um die Journalistin Trish Hudson und dem Polizeicaptain Kyle Fairchild, sowie dem charismatischen Baulöwen Carlo Vincenti und die Unternehmerin Anjelica Hudson, die ein gemeinsames Geheimnis verbindet.

Trish und Kyle lernen sich gleich zu Beginn der Geschichte bei einem hitzigen Wortgefecht auf dem Platzplatz des Gebäudekomplexes kennen, in der sich u. a. die Firmenräume der Hudsons befinden. Obwohl sie sich relativ schnell sympathisch sind und auch gleich die Funken sprühen, dauert es doch bis zur Hochzeit Carlo Vincenti’s Neffen Fabio mit Julie Colville in Monte Vista, bis sie sich endlich näher kommen. Für Kyle ist Trish die erste Frau, an der er, nach dem tragischen Tode seiner ersten Frau Marlena, wieder ernsthaftes Interesse zeigt. Für Trish, die zwei Jahre mit einem Rockmusiker in New York zusammen gelebt und dort auch die Schattenseiten, die das Showbusiness mit sich bringt, kennengelernt hat, ist Kyle die große Liebe. Aber ihre Beziehung steht von Anfang an unter keinem guten Stern. In erster Linie hängt es damit zusammen, dass Trish beruflich sehr an Carlo Vincenti interessiert ist, jene Person, die Kyle für den Tod seiner Frau Marlena verantwortlich macht. Marlena war gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger, als sie nach einem Arztbesuch bei einer Schießerei, bei der auch zwei Italo-Amerikaner getötet wurden, ums Leben kam. Doch Kyle, der lange um seine Frau getrauert hatte, konnte es Vincenti nie nachweisen. Trish‘ s Interesse an Vincenti und die Art und Weise, wie sie an ihre Informationen gelangt, bereiten Kyle immer wieder Kopf- und Bauchschmerzen, da sie sogar vor Einbruch und Diebstahl nicht zurückschreckt. Aber er hat auch Angst um sie, da er besorgt ist, sie könnte eine Lawine lostreten, die sich dann nicht mehr aufhalten lässt, zumal sie auch weiß, dass Kyle‘ s Onkel Peter Chapman vor Jahren erschossen und dessen Mörder nie gefasst wurde.

Doch letztendlich naht das Unheil von ganz anderer Seite, mit der er niemals gerechnet hätte und die seine Beziehung zu Trish auf eine harte Probe stellt: Anjelica Hudson, Trish‘ s leibliche Mutter, von der sie angenommen hatte, sie wäre ihre Tante und die sie seit Jahren nicht mehr gesehen hatte, taucht plötzlich wieder auf. Als dann auch noch auf sie geschossen wird und Trish Kyle um einen Gefallen bittet, den er ihr jedoch aus vielerlei Gründen abschlagen muss, wendet sie sich enttäuscht von ihm ab. Kyle‘ s Worte, Anjelica wäre eine Mörderin und nicht die, die Trish in ihr zu sehen scheint, bleiben von ihr ungehört. Als Carlo Trish schließlich den Vorschlag unterbreitet, ihr und Anjelica helfen zu wollen, wenn Trish ihn als Gegenleistung heiratet, willigt sie nach einigem Zögern schließlich ein. Von der geplanten Hochzeit erfährt Kyle erst, nachdem Trish wieder in Bridgeport ist. Durch einige Nachwirkungen der schweren OP, der sich Anjelica hatte unterziehen müssen, hatte der Aufenthalt in Monte Vista länger gedauert, als beabsichtigt. Da Trish jedoch auch nach ihrer Rückkehr nichts von sich hören lässt und Kyle unterdessen erfahren muss, dass sie zu Carlo gezogen ist, da auch ihre Mutter dort wohnt, sucht er das Gespräch mit ihr. Dies endet jedoch nicht so, wie er es sich erhofft hatte. Er ist aber fest entschlossen, diese Hochzeit, die er für den falschen Weg hält, Anjelica helfen zu wollen, zu verhindern und entführt Trish kurzerhand. Zwei Tage hält er sie in einer Hütte gefangen, in der Hoffnung sie von ihrem Plan, Carlo zu heiraten, abbringen zu können. Doch Trish kann Kyle überlisten und nach einer letzten gemeinsamen Liebesnacht gelingt ihr schließlich die Flucht aus der Hütte. Zutiefst von Trish enttäuscht, sucht Kyle schließlich das Gespräch mit seiner Mutter, von der er annimmt, dass sie mehr über die Vergangenheit Anjelica‘ s und Carlo weiß, als er bislang angenommen hatte. Was er dann jedoch erfahren muss, bringt sein inneres Gleichgewicht aus dem Rhythmus und er verlässt fluchtartig sein Elternhaus.

Trish indessen heiratet nur ein paar Tage später Carlo Vincenti. Doch noch am Hochzeitstag wird sie Zeuge eines Gesprächs, das er und ihre Mutter führen und muss schmerzlich erkennen, dass ihre Mutter nicht die ist, für die sie sie gehalten und Kyle Recht gehabt hatte. Verzweifelt versucht sie, ihn am Handy zu erreichen. Doch Kyle stattet mit seiner Tochter Sheila und seiner Schwester Katie einen Besuch im Tierheim ab, das demnächst seine Pforten eröffnen wird. Sein Handy hatte er in der Eile zuhause liegen lassen. Charlene, Kyle‘ s beste Freundin, die schon seit Jahren hinter ihm her ist, befindet sich in dessen Wohnung und drückt das Gespräch weg, nachdem sie sieht, dass es ihre große Rivalin Trish ist. Daraufhin beschließt Trish, Kyle persönlich aufzusuchen und ihm den Brief zu übergeben, den sie geschrieben hat. Sie schleicht sich aus dem Haus und fährt zu seiner Wohnung. Doch zu ihrer großen Enttäuschung ist es nicht Kyle, der ihr die Wohnungstür öffnet, sondern Charlene. Diese lügt ihr eiskalt ins Gesicht, sie wäre mit Kyle verlobt und würde ein Kind von ihm erwarten. Fassungslos lässt Trish es geschehen, dass Charlene ihr den Brief aus der Hand nimmt und läuft schließlich weinend davon. Dabei nimmt sie die Person nicht wahr, die zuvor versehentlich mit dem Lift im falschen Stockwerk gelandet und Zeuge des Gesprächs zwischen den beiden Frauen geworden war. Charlene indes liest den Brief, in dem Trish Kyle mitteilt, dass er mit allem, was er über Anjelica gesagt hatte, Recht hatte. Sie bittet ihn, nach Sunlit Tides zu kommen, wo sie ihre Flitterwochen verbringen werden, um sie von Carlo weg zu holen. Charlene ist stinksauer über den Brief und lässt diesen absichtlich hinter dem Sideboard verschwinden.

Wider Erwarten hält sich Carlo Trish gegenüber jedoch sehr zurückhaltend und verlässt nur ein paar Tage später überraschend Sunlit Tides, um nach Bridgeport zurückzukehren. Trish folgt ihm mit seinen beiden Bodyguards eine Woche später. Doch gleich nach ihrer Ankunft muss sie den nächsten Rückschlag hinnehmen, als sie erfährt, dass Fabio beruflich bedingt zusammen mit seiner Frau Julie vorrübergehend nach Starlight Shores gehen wird. Doch trotz aller Widerstände erweist sich für Trish das Zusammenleben mit Carlo als angenehm, da er auch keinerlei Versuche unternimmt, ihr in irgendeiner Weise körperlich näher zu kommen. Bis zu jenem Abend, der schließlich alles in ihr zerstört. Carlo kehrt nach einer Veranstaltung völlig betrunken nach Hause zurück und versucht Trish, die er fälschlicherweise für Anjelica hält, Gewalt anzutun. Mit letzter Kraft kann Trish ihn außer Gefecht setzen und ins Badezimmer fliehen. Am nächsten Morgen findet sie einen Brief Carlo‘ s vor, in dem er sich furchtbar schämt und sich für sein Verhalten entschuldigt. Obwohl sie irgendetwas in dem Brief aufhorchen lässt, verlässt sie kurz darauf Bridgeport mit unbekanntem Ziel…

Kyle indes ahnt davon nichts und auch nicht, dass bereits etwas ins Rollen gekommen ist, das sich nicht mehr aufhalten lässt. Auch weiß er nicht, dass in Charlene Evans, in der er seine beste Freundin sieht, eine Zeitbombe tickt und er durch sie das zu verlieren droht, was ihm am Wichtigsten ist. Aber er hat in seiner Schwester Katie und deren Freundin Monique zwei Frauen, die sehr daran interessiert sind, ihn wieder mit Trish zusammenzubringen. Kyle glaubt weiterhin an einen Racheakt Carlo’s , da er einst gegen ihn ermittelt hatte. Aber die wahren Beweggründe Carlo‘ s, kennt auch er nicht. Auch nicht, warum Carlo Trish unbedingt heiraten wollte. Dass Carlo jedoch nur so handelt, da er um Anjelica‘ s und Trish‘ s Leben besorgt ist, weiß keiner der Beteiligten. Nur er kennt die Wahrheit, die er jedoch für sich behalten muss, da er sonst Gefahr läuft, die Menschen zu verlieren, die ihm am Liebsten sind und ihm am Nächsten stehen.

Soweit im Groben die erste Staffel. Die 2. Staffel beginnt dann mit einem Zeitsprung von sechs Monaten.

Hier nun der Prolog, mit dem ich im Sims-Forum die 1. Staffel beendet hatte. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei Simsi, die das Bild mit der brennenden Burg bearbeit hat. Vielen Dank noch einmal, liebe Astrid.
:hug02



Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht -


Bild



Prolog



Hörbar erleichtert atmete er auf, als er das Fernglas sinken ließ. Sie waren in Sicherheit. Nun konnte er sich auf den nächsten und finalen Schritt konzentrieren. Seit er sich zu diesem Entschluss durchgerungen hatte, war er alle Details in Gedanken immer und immer wieder durchgegangen. Nichts hatte er dem Zufall überlassen wollen, denn zu viel stand auf dem Spiel, hing von Erfolg und Misserfolg ab.

Als er sie heute Morgen endlich total erschöpft, aber unversehrt, gefunden hatte, war ihm bewusst geworden, dass es jetzt und hier zu Ende gehen musste. Ein Anruf hatte genügt, um Ihn in Rage und Zorn versetzen zu lassen. Bis zuletzt hatte er nicht glauben können, dass Rache so groß sein konnte, um dafür skrupellos unschuldige Menschen zu opfern. Aber er hätte es besser wissen müssen.

Tief seufzte er auf und sah auf seine Armbanduhr. Der Countdown hatte begonnen. Alles war für den großen Empfang vorbereitet. Nein, er empfand keine Skrupel. Zu viel Leid und Schmerz war über Familien gebracht worden und hatte sie auseinanderbrechen lassen. Sein Blick richtete sich plötzlich nach unten. Durch das kaputte Turmfenster konnte er in der Ferne einen schwarzen Wagen die serpentinartige Straße herauffahren sehen.

Es war soweit. Er war bereit, es konnte losgehen.


Bild

Schnellen Schrittes stieg er die Stufen nach unten und lief nach vorn zum großen Tor. Noch einmal überprüfte er alle Haltevorrichtungen. Sie saßen fest, waren unsichtbar am Boden verlegt. Ein Bewegungsmelder würde ihm signalisieren, wenn jemand das Eingangstor betreten würde. Während er in Gedanken noch einmal seine To-Do-Liste durchging, empfing ihn Wehmut. Wie würde man ihn in Erinnerung behalten? Wem würde er fehlen? Ihre blauen Augen hatten ihn ängstlich und erschüttert angesehen, hatten flehentlich gebeten, mitzukommen. Doch er hatte sich bis zuletzt geweigert, wusste er doch, dass es die einzige Möglichkeit war. Erst dann würde endlich wieder Ruhe und Frieden einkehren.

Bild

Lautes Gebrüll riss ihn aus seinen Gedanken. Das Gerät in seinen Händen signalisierte ihm in diesem Moment, dass jemand die Lichtschranke durchbrochen hatte. Schnellen Schrittes eilte er zu seinem Versteck. Die Worte, die durch das Gemäuer hallten, waren hasserfüllt.

„Wo bist Du? Zeig‘ Dich, Du Feigling. Was zum Teufel hast Du Dir dabei gedacht. Ich bring' Dich um. Das wirst Du be…“

Es waren die letzten Worte, die er vernahm, ehe eine gewaltige Detonation die Stille durchbrach und die alte Burg in ihren Grundmauern erzittern ließ. Schwere Gesteinsbrocken flogen durch die Luft, Rauch und Flammen stiegen auf, die aufkommende Hitze ließ die Fenster barsten. Die Flammen schlugen wild um sich und stiegen immer höher hinauf, ehe sie in Windeseile auch die obersten Stockwerke erreicht hatten.

Bild

Staub und Hitze ließen seine Augen tränen, seine Lunge kratzen, ehe ihn eine erneute Detonation gegen die Wand schleuderte. Keuchend schnappte er nach Luft, spürte die Hitze der Flammen, die sich ihm unaufhaltsam näherten. Es würde nicht mehr lange dauern, ehe das Feuer auch ihn erreicht hätte. Der Balken, der in diesem Moment herunter fiel und ihn an Kopf und Schulter traf, ließ ihn schmerzerfüllt aufschreien.

Bild

Das letzte, was er wahrnahm, war ein greller Blitz, der ihn blendete und zusammenzucken ließ. Erschöpft und unendlich müde schloss er seine Augen. Schwärze umfing ihn, ehe ihm helles Licht den Weg in die Unendlichkeit wies...

Bild



Kapitel 1 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 27.02.2018, 08:48

Hallo Marga! :winken02

Der Prolog ist zwar sehr rätselhaft und geheimnisvoll, was ja eigentlich logisch ist und so gehört, aber sehr spannend und super geschrieben. Ich hatte wirklich Gänsehaut beim Lesen des Prologs! Das hast du alles so toll beschrieben und bebildert! :klatschen2 :daumenhoch2 Macht auf alle Fälle Lust auf mehr! :daumenhoch1

Ich habe nicht die geringste Ahnung, wer da gemeint sein könnte, wer die Sprengladungen gelegt haben könnte. :schuetteln

Und was die Bildbearbeitung (das Feuer an der Burg) betrifft: Gern geschehen, liebe Marga! :hug02 Hat mir damals Spaß gemacht und war auch eine kleine Herausforderung für mich! :grins
Und noch mehr freue ich mich über die Tatsache, das Bild jetzt in deinem Prolog wieder zu finden (obwohl ich ja wusste, dass Du es dafür brauchst). :nicken

Du lieber Himmel, was bin ich gespannt, wie es in der 2. Staffel weiter gehen wird! Um welche Personen es sich letztendlich bei der Burg handeln wird und vor allem, was aus Trish und Kyle wird. Ob die beiden noch eine Chance bekommen oder eher doch nicht? :confus2 Und so weiter und so fort. Ich bin gespannt, gespannt, gespannt… :klatschen1 :klatschen2

Ich freu mich drauf, wenn´s los geht! :freu1

LG Astrid
:tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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SdV 2 Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 10.03.2018, 12:34

Hallo Astrid, :winken

bevor es endlich losgeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.
:klatschen1

Simsi68 hat geschrieben:
27.02.2018, 08:48
Hallo Marga! :winken02 Der Prolog ist zwar sehr rätselhaft und geheimnisvoll, was ja eigentlich logisch ist und so gehört, aber sehr spannend und super geschrieben. Ich hatte wirklich Gänsehaut beim Lesen des Prologs! Das hast du alles so toll beschrieben und bebildert! :klatschen2 :daumenhoch2 Macht auf alle Fälle Lust auf mehr! :daumenhoch1


Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat. :klatschen1 Ich habe ja im letzten Jahr viele Bücher gelesen und da ist mir aufgefallen, dass einige Autoren kaum noch Prologe schreiben. Es gibt einen Klappentext, worum es geht und dann meistens noch irgendein Zitat, wie man es aus „Criminal Minds“ und so kennt und dann beginnt auch schon die Story. Viele teilen aber die Inhalte auf, ungefähr ein Drittel für den Einstieg, der größte Teil für die Hauptstory und der Rest, wenn es zum Ende zugeht oder benennen die Teile nach den jeweiligen Chara, um den sich dieser Teil dreht. Das ist mir jetzt immer wieder aufgefallen. Ebenso, dass oftmals mit Zeitangaben gearbeitet wird. Wenn ich „Schatten der Vergangenheit“ noch einmal schreiben müsste, würde ich das wahrscheinlich auch so machen. :nicken Eben aus gutem Grund. Die Story hat vier Hauptprotagonisten: Trish und Kyle; Anjelica und Carlo. Um sie dreht sich die ganze Geschichte, dafür stehen die ersten beiden für die Gegenwart und die anderen Zwei für die Vergangenheit.

Das Problem ist, dass das Vergangene erst später zur Sprache kommt, sprich, in Rückblicken erzählt wird. Wenn man jetzt hier mit einer Jahresangabe spielen würde, wäre es einfacher, denn man müsste die Jahre nur dementsprechend vor- oder zurückzurechnen. Dann kann es zu keinen Logikfehlern kommen, die mir ja auch schon passiert sind. :peinlich So ist mir ja vor kurzem erst aufgefallen, dass Katie und Trish nicht im gleichen Alter sein können. :augen: Oder nimm‘ meine Sims4-Story, als ich Gail um ein Jahr älter machen musste, weil sonst einiges nicht mehr zusammengepasst hätte. Man muss auf so vieles achten, das Alter der Protagonisten, deren Werdegang usw.

Ich hatte mir erst überlegt, ob ich das vielleicht bei der 2. Staffel so machen soll. Aber es macht nicht wirklich einen Sinn, da ja die 1. Staffel schon geschrieben ist. Sollte ich aber noch einmal irgendwann eine ähnliche Story schreiben – ich glaube es zwar nicht, aber ausschließen will ich es auch nicht – dann werde ich glaube ich, so vergehen. Was auch nicht schlecht ist, sind Charakterbögen, in dem alles Wichtige aufgeführt ist, sogar Geburtsdatum- und Ort, Hobbies, Beruf, Status usw. Bei SdV wäre so etwas sehr hilfreich gewesen. Tja, man lernt nie aus. Du wirst Dich vielleicht an meine Worte zurückerinnern, wenn so manche Dinge zur Sprache kommen werden. Und ich entschuldige mich schon jetzt im Voraus, falls mal etwas nicht logisch erscheinen sollte. Ich bin leider nicht perfekt und auch nicht fehlerfrei.
:confus3
Simsi68 hat geschrieben:
27.02.2018, 08:48
Ich habe nicht die geringste Ahnung, wer da gemeint sein könnte, wer die Sprengladungen gelegt haben könnte. :schuetteln


Tja, da wirst Du Dich leider noch gedulden müssen. Wer könnte es gewesen sein, von wem ist hier die Rede?
:confus2
Simsi68 hat geschrieben:
27.02.2018, 08:48
Und was die Bildbearbeitung (das Feuer an der Burg) betrifft: Gern geschehen, liebe Marga! :hug02 Hat mir damals Spaß gemacht und war auch eine kleine Herausforderung für mich! :grins


Ja und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Du es gemacht hast, da ich mich mit so etwas überhaupt nicht auskenne und auch keinen Plan hatte, wie ich es denn machen könnte. Also, vielen Dank nochmal, liebe Astrid. :hug02
Simsi68 hat geschrieben:
27.02.2018, 08:48
Du lieber Himmel, was bin ich gespannt, wie es in der 2. Staffel weiter gehen wird! Um welche Personen es sich letztendlich bei der Burg handeln wird und vor allem, was aus Trish und Kyle wird. Ob die beiden noch eine Chance bekommen oder eher doch nicht? :confus2 Und so weiter und so fort. Ich bin gespannt, gespannt, gespannt… :klatschen1 :klatschen2

Ja, schauen wir mal, wer am Ende mit wem. Vielleicht tauchen manche auch gar nicht mehr auf, Kyle ist vielleicht mit Sheila weggezogen oder er ist jetzt wirklich mit Charlene zusammen. :grins Mal sehen, was mir da so eingefallen ist oder was noch so kommt. :teufel1

Vielen Dank für Deinen Kommentar, die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid. :hug02

So, etwa später folgt dann endlich das erste Kapitel und damit der Start in die 2. Staffel.

LG Marga

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von cheli24 » 10.03.2018, 16:05

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!


Hallo zusammen, :winken

lange hatte es gedauert, bis es jetzt endlich mit der 2. Staffel losgeht.

Hiermit begrüße ich auch Neu-Leser, sollte es welchen geben und natürlich auch diejenigen, die die 1. Staffel mitverfolgt haben. Muss man diese kennen, um hier problemlos reinzufinden? Hm, schwierig zu beantworten. Aber gleich im Eingangspost habe ich eine kurze Zusammenfassung vom dem geschrieben, was in der 1. Staffel bislang passiert ist. Natürlich nur das Wichtigste und Wesentlichste, bei 91 Kapiteln würde das ansonsten den Rahmen sprengen. Wie viele Kapitel die Fortsetzung haben wird, kann ich noch nicht genau sagen. Grob geschätzt glaube ich aber, sie wird nicht so lang wie ihr Vorgänger sein.

Die Story macht einen Zeitsprung von sechs Monaten. Was in der Zwischenzeit passiert ist, auch mit einigen Protagonisten, habe ich kurz zusammengefasst. Es ist zwar ein bisschen viel Text, aber ich hoffe, es gefällt Euch trotzdem und wünsche nun viel Spaß beim Lesen und willkommen bei:



„Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht“ oder kurz SdV 2



LG cheli24 (Marga)





Kapitel 1 - Sehnsucht




Sechs Monate später




Sechs Monate waren mittlerweile seit Trish’s Weggang ins Land gezogen. Der eiskalte Winter Bridgeports war endlich warmen, frühsommerlichen Temperaturen gewichen, auch wenn der Sommer erst noch vor der Tür stand. Die Innenstadt war wieder bevölkert, die Straßencafés mit fröhlichen Menschen besetzt. Heuer war der Winter heftig gewesen und hatte so einige Male für Verkehrschaos und Blechschäden gesorgt. Anfang Februar hatte ein Blizzard große Schäden in der Großstadt nahe New Yorks angerichtet. Ein Baukran war auf ein Hochhaus gestürzt, das zum Glück leer gestanden hatte, so dass keine Verletzten oder gar Tote zu beklagen waren. Es war keine einfache Zeit für die Bewohner der Stadt gewesen. Schulen hatten tagelang schließen müssen, Rohre waren durch die Eiseskälte geplatzt, zahlreiche Stromausfälle gab es zu beklagen und auch der Verkehr war aufgrund der enormen Schneemassen und Glätte völlig zum Erliegen gekommen. Oben in den Bergen waren die Bewohner tagelang eingeschneit und den Schneemassen kaum noch Herr geworden. Räumungsgeräte hatten den Weg nicht mehr hoch geschafft, Schneefräsen in den Baumärkten waren vielerorts ausverkauft. Auch für Kyle keine leichte Zeit, da es ihm nicht möglich gewesen war, zu Sheila und seinen Eltern zu kommen, da man die Zufahrtsstraße gesperrt hatte. Mit dem Einsetzen der Witterung war das Hochwasser gekommen, in den Bergen hatte es erhöhte Lawinengefahr gegeben. Eine Gruppe Snowboarder hatte schließlich abseits der Piste eine Lawine losgetreten, die jedoch nur geringen Schaden angerichtet hatte, da die Gegend unbewohnt gewesen war.

Mittlerweile sah man aber nichts mehr von den Schäden des Winters. Kyle und sein Dad hatten das Dach der Hütte neu decken lassen, die die Schneemassen zum Einstürzen gebracht hatte. Die kaputten Fenster hatten sie durch eine Firma erneuern lassen. Nachdem der Winter endlich dem Frühling gewichen war, hatte Kyle fast jeden zweiten Tag bei seinen Eltern und Sheila verbracht, die es genossen hatte, ihren geliebten Daddy endlich wieder öfter sehen zu können. Nach Trish’s Hochzeit hatte sich Kyle in die Arbeit gestürzt, Seminare abgehalten, selbst an welchen teilgenommen, um der Einsamkeit zu entfliehen. Charlene hatte er in dieser Zeit kaum gesehen, da sie geschäftlich im Ausland gewesen war. Katie hatte sich nach Abschluss ihres Semesters entschlossen, in New Sunset Valley auch ihr Studium zu beenden. Das kleine Häuschen, das sie mit Megan bewohnt hatte, war einer Penthousewohnung gewichen. Megan wiederum war nach dem halben Jahr wieder zurück nach Bridgeport gegangen, was Katie sehr bedauert hatte, da sie sich gut mit der Kommilitonin verstanden hatte. Zu Kevin hatte Katie immer noch guten Kontakt, der aufgrund einiger Geschäftspartner alle paar Wochen in die Nähe New Sunset Valleys kam. Meistens gingen sie essen, wenn er da war. Er hatte ihr vor ein paar Wochen auch mit dem Umzug geholfen. Mehr als einen guten Freund sah sie aber nicht mehr in ihm, was auch auf Gegenseitigkeit beruhte, zumal er sich neu verliebt hatte. Katie hingegen war nicht auf der Suche. Sollte sich etwas ergeben, dann war es gut, aber sie suchte nicht zwanghaft nach einem neuen Partner.

Unterdessen hatte Anjelica im entfernten London ihre Geschäfte wieder aufgenommen. Viel war in ihrer Abwesenheit liegengeblieben, so dass sie sich erst um diese Dinge hatte kümmern müssen. Das hatte so viel Zeit in Anspruch genommen, dass sie sich nicht einmal bei Trish hatte melden können. Je mehr Zeit jedoch verstrichen war, umso öfter hatte sie sich gefragt, ob es nicht besser wäre, Trish in Ruhe zu lassen. Und dennoch nagten Zweifel in ihr und große Schuld, sie in diese Ehe gedrängt zu haben. Ihre Gefühle zu Carlo jedoch hatten sich in keiner Weise verändert. Sie liebte ihn nach wie vor und dennoch war ihr bewusst, dass es für sie keine gemeinsame Zukunft gab, solange er mit ihrer Tochter verheiratet war. Jedoch entgegen ihrer ersten Absicht, hatte sie die Rachepläne gegen Carlo aufgegeben. Sie war nicht mehr daran interessiert, ihn und sein Lebenswerk zu zerstören. Tief in ihrem Inneren hoffte sie immer noch auf eine gemeinsame Zukunft. Aber ihr war auch bewusst, dass ihr das Schwerste erst noch bevorstand. Lange und ausführlich hatte sie sich mit George, ihrem Freund und Mentor beraten, der ihr dringend geraten hatte, die Wahrheit nicht mehr länger zu verschweigen. Obwohl sie wusste, dass er Recht hatte, hatte sie keine Ahnung, wie sie damit beginnen sollte. Carlo einfach anrufen und ihn somit wieder in ihr Leben lassen? Wie würde er reagieren, wenn er die ganze Wahrheit erfuhr? Würde er sie nicht erst recht verachten? Nach wie vor war sie sich darüber im Unklaren, wie sie vorgehen sollte.

Sie konnte jedoch nicht wissen, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm war und es seinen Anfang bereits genommen hatte.


Auch im Leben Carlo’ s hatte es einige Veränderungen gegeben. Nachdem er Trish‘ s Verschwinden bemerkt hatte, war er ins Büro gefahren, hatte dort alle wichtigen Unterlagen an sich genommen und seine Sekretärin angewiesen, alle Termine bis auf Weiteres abzusagen. Noch am Abend hatte er seine Koffer gepackt, seinen Privatjet auftanken lassen und war gleich am nächsten Morgen nach Monte Vista geflogen. Dort hatte er seine Anwälte mit der Annullierung seiner Ehe beauftragt, was ein paar Wochen später problemlos vonstattengegangen gegangen war.

Trish war frei!

Er hatte jedoch keinen Versuch unternommen, sie zu suchen oder nach ihr suchen zu lassen. Zu schwer lastete die Schuld auf ihm, sie durch seinen nächtlichen Übergriff für immer verloren zu haben. Das alles hatte ihm so sehr zugesetzt, dass er zu Jahresbeginn in seinem Haus mit einem Herzinfarkt zusammengebrochen und ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Während seines Krankenhausaufenthaltes und der anschließenden Reha hatte ein Umkehrdenken bei ihm eingesetzt. Er hatte viel nachgedacht und im Nachhinein bitter bereut, was er getan hatte. Er vermisste Trish mehr denn je. Seine kleine principessa, die ihm immer die Tochter gewesen war, die er nie hatte. Auch war ihm schmerzlich bewusst geworden, dass er Anjelica immer noch liebte und sich nach ihr sehnte. Es war einsam um ihn geworden, nachdem schließlich auch noch Romina mit Michele und dem gemeinsamen Kind aus der Vincenti-Villa ausgezogen waren. Ein paar Wochen später fasste er schließlich den Entschluss, nach Bridgeport zurückzukehren und dort alles für eine baldige Übernahme vorbereiten zu lassen. In seiner eigenen Firma würde Fabio den Vorsitz übernehmen und danach gemeinsam mit Julie nach Monte Vista ziehen. Carlo wollte ihn nicht überfordern, denn in Starlight Shores war er in Arbeit erstickt. Wäre Julie ihm nicht eine so große Hilfe gewesen, hätten sie die Firma womöglich abschreiben müssen. Tage und Nächte hatten sie durchgearbeitet, Ordnung in das Chaos gebracht, das der neue Vorstandschef hinterlassen hatte. Nicht gezahlte Steuern, unbezahte Rechnungen, unbearbeitete Aufträge, zig Termine mit Rechtsanwälten und Steuerbehörden wegen Verdacht der Steuerhinterziehung. Sogar ihren Vater hatte Julie um Rat bitten müssen. Der ehemalige Steueragent hatte sich schließlich mit den Finanzbehörden in Verbindung gesetzt und einen Deal aushandeln können, mit dem alle Parteien letztendlich zufrieden waren. Nachdem nun alles bereinigt war, stand dem Verkauf der Firmen und auch Carlo‘ s anderen Geschäften nichts mehr im Wege. Fabio und Julie würden in den nächsten Tagen nach Bridgeport zurückkehren, wo dann auch die Geschäftsübernahme notariell besiegelt werden würde.


*****


Carlo Vincenti stand auf dem Balkon einer seiner Stadtwohnungen und schaute auf das bunte Treiben unter ihm. Unweit von hier lag sein ehemaliges Loft, in dem er für kurze Zeit sehr glücklich gewesen war. Vielleicht wäre alles anders gekommen, wäre er damals in Monte Vista geblieben und hätte sich Anjelica ein für alle Male aus dem Kopf geschlagen.

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Er seufzte tief auf, während sich sein Blick auf das Meer richtete. Vermutlich gibt es heute noch Regen, vielleicht auch ein Gewitter, dachte er. Lange würde er nicht hierbleiben, zu schmerzvoll waren die Erinnerungen an Bridgeport. An das, was passiert war… an das, was er hatte geschehen lassen. Nicht mehr als eine Woche hatte er eingeplant, als er vor ein paar Tagen in die Stadt zurückgekommen war. Es hatte sich nicht viel verändert. Während seiner Abwesenheit hatte einer seiner Angestellten regelmäßig nach dem Rechten gesehen, die Blumen gegossen und sich auch um alles Weitere gekümmert. Carlo‘ s erster Weg hatte ihn in sein Büro geführt, das seine Sekretärin bis zur Übernahme leiten würde. Demnächst würde dort eine Immobilienfirma einziehen, an die Carlo die Büroräume verkauft hatte.

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„Onkel Carlo?“

Jäh wurde er aus seinen Gedanken gerissen, als eine junge Frau auf die Terrasse trat.

„Ist alles okay mit Dir?“

Ist alles okay mit mir? Nein, wie denn auch. Aber ich muss mich vor ihr zusammenreißen.


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Der Angesprochene wandte sich um und setzte ein beruhigendes Lächeln auf: „Ja, das ist es. Aber kannst Du Dich nicht endlich überwinden, den „Onkel“ wegzulassen?“

Die hübsche Blondine strich ihm mit ihrem Zeigefinger über die Wange, ehe sie antwortete: „Das fällt mir irgendwie schwer. Aber ich bemühe mich.“ Prüfend sah sie ihn an. „Wo warst Du gerade mit Deinen Gedanken? Ich war oben und habe mir alles angesehen.“

„Und, was meinst Du zu meinem Vorschlag?“

„Es ist sehr schön und ich werde Dir das nie vergessen, dass Du mich hier wohnen lässt“, sagte sie leise, während sie dabei mit den Tränen kämpfte. „Ich weiß nicht, wie ich Dir jemals für Deine Hilfe danken soll.“

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Carlo sah in ihre rehbraunen Augen, die Augen ihrer Mutter. Sie wird ihr immer ähnlicher und hat auch deren Liebreiz, dachte er. In der Anfangszeit nach ihrem Tod hatte er oft nach ihr gesehen, da ihr Vater sich nicht hatte überwinden können, sich um seine trauernde Tochter zu kümmern. Aber wann hatte er das je gekonnt?

„Das ist das mindeste, was ich tun kann, mein Schatz. Ich hätte es verhindern müssen. Ich hätte so vieles anders machen müssen, vielleicht wäre dann…“

„Nein, Du kannst nichts dafür. Niemand. Man kann ihn nicht ändern“, unterbrach ihn die junge Blondine. Sie hatte ja keine Ahnung.

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Als er Sophia DeMarco am gestrigen Tag zufällig in der Stadt getroffen hatte, hatte er sie spontan zu einem Kaffee eingeladen. Lange hatten sie an diesem Nachmittag miteinander geredet und so hatte Carlo schließlich auch von ihrer Liebe zu Craig Colville erfahren. Eine Tatsache, die ihm jedoch längst bekannt gewesen war. Nur hatte er nicht geahnt, wie ernst es den Beiden war. In ihm hatte das schlechte Gewissen genagt, mit den kompromittierenden Fotos, die Fabio ihm überbringen musste, Craig erpressen zu wollen. Nachdem dieser aus San Antonio zurückgekehrt war, hatte Carlo ihm mitgeteilt, dessen Dienste künftig nicht mehr in Anspruch nehmen zu wollen. Er hatte ihn auch damit konfrontiert, für beide Seiten gearbeitet zu haben. Ein gefährliches Unterfangen, das Craig unterschätzt hatte. So war er schließlich blindlings in die Falle getappt, die sein Auftraggeber ihm gestellt hatte.

Erneut seufzte er tief auf, so dass ihn Sophia besorgt ansah. „Ist wirklich alles in Ordnung mit Dir?“

„Aber ja doch“, beruhigte er sie, während er sie in die Arme zog und ihr über die Haare strich, ehe er mit ihr hinein ging.

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Bis zu ihrer Kündigung hatte eine von Carlo’s Sekretärinnen hier gewohnt. Danach hatte die Wohnung leer gestanden. Warum sollte Sophia nicht hier einziehen? „Du kannst solange hier wohnen, wie Du willst, mein Schatz. Aber halte mich bitte raus, wenn Dein Vater dahinter kommen oder Fragen stellen sollte. Bitte, versprich‘ mir das.“

„Ja, Onkel Carlo. Er wird nichts erfahren und so schnell will ich ihn auch nicht wiedersehen.“

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Sophia war unmittelbar nach Beendigung ihres Auslandssemesters in Paris nach Bridgeport zurückgekehrt. Sie war nicht bereit gewesen, sich dem Willen ihres Vaters zu beugen und sich mit dem Sohn einer seiner Geschäftspartner vermählen zu lassen. Weder jetzt noch irgendwann, hatte sie ihm wütend ins Gesicht geschrien und ihm gedroht, damit an die Presse zu gehen, würde er von seinem Vorhaben nicht ablassen. Daraufhin hatte er sie wortlos ziehen lassen. Aber sie wusste auch, dass es noch nicht ausgestanden war. Ihr Vater der nachtragendste Mensch, den sie kannte.

„Onkel Carlo?“, sah sie ihn flehend an. „Wenn Du etwas herausgefunden hast…“

„Ich melde mich, sowie ich etwas höre.“ Er hielt inne, ehe er fortfuhr: „Ich hoffe, er ist es wirklich wert.“

„Das ist er, Onkel Carlo. Ich liebe ihn.“

Carlo nickte zustimmend. „Ja, ich weiß.“

„Weißt Du denn schon, wo Du mit der Suche anfangen wirst?“, wollte die Blondine wissen.

„Zunächst einmal werde ich mich in Italien umhören. Aber ich glaube nicht, dass er sich dort noch aufhält. Ich tippe eher auf Südamerika oder die Karibik. Das erscheint mir am Logischsten. Wahrscheinlich ist er noch am gleichen Tag abgeflogen, spätestens aber am nächsten Morgen. Das hätte ich zumindest so gemacht“, versuchte er mit seiner Geste auszudrücken.

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„Wenn er überhaupt noch lebt“, flüsterte sie schluchzend. „Hätte er sich dann nicht längst bei mir gemeldet? Vielleicht ist ihm doch etwas zugestoßen.“

„Man hatte keine Leiche im Haus gefunden. Das hatte die Spurensicherung ergeben. Er muss es also vor der Explosion verlassen haben.“

„Aber wo ist er dann hingegangen? Wo könnte er nur sein? Denkt er überhaupt noch an mich? Vielleicht hat er längst eine Andere.“

Erneut zog er sie in seine Arme und redete beruhigt auf sie ein. „Nicht doch. Wein‘ doch nicht. Wir werden es herausfinden, Sophia. Es kann vielerlei Gründe haben. Geh‘ nicht von dem Schlimmsten aus. Ich werde Dich auf dem Laufenden halten und Dich unverzüglich…“

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Das Vibrieren seines Handys unterbrach ihr Gespräch. Er löste sich aus ihren Armen und schaute aufs Display. Gut, sie würde kommen. Ihm hatten die Gespräche mit ihr gefehlt, auch wenn sie sich immer noch heimlich trafen, wie schon seit Jahren. Er schaute auf die Uhr, um 16 Uhr hatte sie geschrieben. Das war in einer halben Stunde. Also würde er nicht erst nach Hause, sondern gleich zu ihrem Treffpunkt fahren.

„Sophia, ich muss los. Wir bleiben in Verbindung. Du kannst mich jederzeit auf dem Handy erreichen, wenn etwas sein sollte.“ Er gab der jungen Frau einen Kuss auf die Wange.

„Danke, Onkel Carlo. Für alles.“

„Schon gut und Kopf hoch. Das wird schon wieder“, lächelte er ihr aufmunternd zu, ehe er zielstrebig zur Eingangstür ging.



Einige Stunden zuvor



Einsam und tief in Gedanken versunken lief der hochgewachsene Mann am Flussufer entlang. Waren es wirklich schon sechs Monate her, seit sie von heute auf morgen aus seinem Leben verschwunden war? Einfach weg, als hätte sie nie existiert. Erst jetzt, wo sie nicht mehr da war, wurde ihm schmerzlich bewusst, was er in ihr verloren hatte. Kyle liebte Trish immer noch, daran gab es keinen Zweifel und wahrscheinlich würde er sie nie aus seinem Herzen bekommen. Zu viel hatten sie gemeinsam erlebt, als dass er vergessen konnte, wie wichtig sie ihm gewesen war, was sie ihm bedeutet hatte. Nachdenklich starrte er in die Ferne, hinauf zur Brücke, die die Innenstadt vom alten Teil Bridgeports trennte, das sich serpentinartig den Weg nach oben schlängelte, hinauf in die Berge. Er seufzte tief auf.

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Trish hatte sich nach ihrer Heirat mit Vincenti nie mehr bei Kyle gemeldet. Anfangs hatte er sie auf ihrem Handy zu erreichen versucht. Aber ihre Nummer hatte nicht mehr existiert und bei Carlo in Monte Vista hatte er nicht anrufen können. Von seiner Mutter hatte Kyle erfahren, dass dieser am 1. Weihnachtsfeiertag mit Trish nach Monte Vista geflogen war. Ihm kam die Galle hoch, wenn er nur daran dachte, wie Carlo und Trish… Gequält schloss er die Augen. Nein, er konnte diesen Gedanken nicht zu Ende fassen. Er würde etwas darum geben, wenn er wenigstens wüsste, ob es ihr gut ginge.

Fabio konnte er ebenfalls nicht fragen. Sein bester Freund war vor einem halben Jahr zusammen mit Julie nach Starlight Shores gezogen, wo er eine von Carlo‘ s Filialen nach dem Chaos, das der letzte Geschäftsführers hinterlassen hatte, wieder auf Vordermann bringen musste. Er vermisste Fabio, der ihm damals nach Marlenas Tod tröstlich zur Seite gestanden hatte. So groß Kyle‘ s Groll auf Carlo auch war, es hatte seine Freundschaft zu dessen Neffen nie beeinträchtigt. Carlo hatte nie zwischen ihnen gestanden, auch wenn Fabio ein sehr loyaler Mensch war. Ihn hätte ich vielleicht fragen können, wäre er nicht immer noch in Starlight Shores. Ich sollte ihn mal wieder anrufen, ging es Kyle durch den Kopf.

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Vor zwei Tagen hatte er mit Sheila und seinen Eltern seinen 33. Geburtstag gefeiert. Sie waren mittags im Astoria Tower Essen gewesen, für den Nachmittag hatte er die kleine Gesellschaft zu sich nach Haus eingeladen, wo sie noch Kaffee getrunken und Erdbeerkuchen gegessen hatten. Er hätte etwas darum gegeben, Trish wäre an diesem Tag an seiner Seite gewesen. Mit Wehmut erinnerte er sich an seinen letztjährigen Geburtstag zurück. Sie waren noch in Monte Vista gewesen, waren erst ein paar Tage zuvor nach langem Hin und Her endlich zusammengekommen. Er hatte mit Trish Essen gehen, ihr gestehen wollen, wie sehr er sie liebte und sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen kann. Zuhause hatte er sie seiner Tochter vorstellen wollen. Er war überzeugt gewesen, dass die Beiden sich sehr gut verstanden hätten. Es hätte ein schöner Tag werden können, doch dann war alles anders gekommen. Das Attentat auf Anjelica hatte alles verändert, seine Pläne zunichte gemacht. Trish hatte nicht einmal erfahren, dass er Geburtstag hatte. Er vermisste sie mehr denn je und wünschte sich nichts sehnlicher, als dass sie wieder zu ihm zurückkommen würde. Aber all das war Wunschdenken. Sie war jetzt Carlo‘ s Frau, für ihn war kein Platz mehr. Auch wenn es ihm furchtbar schwer fiel, er musste sich endlich mit dem Gedanken vertraut machen, sie für immer verloren zu haben. Er musste sie gehen lassen.

Seit zwei Monaten hatten sie ein neues Familienmitglied. Ein kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel, als er an Sheila‘ s überraschtes Gesicht dachte, als er mit dem Hundekörbchen bei seinen Eltern aufgetaucht war. Fragend und mit großen Augen hatte sie ihn angesehen und neugierig in das Körbchen geschaut. Es war eines der Hündchen gewesen, das sie sich damals gemeinsam mit Katie im Tierheim angeschaut hatten. Nie würde er Sheila‘ s glänzende Augen vergessen, ihre weichen Arme, die sich um seinen Nacken geschlungen hatten und die unzähligen Küsschen, die sie ihm aufgedrückt hatte. „Ist der wirklich für mich?“ „Ja, mein Schatz. Für wen denn sonst?“, hatte er geschmunzelt.

Charlene hatte er während dieser Zeit nur selten gesehen. Sie war mehrere Wochen unterwegs gewesen und da war ihm bewusst geworden, dass er sie eigentlich nicht vermisste, auch wenn sie immer noch regelmäßig anrief. Sie würde bald zurückkommen, hatte sie ihm beim letzten Telefonat erzählt. Mit Monique jedoch traf er sich häufiger. Sie hatte immer ein offenes Ohr für ihn und war ihm eine sehr gute Freundin geworden, die ihm immer wieder unmissverständlich einzutrichtern versuchte, um Trish zu kämpfen, sie nicht aufzugeben. Aber das war leichter gesagt, als getan. Wie sollte er das machen? Er konnte doch nicht einfach nach Monte Vista fliegen und Trish entführen. Dieser Plan war damals schon gescheitert und das würde er wieder tun.

Oftmals hatte er sich die Frage gestellt, was passiert wäre, hätte er Anjelica einfach laufen lassen... wäre er auf Trish‘ s Bitte eingegangen. Er hätte sich in allergrößte Schwierigkeiten gebracht und womöglich seinen Job verloren. Wäre es das wirklich wert gewesen? Aber nach wie vor hatte er keine Ahnung, wer in Monte Vista auf sie geschossen hatte. War es wirklich Carlo gewesen oder doch jemand anderes? Hatte ein anderer diesen Auftrag erteilt? Falls ja, wer? Trish hatte von einem mysteriösen Telefonat gesprochen, das Carlo zwei Tage zuvor mit einem Unbekannten geführt hatte. Mit wem hatte Vincenti gesprochen? Zudem hatte Kyle ein paar Tage, nachdem er wieder aus Monte Vista zurückgekehrt war erfahren, dass DeMarco zu dem Zeitpunkt nicht in Bridgeport gewesen war. War er etwa der Schütze gewesen oder hatte Anjelica‘ s Ermordung in Auftrag gegeben? Kyle‘ s Recherchen hatten ergeben, dass Enzo nicht selbst geschossen haben konnte. Er war ein miserabler Schütze. Aber warum hätte dieser Anjelica ermorden lassen sollen? Was verband sie mit Carlo und Enzo? Wer also hatte geschossen? Laut der Ballistik hatte einer der Täter Anjelica so anvisiert, dass sie nicht lebensgefährlich verletzt werden konnte. So etwas konnte nur ein Profi, ein Sniper, der dafür ausgebildet war und so etwas nicht zum ersten Male gemacht hatte. Spontan war ihm dabei Craig Colville in den Sinn gekommen. Kyle war bekannt, dass er einige Jahre bei den Navy Seals gedient hatte, ehe er am Knie so schwer verletzt worden war, dass er die Spezialeinheit verlassen musste. Manchmal konnte er Julie‘ s Bruder nicht verstehen. Er war doch viel zu intelligent, um für DeMarco die Drecksarbeiten zu verrichten. Kyle wusste, dass er sich mit Enzo‘ s Tochter Sophia traf, seit er sie einmal zusammen an Craig' s Hütte gesehen hatte. Aber das war nicht sein Problem, er war alt genug, zu wissen, war er tat. Craig jedoch war verschwunden und niemand wusste, wo er war und ob er überhaupt noch lebte.

Von Anjelica hatte er auch nichts mehr gehört. Unmittelbar nach der Hochzeit mit Trish hatte Carlo sie mittels gefälschter Papiere außer Landes schaffen lassen. Kyle hatte keine Ahnung, wohin sie gegangen war, wo sie sich derzeit aufhielt. Wo sollte er also suchen? Dabei war er sicher, dass sie Licht ins Dunkle bringen könnte, dass sie die Schlüsselfigur von allem war. Von den italienischen Behörden hatte Kyle erfahren, dass Luigi Cavallo alias Mario Gagliano an einem Herzinfarkt und nicht an dem Gift gestorben war, das man ihm unmittelbar zuvor intravenös gespritzt haben musste. Zudem war er stark Drogen abhängig gewesen, ein Junkie also. An seinem Rotweinglas hatten sich Rückstände jenes Pulvers befunden, das man an der Handinnenfläche Anjelica‘ s hatte nachweisen können. Bei dem Pulver hatte es sich um ein leichtes Rauschgift gehandelt, dessen Dosierung jedoch nicht tödlich gewesen wäre. Seine Mörderin hatte sie also nicht sein können. Und diejenigen, die die Polizei verhaftet hatte, hatten offenbar auch nichts damit zu tun. Vermutlich hatte sie irgendjemand dafür bezahlt, die Schuld auf sich zu nehmen und vor Gericht falsch auszusagen. Wie passte es also zusammen, dass man die gestohlenen Relikte in Anjelica‘ s Pensionszimmer gefunden hatte? Die Relikte, die vor Jahren in Bridgeport während einer Vernissage gestohlen wurden. Sie stammten aus dem Kellerverlies, in das sie Trish hatte hinein gehen sehen. Das hatte ein Gutachter festgestellt. Jedoch verliefen sich dort ihre Spuren. Wie also hätte es funktionieren sollen, angeschossen zu werden und gleichzeitig die Relikte zu stehlen und sie in die Pension zu bringen? Kyle war sich fast sicher, dass ihr jemand den Diebstahl hatte anhängen wollen, ebenso wie diesen Mord. Unabhängig voneinander? Oder waren gar zwei Personen beteiligt gewesen? Was, wenn sich sowohl DeMarco, als auch Vincenti bei ihr rächen wollten? Der eine von dem anderen vielleicht gar nichts wusste oder jener Mittelsmann zwei Aufträge zu erledigen hatte? Kyle hatte herausgefunden, dass Luigi einst für Enzo gearbeitet hatte, bei seinem Arbeitgeber aber anscheinend in Ungnade gefallen war. Vielleicht wollte Luigi die beiden gegeneinander ausspielen, aus Rache, weil Enzo ihn gefeuert hatte. Oder hing das alles mit der Ermordung seines Onkels zusammen? Warum aber waren Trish und Anjelica zu dem Zeitpunkt, als Luigi tot zusammengebrochen war, ausgerechnet vor Ort gewesen? Reiner Zufall, wie es oftmals das Leben so spielte? Trish hatte ihm erzählt, die Frau von irgendwoher zu kennen. Wer also hatte ein Interesse gehabt, Mutter und Tochter nach so vielen Jahren wieder zusammenzuführen? Wer hatte überhaupt davon gewusst, dass Trish Anjelica‘ s Tochter war? Carlo auf jeden Fall und vermutlich auch DeMarco. Hatte sie mit beiden Männern etwas? Wer hatte da Schicksal gespielt? Carlo, indem er Anjelica erpressen konnte oder Enzo, aus welchem Grund auch immer?

Kyle schüttelte den Kopf. Das alles ergab keinen Sinn. Er hatte viele kleine Einzelteile, die sich zu einem Ganzen nicht zusammensetzen ließen. Wenn er doch nur wüsste, wo Anjelica war. Er war sich fast sicher, dass sie des Rätsels Lösung war. Leider war Kyle auch nicht bekannt, was Trish bei ihren Recherchen in die Hände gefallen war. Hatte sie eventuell diesen Luigi kontaktiert, ohne gewusst zu haben, was er vorhatte? Aber Trish konnte er dazu nicht befragen und ihr Chef würde ihm keine Auskunft erteilen. Auch war ihm nicht bekannt, ob Trish alleine an dem Fall gearbeitet hatte.

Er hatte nicht wissen können, dass er des Rätsels Lösung schon sehr nahe gekommen war. Ansonsten hätte er die Verantwortlichen schneller Dingfest gemacht. Vielleicht wäre dann auch alles anders gekommen. So musste er schließlich eine Entscheidung treffen, der er nie im Leben hätte zustimmen dürfen. Weder in dieser Situation, noch mit seinem Gewissen und Diensteid, den er einst geschworen hatte, vereinbar.

Wenn er es zu diesem Zeitpunkt nur schon gewusst hätte…

Ein lautes Grollen ließ ihn heftig zusammenzucken und er sah besorgt nach oben. Dunkle Wolken näherten sich in rasanter Geschwindigkeit, hatten die Bergkämme schon durchquert und brachten nun heftigen Wind, der die Äste der Bäume gefährlich hin- und herschwanken ließen. Ui, jetzt muss ich mich aber beeilen, will ich noch einigermaßen trocken nach Hause kommen.

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Kyle hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gefasst, als Petrus auch schon seine Schleusen öffnete und heftiger Regen einsetzte. „So ein verdammter Mist“, fluchte er. Trocken würde er nicht mehr an seinem Auto ankommen. Ruckartig wandte er sich um und nahm die Abkürzung über die Wiese, die ihn zum Trampelpfad führte, hinauf zum Parkplatz, auf dem sein Auto stand.

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Kapitel 2 folgt...
Zuletzt geändert von cheli24 am 12.03.2018, 09:11, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 10.03.2018, 20:39

Hallo Marga! :winken02
Und ich entschuldige mich schon jetzt im Voraus, falls mal etwas nicht logisch erscheinen sollte. Ich bin leider nicht perfekt und auch nicht fehlerfrei. :confus3
Also ich finde ja, Du musst Dich da überhaupt nicht entschuldigen. Wir sind hobbymäßige Schreiber; wir machen das aus Spaß an der Freude sozusagen, wie man so schön sagt, und niemand verlangt etwas Perfektes. Jedenfalls ich nicht.
Und ich bin auch nicht perfekt. Nicht im Geringsten! :schuetteln
So wie Du schreibst und Deine Geschichten gestaltest ist es super! :klatschen2 :daumenhoch1 Mir gefällt das so und ich glaube, die, die meine Worte hier lesen, werden meiner Meinung sein. Und die, die nicht meiner Meinung sind, sollen es erst mal besser machen! :nicken So, das war meine Meinung dazu.
:daumenhoch1

Jetzt aber zum Kapitel:

Uuuui, der Anfang ist da! Das 1. Kapitel! :freu1
Und ich fand die Zusammenfassung des vergangenen halben Jahres echt super!
:daumenhoch1


Sie konnte jedoch nicht wissen, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm war und es seinen Anfang bereits genommen hatte.
Dieser Satz macht mich mehr als neugierig, muss ich sagen! :nicken :daumenhoch2

Oooooh, DAS hätte ich ja mal nicht gedacht, dass Carlo die Ehe zwischen Trish und ihm so ohne weiteres aufgrund Trish´s Verschwinden annullieren lässt! :schuetteln
Trish ist also wieder „frei“! :klatschen2

Uuuups, wer hätte das gedacht, dass ihm das alles so sehr zusetzt, was mit Trish passiert hat. Der ansonsten so steinharte Carlo hat einen Herzinfarkt erlitten!
:kopfschuetteln :augen:

Hm, Anjelica liebt Carlo immer noch und er sie auch. Aber gegengesetzt wissen sie nichts davon.
Und Fabio werden Carlo´s Geschäfte überschrieben. Donnerwetter, viel ist passiert und wird weiterhin passieren!


Carlo auf dem Balkon. Täusche ich mich, oder sind seine Haare grauer geworden? :augen:

Das soll jetzt keine Kritik sein, denn sicherlich hast du es gar nicht bemerkt beim schreiben:
Nicht unweit von hier… Das wiederspricht sich ;) Entweder nicht weit oder unweit von hier. Oder? :anstossen1


Sophia?! Sophia DeMarco!!! Sie darf nun bei Carlo wohnen? Bzw. in einer der Wohnungen von Carlo.
Ok, zuerst war ich wirklich ein wenig überrascht, aber gut, als ich weiter gelesen habe, wurde mir einiges klar. Craig … ist ums Leben gekommen :weinen1 Sophia´s große Liebe.
Und Carlo kümmert sich nun liebevoll und rührend um Sophia.


DeMarco… So klar, das was er mit der armen Sophia vorhatte. Krass! Sie einfach mit dem Sohn einer seiner Geschäftspartner vermählen lassen zu wollen. Klar, dass sich Sophia dagegen gesträubt hatte!

Hmmmm… Neee, Craig ist nicht ums Leben gekommen. Bild Sophia sagt, sie liebt ihn, also ist er am Leben. :nicken Nur weiß sie immer noch nicht wo er ist! Aber er lebt. Hofft sie zumindest. Und ich auch.

Haus? Explosion? Ach du Kack!!!
:augen: :kopfschuetteln

Gut, sie würde kommen.
Ich weiß, wen Carlo damit meint! Kyle´s Mom! :nicken

Ohjeee, armer Kyle. :weinen1 Einsam, traurig, tief in Gedanken versunken… :weinen2 Was er alles hatte tun wollen… Mit Trish, seiner großen Liebe! Aber das Attentat auf Anjelica hat alles verändert. :weinen3:
Gedanken über Gedanken gehen Kyle durch den Kopf… Viele Gedanken, viele Fragen ohne Antworten.

Doch mittendrin kommt ein Gewitter und Kyle muss sich sputen. Doch trocken bleibt er ohnehin nicht mehr.
:gewitter


Das war ein tolles 1. Kapitel dieser 2. Staffel --> Text wie Bilder; spannend und überhaupt! :klatschen1 :daumenhoch1 Ich hab mich riesig gefreut drüber, dass es nun los ging! :klatschen2 Danke dafür, liebe Marga! :hug02
Und jetzt bin ich schon sehr gespannt wie es weiter geht! :freu2


LG Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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SdV 2 Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 18.03.2018, 22:46

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe, liebe Astrid.
:hug02

Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Hallo Marga! :winken02 So wie Du schreibst und Deine Geschichten gestaltest ist es super! :klatschen2 :daumenhoch1 Mir gefällt das so und ich glaube, die, die meine Worte hier lesen, werden meiner Meinung sein. Und die, die nicht meiner Meinung sind, sollen es erst mal besser machen! :nicken So, das war meine Meinung dazu.[/color][/b] :daumenhoch1
Dankeschön. Du hast ja Recht. Nobody is perfect. Sollte wirklich mal etwas unklar sein, kannst Du mich aber gerne fragen. :hug02
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Und ich fand die Zusammenfassung des vergangenen halben Jahres echt super![/color][/b] :daumenhoch1

Vielen Dank, es freut mich, dass es Dir gefallen hat. Ja und in sechs Monaten kann schließlich viel passieren.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Sie konnte jedoch nicht wissen, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm war und es seinen Anfang bereits genommen hatte.Dieser Satz macht mich mehr als neugierig, muss ich sagen! :nicken :daumenhoch2

So lange dauert es gar nicht mehr, bis dahin.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Oooooh, DAS hätte ich ja mal nicht gedacht, dass Carlo die Ehe zwischen Trish und ihm so ohne weiteres aufgrund Trish´s Verschwinden annullieren lässt! :schuetteln Trish ist also wieder „frei“! :klatschen2

Ja, ne. Das ist eine Überraschung. Ich denke mal, dass er es bitter bereut hat, denn im Grunde genommen liebt er Trish, als wäre sie seine eigene Tochter.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Uuuups, wer hätte das gedacht, dass ihm das alles so sehr zusetzt, was mit Trish passiert hat. Der ansonsten so steinharte Carlo hat einen Herzinfarkt erlitten! :kopfschuetteln :augen:
Auch den stärksten Mann kann so etwas umhauen. Carlo ist keine Maschine und auch kein Roboter. Auch er hat Gefühle, wenngleich er diese nicht sehr oft zeigt.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Hm, Anjelica liebt Carlo immer noch und er sie auch. Aber gegengesetzt wissen sie nichts davon.

Das weiß man nicht so genau. Ich denke eher, beide verdrängen das ganz einfach oder der Eine will es vor dem Anderen nicht zugeben, was auch immer. Aber schau‘ n wir mal, wie sich alles entwickeln wird. Vielleicht hat Anjelica mittlerweile jemanden kennengelernt. Das weiß man ja nicht. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Carlo auf dem Balkon. Täusche ich mich, oder sind seine Haare grauer geworden? :augen:


Auf Deinen Hinweis hin, habe ich nachgeschaut. Nee, das täuscht wahrscheinlich. Die grauen Strähnen hatte er schon bei der Hochzeit. Ich habe nichts an der Haarfarbe geändert. Vielleicht liegt es am Licht.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Das soll jetzt keine Kritik sein, denn sicherlich hast du es gar nicht bemerkt beim schreiben:Nicht unweit von hier… Das wiederspricht sich ;) Entweder nicht weit oder unweit von hier. Oder? :anstossen1

Nö, ich habe mir gar nichts dabei gedacht, denn umgangssprachlich habe ich es so auch schon gehört. Aber es stimmt natürlich, doppelte Verneinung. Ich habe es abgeändert. :daumenhoch2
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Ok, zuerst war ich wirklich ein wenig überrascht, aber gut, als ich weiter gelesen habe, wurde mir einiges klar. Craig … ist ums Leben gekommen :weinen1 Sophia´s große Liebe. Und Carlo kümmert sich nun liebevoll und rührend um Sophia.
Bist Du Dir sicher? Hat Du die Dialoge so interpretiert?
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
DeMarco… So klar, das was er mit der armen Sophia vorhatte. Krass! Sie einfach mit dem Sohn einer seiner Geschäftspartner vermählen lassen zu wollen. Klar, dass sich Sophia dagegen gesträubt hatte!

Sie wäre nicht Sophia, wenn sie sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hätte.
:meckern
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Hmmmm… Neee, Craig ist nicht ums Leben gekommen. Bild Sophia sagt, sie liebt ihn, also ist er am Leben. :nicken Nur weiß sie immer noch nicht wo er ist! Aber er lebt. Hofft sie zumindest. Und ich auch.

Okay, Du hast es revidiert. Ich hatte nirgendwo geschrieben, dass er tot ist. Er ist verschwunden und keiner weiß, wo er ist. Aber es schließt natürlich nicht aus, dass ihm wirklich etwas zugestoßen sein könnte. Joo, schau‘ n wir mal.
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Haus? Explosion? Ach du Kack!!! :augen: :kopfschuetteln
Oh, das denkst Du? Ah ja. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Oder wahrscheinlich doch? Hm, ich sag‘ dazu mal nix. :grins :weinen3:
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Gut, sie würde kommen.Ich weiß, wen Carlo damit meint! Kyle´s Mom! :nicken

Wirklich? Glaubst Du, sie will ihn überhaupt noch sehen, nachdem, was Carlo ihrem Sohn angetan hat?
:x
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Ohjeee, armer Kyle. :weinen1 Einsam, traurig, tief in Gedanken versunken… :weinen2 Was er alles hatte tun wollen… Mit Trish, seiner großen Liebe! Aber das Attentat auf Anjelica hat alles verändert. :weinen3:


Ja, es hätte alles so schön und harmonisch sein können. :verliebt: Aber das sollte wohl so nicht sein.
:weinen2
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Gedanken über Gedanken gehen Kyle durch den Kopf… Viele Gedanken, viele Fragen ohne Antworten.

Ja. Er hatte viel Zeit zum Nachdenken und er grübelt immer wieder, ob es nicht doch noch einen anderen Weg gegeben hätte. Wer weiß. :confus2
Simsi68 hat geschrieben:
10.03.2018, 20:39
Das war ein tolles 1. Kapitel dieser 2. Staffel --> Text wie Bilder; spannend und überhaupt! :klatschen1 :daumenhoch1 Ich hab mich riesig gefreut drüber, dass es nun los ging! :klatschen2 Danke dafür, liebe Marga! :hug02


Es freut mich sehr, dass es Dir gefallen hat.

Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und die Gedanken, die Du Dir gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid. :hug02

Gleich im Anschluss geht es mit dem 2. Kapitel weiter.

LG Marga

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Re: SdV 2 - Sehnsucht, die nie vergeht

Beitrag von cheli24 » 18.03.2018, 23:33

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

das nachfolgende Kapitel enthält zwar nicht so viele Bilder, aber dementsprechend viele Dialoge. Dafür wird Kapitel 3 etwas kürzer. Ich wollte es erst noch hier mit anschließen, aber das wäre dann zu lange geworden. Es wird mir nicht immer gelingen, die Kapitel möglichst gleich lang zu gestalten. Ich hoffe aber, dass es keinen stört.


So, nun wünsche aber viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24
(Marga)





Kapitel 2 - Wenn Freundschaft einen Riss erleidet




Am Flussufer



Sie war schon da und hatte auf der Bank Platz genommen, als er sich ihr näherte. Ein Blick auf seine Uhr… pünktlich wie immer. Sie war immer noch eine wunderschöne Frau, elegant und sportlich zugleich, unkompliziert, jemanden, mit dem man Pferde stehlen konnte. Eine Mischung, die man nicht oft bei Frauen fand, die sich in der gehobenen Gesellschaft bewegten und die in Reichtum hineingeboren wurden. Dabei war sie eigentlich nicht dieser Typ Frau. Sie besaß ein ungezügeltes Temperament und konnte mitunter auch bissig sein. Ein Lächeln umzog seine Mundwinkel, als er an jenen Sommer dachte, an dem sie alle gemeinsam in ihrer Heimat San Antonio waren. Henry, Eric, Caroline und er. Die unzertrennlichen Vier, so hatte man sie genannt. Dort hatte er sie so erlebt, wie sie in Wirklichkeit war. Temperamentvoll, fröhlich, couragiert, selbstbewusst und aufgeschlossen, bisweilen auch ein wenig vulgär. Oh ja, das konnte sie durchaus sein. Das Texas-Girl in ihr ist nie verloren gegangen, das mitunter auch sehr direkt sein konnte und die Dinge stets beim Namen nannte. Man konnte ihr nichts vormachen, sie durchschaute immer alles recht schnell.

Carlo fürchtete sich vor dem, was kommen würde. Er spürte die Nervosität, das Unbehagen. Sie würde Fragen stellen, ihn in die Enge treiben und er wusste nicht, wie er ihr antworten und was er zu seiner Verteidigung sagen sollte. Sein Magen verkrampfte sich, sein Herz pochte laut, der Puls raste. Seine Füße wollten kaum gehorchen, während seine Schritte langsamer wurden, so als könnten sie das Bevorstehende hinauszögern. Es war das schlechte Gewissen, das in ihm nagte und immer wieder inne halten ließ, während er sich in Gedanken die Worte zurecht legte. Caroline, Du musst mir glauben, wirklich, ich wollte das nicht. Ich kann es mir doch…

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„Willst Du dort Wurzeln schlagen oder bist Du festgefroren?“

Augenblicklich wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Er schluckte schwer und mühte sich ein kleines Lächeln ab, während sie bereits strahlend auf ihn zuging.

„Sag‘ mal, sehe ich so schrecklich aus, dass Du Dich nicht zu mir traust? Du stehst da, wie festgemeißelt.“

Carlo atmete tief durch, ehe er sie schließlich in seine Arme zog, als sie vor ihm stand. „Nein, natürlich nicht. Schön, Dich wiederzusehen, Caroline. Du hast mir gefehlt“. Er meinte es wirklich so, wie es geklungen hatte. Er hatte seine beste Freundin sehr vermisst und oft an sie denken müssen, als er in Monte Vista war und vor allem während seiner fast sechswöchigen Reha.

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Caroline musterte den Freund aufmerksam: „Dann hast Du aber eine seltsame Art, mir dies zu zeigen. Ich hatte schon die Befürchtung, Du würdest Dich wieder umdrehen und gehen. Ist alles in Ordnung mit Dir?“

Ja, man konnte ihr nichts vormachen. „Ja, ja“, kam es schnell über seine Lippen. „Ich habe Dich vermisst, Caroline.“

„Nun ja, Du hast Dich nach Eurer Hochzeit ganz schön rar gemacht. Hast ja gar nichts mehr von Dir hören lassen. Ich bin ab und zu an Eurem Haus vorbeigegangen, aber da war alles dunkel. Seit wann bist Du denn wieder da? Ist Trish auch mitgekommen?“

So viele Fragen. Carlo starrte ins Leere, als er leise sagte: „Du weißt nicht, dass sie mich verlassen hat?“

Entsetzt sah sie ihn an und stammelte: „BITTE? Sa… sag‘ das nochmal. Trish hat Dich verlassen? Wie, ich versteh‘ nicht recht… ich meine, ist sie denn noch in Monte Vista?“

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„In Monte Vista? Nein. Wie kommst Du denn darauf? Sie war nicht mit mir in Monte Vista.“

„WAS? Aber wo ist sie denn dann?“ Ihre Stimme hatte sich deutlich erhoben. Als er nichts darauf erwiderte, fuhr sie ihn scharf an. „Carlo, was ist passiert? Wo ist Trish?“

Resigniert schüttelte Carlo den Kopf. „Ich weiß es nicht, Caroline.“

„Was heißt, Du weißt es nicht? Sie kann ja nicht vom Erdboden verschluckt sein.“

„Ich habe eine riesige Dummheit gemacht und hatte sie mit Jelica verwechselt.“

„Du hast was getan?“

Bestürzt sah Caroline ihn an, während er zerknirscht fortfuhr: „Ich bin kurz vor Weihnachten stark betrunken von einer Charity-Veranstaltung nach Hause gekommen. Trish wollte gerade zu Bett gehen, als bei mir sämtliche Sicherungen durchgebrannt sind, als ich sie im Negligé gesehen hatte. Ich hatte plötzlich nicht sie vor Augen, sondern ihre Mutter. Jelica. Meine Güte, Caroline. Beinahe hätte ich sie gewaltsam genommen. Im letzten Moment habe ich mich daran zurückerinnert, dass ich den gleichen Fehler…“

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Erbost unterbrach ihn Caroline: „Du hast doch nicht etwa…? Carlo sag‘, dass das nicht wahr ist.“

„Nein, habe ich nicht. Aber es hätte nicht viel gefehlt. Trish konnte sich losreißen und ist ins Badezimmer geflüchtet. Die Nacht hatte sie dann im Gästezimmer verbracht. Aber damals in meinem Büro, als Jelica auf Dich losgegangen ist und wir diesen fürchterlichen Streit hatten. Erinnerst Du Dich noch?“ Caroline nickte wie in Trance. „Jelica hat mir das nie verziehen. Aus diesem Grund ist sie auch gegangen, sowie jetzt auch Trish. Als ich am nächsten Tag von einem Meeting nach Hause gekommen bin, war sie weg. Ich habe keinen Versuch unternommen, sie zu suchen und bin am nächsten Tag nach Monte Vista geflogen. Dort habe ich dann die Ehe annullieren lassen.“ Es herrschte eine gespenstische Stille, als Carlo geendet hatte.

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Enttäuschung und Wut spiegelte sich in ihrem Gesicht wider, als sie zornig hervor presste: „Wie konntest Du das nur tun, Carlo? Du hast doch gewusst, wie sehr Kyle Trish liebt. War es Dir nicht einmal einen Anruf bei mir wert, um mir mitzuteilen, dass sie Dich verlassen hat, dass die Ehe annulliert wurde? Carlo, ich könnte Dich umbringen. Kyle hatte es das Herz gebrochen. Nach Eurer Vermählung hatte er sich in die Arbeit gestürzt, hat ein Seminar nach dem anderen besucht, selbst welche abgehalten. Sheila hatte ihren Vater kaum noch gesehen. Ich hatte mir furchtbare Sorgen um ihn gemacht und hatte die Befürchtung, er würde daran zerbrechen. Carlo, ich dachte, wir wären Freunde, aber so etwas verheimlicht man seiner besten Freundin nicht.“

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Betroffen sah Carlo sie an und sagte leise: „Caroline, es tut mir so Leid. Aber ich werde alles tun, um meinen Fehler wieder gut zu machen. Wenn Du willst, dann werde ich Trish suchen lassen.“

Verbittert schüttelte Caroline den Kopf: „Wahrscheinlich ist es dafür schon längst zu spät. Wie soll ich das Kyle nur erklären? Und Anjelica? Sie hat auch nichts von ihr gehört?“

Er zuckte mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Wir haben keinen Kontakt. Aber Du könntest vielleicht mal bei… Eric nachfragen?“ Nur zögernd war ihm der Name des ehemaligen Freundes über die Lippen gekommen.

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Überrascht sah Caroline ihn dann auch an: „Eric? Meinst Du, er weiß etwas über Trish‘ s Verbleib?“

„Nun ja, es wäre doch ein Versuch wert. Könntest Du ihn danach fragen, Caroline? Bitte, ich kann nicht zu ihm…“

„Gut, ich werde ihn fragen. Aber ich glaube nicht, dass er weiß, wo sie ist. Weißt Du, was das Traurige an dieser verfahrenen Situation ist?“ Als er nichts darauf erwiderte, fuhr sie fort. „Du und Anjelica habt Trish als Spielball missbraucht. Sie musste das ausbügeln, was Ihr Beide verbockt habt. Du sagst, Du liebst Trish? Warum hast Du sie dann so leiden lassen? Warum Carlo? Weshalb hast Du Ihr das angetan?“ Als immer noch keine Antwort kam, stieß sie zornig hervor: „Keine Antwort ist auch eine Antwort. Denkst Du, dass macht die Sache einfacher, indem Du mich einfach anschweigst? Was weißt Du über Anjelica’ s Herkunft?“

Irritiert schaute er sie an, konnte ihrem Gedankensprung offenbar nicht folgen. „Was meinst Du?“

Caroline wirkte ungeduldig. „Herrgott nochmal. Wo ist sie aufgewachsen, wer sind ihre Eltern? Hast Du eine Adresse?“

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Nun schien er zu kapieren. „Ach so. Sie wurde glaube ich in Appaloosa Plains geboren, ihre Mutter ist Mexikanerin, der Vater Italiener. Deshalb haben sie auch immer in Italien Urlaub gemacht. Aber wo sie gewohnt haben, das kann ich Dir leider nicht sagen. Ich habe keine Adresse.“

„Hast Du mir nicht mal erzählt, sie hätte eine Zeitlang bei ihrer Tante gelebt?“

„Ach so, ja. In Nevada, soweit ich das noch in Erinnerung habe. Ich glaube, irgendwo in der Nähe von Las Vegas, Carson City oder so ähnlich. Die sind dann aber umgezogen, ich glaube nach Lucky Palms. Ja, das könnte es sein. Aber ob Jelica‘ s Eltern auch dorthin gezogen sind? Keine Ahnung. Meinst Du denn, Trish ist in Lucky Palms?“ Neugierig musterte er die Freundin.

Doch diese zuckte nur mit den Schultern: „Woher soll ich das denn wissen? Ihr habt so viel Zeit in Monte Vista verbracht und Du weißt nicht, wo ihre Eltern wohnen? Habt Ihr Euch denn nie darüber unterhalten? Du hast sie doch auch gekannt.“

„Na ja, so oft hatte ich sie nun nicht gesehen. Sie sind meistens weitergereist und hatten auf dem Rückweg Jelica wieder abgeholt. Denkst Du, Trish ist bei ihren Großeltern?“

„Keine Ahnung, aber vielleicht haben wir Glück. Es ist zumindest ein Anhaltspunkt.“

Sie musterte ihn stumm, ehe sie bitter hervorstieß: „Ich werde Kyle mitteilen, dass Trish Dich verlassen hat und ich habe ihm auch die Wahrheit über Dich und mich erzählt.“ Er wollte etwas einwenden, doch scharf fuhr sie ihn an: „Du bist jetzt ruhig und lässt mich ausreden. Kein Ton, sonst vergesse ich mich, Carlo.“ Er nickte nur als Zustimmung. „Ich weiß nicht, wie Du es angestellt hast, Anjelica von allen Anklagepunkten freizusprechen. Ich will es auch gar nicht wissen. Aber, und nun hör‘ mir gut zu. Ich werde alles tun, alles Carlo, was in meiner Macht steht, meinen Sohn endlich wieder glücklich zu sehen. Eine Frau hat er durch Dich schon verloren und ich werde nicht zulassen, dass das ein zweites Mal passiert, Carlo. Das schwöre ich Dir.“

Ihre Worte hatten sehr entschlossen geklungen und wer Caroline kannte wusste, wie ernst sie es gemeint hatte.

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Stockend beteuerte Carlo: „Ich… ich habe nichts…mit Marlena‘ s Tod zu tun. Das musst Du mir glauben, Caroline.“

Ihr lautes Lachen klang verächtlich und ließ ihn zusammenzucken: „Dir glauben, Carlo? Dir soll ich noch irgendetwas glauben? Du lügst doch, wenn Du den Mund aufmachst. Warum gibst Du es nicht endlich zu? Es ging Dir nur um Rache. Du hast Kyle strafen wollen, weil er gegen Dich ermittelt hatte. Und Du hast genau gewusst, wie hart es ihn treffen würde, wenn Du ihm auch noch Trish nimmst. Wenn ich nur an Dein selbstgefälliges Grinsen denke, als Du die Verlobung bekannt gegeben hattest. Wenn ich gekonnt hätte, dann hätte ich Dir vor den Fotografen eine runtergehauen. Und glaub‘ mir, es wäre mir scheißegal gewesen, was die Medien am nächsten Tag geschrieben oder daraus gemacht hätten.“

Als er nichts darauf erwiderte, fuhr sie ihn schroff an: „Hast Du Trish deshalb geheiratet, um ihn endgültig zu zerstören? Es ist mein Sohn, den Du vernichten wolltest und ich weiß nicht, ob ich Dir das je verzeihen kann.“ Unbewusst war sie laut geworden, während sie anklagend die Hände hob.

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Carlo antwortete müde: „Das war nie meine Absicht. Du und Henry, ihr habt einen wunderbaren Sohn und es tut mir Leid, dass ich ihn dafür strafen wollte, was sein Onkel mir angetan hatte.“

Irritiert unterbrach ihn Caroline. „Peter? Was hat er denn damit zu tun?“

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Carlo seufzte und wandte ihr den Rücken zu, während er nach den passenden Worten suchte. Schließlich begann er: „Es ist an der Zeit, dass Du die Wahrheit erfährst. Wahrscheinlich wirst Du es mir nicht glauben. In Deinen Augen bin ich doch der Buhmann für alles. Ja, ich habe Fehler gemacht und wenn ich sie rückgängig machen könnte, dann würde ich das tun.“

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Ruckartig wandte er sich zu ihr um. In seinen Augen lag Wehmut, als er sie anschaute und seufzend fortfuhr: „Caroline, Peter hatte nie vor, zum FBI zurückzukehren, auch das Vorhaben mit dem Zeugenschutzprogramm war gelogen. Dein Schwager hatte Gefallen daran gefunden, sich mit den falschen Leuten einzulassen und mit ihnen Geschäfte zu machen. Die DeMarcos haben Peter auf dem Gewissen. Er hatte den Auftrag, mich umzubringen, um an die Bohr- und Schürfrechte meiner Eltern zu kommen. Du weißt, wie wichtig Du und Deine Schwester mir waren und immer noch sind. Ich wollte Susan helfen, sie unterstützen. Sie hat mir so entsetzlich Leidgetan. Du ahnst ja nicht, wie oft sie bei mir war und sich ausgeweint hatte, wenn Peter wieder einmal tagelang weg war und sie mit den Kindern alleine gelassen hatte. Ich habe Peter‘ s Tarnung auffliegen lassen. Enzo war stinksauer, als er erfuhr, dass Peter fürs FBI arbeitet. Deshalb hatte er ihn in diesen Hinterhalt gelockt. Wenn ich mir etwas vorzuwerfen habe, dann dass ich ihn unterschätzt habe. Ich hatte nicht mit seiner Entschlossenheit gerechnet, vielleicht würde Peter dann noch leben.

Kyle waren bei seiner Recherche wichtige Unterlagen in die Hände gefallen, unter anderem auch, dass ich eine Zeitlang mit den DeMarco‘ s Geschäfte gemacht hatte. Verstehst Du, was ich damit sagen will, Caroline? Kyle hätte uns zwar damit hinter Gitter bringen können, aber sich selbst auch in allergrößte Gefahr. Es hatte zu viele Hintermänner gegeben, Peter war nur einer davon. Anfangs habe ich nichts unversucht gelassen, Kyle‘ s Recherchen zu topedieren. Ich wollte nicht, dass er es erfährt. Aber er war wild entschlossen gewesen, DeMarco zu überführen und ich habe nicht verhindern können, dass man Deinen Sohn angeschossen hatte. Was mit Marlena passiert ist, glaube mir Caroline, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht bereue, Kyle nicht in dieses Komplott eingeweiht zu haben. Vielleicht wäre dann alles anders gekommen und Marlena hätte nicht sterben müssen. Aber dann hatte Kyle angefangen, gegen mich zu arbeiten und hatte mich für ihren Tod verantwortlich gemacht. Er wollte mich unbedingt ins Gefängnis bringen, was gleichzeitig seinem Todesurteil gleichgekommen wäre. Enzo hätte ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, erledigen lassen, schon aus Angst, dass ich einknicken und alles ausplaudern würde. Er hatte überall seine Kontakte und ich will nicht wissen, wie viele Morde auf seine Kappe gehen. Schließlich fand ich heraus, dass Kyle offensichtliches Interesse für Trish hegt. Jelica‘ s Tochter. Sie hat leider deren Hang zur Neugierde und sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen.“

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„Was meinst Du damit?“, wurde er von Caroline unterbrochen. Stumm hatte sie bislang seinen Ausführungen gelauscht, ihn dabei aber immer wieder entsetzt angesehen, als könnte sie nicht glauben, was sie gehört hatte.

Carlo seufzte auf: „Sie ist nicht nur zuhause in meinem Arbeitszimmer, sondern auch in meinen Büroräumen eingebrochen.“

„TRISH?“, fragte Caroline ungläubig. „Das glaube ich nicht.“

„Doch, Caroline“, beharrte Carlo. „Ich war mit Julie und Fabio essen und bin auf dem Rückweg an meinem Büro vorbeigefahren und da hatte Licht gebrannt. Rate mal, wen ich oben vorgefunden habe?“

Als Caroline nur mit den Schultern zuckte, sagte Carlo: „Kyle.“

„Kyle war in Deinem Büro?“

„Ja, angeblich hätte es einen Alarm gegeben, dessen Hinweis er nachgehen wollte. Aber er war nicht alleine dort. Ich habe jemanden die Treppe hinunterlaufen hören.“

„Und wer sagt Dir, dass es Trish war?“

„Mir ist einiges seltsam vorgekommen. Ihr offensichtliches Interesse an mir. Nicht als Mann, nein das nicht. Sie wollte mich aushorchen. Erinnerst Du Dich, als wir im Astoria Tower essen waren?“ Mechanisch nickte sie, während ihr Blick ins Leere ging.

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„Irgendwann ist sie zur Toilette gegangen und war ziemlich lange weg. Also bin ich auch zur Toilette und da stand sie an der Garderobe und hatte sich mit Kyle unterhalten. Er hatte ihr Handy in der Hand, das sie ihm schnell entwendet hatte, als sie mich gesehen hatte. Das gleiche Handy, das ich unter dem Vorhang meines Arbeitszimmers gefunden hatte. Ich hatte es für die Ermittlungen der Polizei liegenlassen. Kyle war der zuständige Beamte. Er war im Zimmer, danach war es nicht mehr da. Kyle hatte mit keinem Wort das Handy erwähnt.“

„Und was hat das mit dem Einbruch in Deinen Büroräumen zu tun?“

Carlo lächelte. „Nun, das hatte ich mich auch gefragt. Aber dann ist mir eingefallen, dass ich meine Jacke an der Garderobe hängen hatte. Ich musste nur noch eins und eins zusammenzählen. Sie hat mir die Schlüssel entwendet und sich einen Abdruck gemacht.“

„Und wurde etwas gestohlen?“

„Ja. Wichtige Unterlagen, die ich für mein neues Bauprojekt in San Antonio benötigt hätte. Aber um das geht es gar nicht.“

„Sondern?“ Neugierig sah ihn Caroline an.

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„Kyle hatte ihr wohl immer wieder aus der Patsche geholfen. Trish hat Jelica‘ s Gabe, Männer um den Finger wickeln zu können, wenn sie etwas will. Das konnte sie schon als kleines Mädchen recht gut. In dieser Hinsicht ist sie ihrer Mutter sehr ähnlich. Jelica hatte sich mit ihrer Neugierde auch immer in Gefahr gebracht. Caroline, als ich erfahren hatte, dass Jelica an der Hochzeit teilnehmen will, hatte ich nichts unversucht gelassen, sie mit aller Macht daran zu hindern.“

„Das konntest Du ihr nicht verübeln. Das hätte ich auch getan“, warf Caroline bestimmend ein.

Doch Carlo winkte ihren Einwand mir der Hand ab. „Du bist nicht, Jelica. Wie dem auch sei. Sie hatte nicht auf mich gehört und alle Warnungen und Drohungen in den Wind geschlagen. Als man dann auf sie geschossen hatte, war mir klargeworden, dass sie sich in Gefahr befand. Sie selbst hatte die Ratten aus den Löchern geholt, als sie in Monte Vista aufgetaucht ist. Ich wusste nicht, was ich machen sollte. Die einzige Möglichkeit, sie unter Kontrolle zu halten und Trish zu beschützen, war die Hochzeit gewesen. Es hatte wirklich nichts mit Kyle zu tun. Ich habe Trish sehr gerne und werde in ihr immer Jelica‘ s Tochter sehen. Caroline, wenn ich irgendetwas tun kann, damit Trish gefunden wird, dann lass‘ es mich wissen.“ Er zögerte kurz, ehe er leise sagte: „Und wenn Du willst, werde ich das Gespräch mit Kyle suchen. Bitte verzeih mir, was ich ihm angetan habe.“

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Fassungslos hatte Caroline sein Geständnis vernommen, war dabei immer wieder durch ein Wechselbad der Gefühle gegangen. Es dauerte eine Weile, bis sie wieder ihre Sprache fand: „Carlo, warum hast Du mir nie etwas davon erzählt? Hattest Du so wenig Vertrauen zu mir? Ich habe mein Versprechen, dass ich Dir damals gegeben habe, nie gebrochen. Aber ich hatte immer gehofft, Du wärst derjenige, der es ihnen sagen würde. Ihr könnt es doch nicht ewig verheimlichen. Wie kannst Du denn damit leben? Wie könnt Ihr das? Ihr seht Euch täglich, Trish hatte Anjelica den ganzen Tag um sich. Ich verstehe Euch nicht. Wartest Du etwa auf den richtigen Zeitpunkt? Nun, der wird wahrscheinlich nie kommen.“

„Ich weiß“, seufzte er resigniert.

Müde schüttelte sie den Kopf, ehe sie fragte: „Weißt Du, wie Anjelica‘ s Mädchenname ist?“

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Carlo dachte angestrengt nach, bis er plötzlich sagte: „Moreno. Ihre Eltern hießen Ricardo und Juanita Moreno. Vielleicht hilft das ja.“

„Danke, ich werde es Kyle mitteilen.“ Zutiefst verletzt und enttäuscht sah sie ihn an, als sie leise sagte: „Ich weiß nicht, ob ich Dir das so schnell verzeihen kann, Carlo. Ob ich es überhaupt kann. Wie konntest Du uns das nur antun? Es hatte eine Zeit gegeben, da hattest Du Dir nichts sehnlicher gewünscht, als dass Kyle Dein Sohn wäre. Du hast sogar einen Vaterschaftstest machen lassen, hast in Kauf genommen, dass meine Ehe mit Henry dadurch eventuell in die Brüche gegangen wäre. Unsere Trennung war die schwierigste Zeit in meinem Leben gewesen. Henry wollte sogar die Scheidung einreichen. Wenn Dir Kyle doch so wichtig war, warum hast Du ihm nicht die Wahrheit gesagt?“

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Es verging eine kurze Zeit, in denen keiner ein Wort sprach. Jeder schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Mittlerweile war auch die Sonne untergegangen, die Beleuchtung auf der Brücke spendete nur spärliches Licht.

„Ich bereue zutiefst, was ich getan habe. Und ja, ich hätte mir gewünscht, Kyle wäre mein Sohn. Du bist mir immer noch sehr wichtig Caroline und ich habe mich oft gefragt, was passiert wäre, wärst Du an jenem Morgen noch da gewesen. Aber Du hast mich genauso verlassen, wie Jelica es getan hatte.“

„Ich habe Henry immer noch geliebt, trotz allem, Carlo. Ich habe nicht bei Dir bleiben können, schon alleine der Kinder wegen nicht. Im Grunde genommen wissen wir doch Beide, dass das mit uns nicht funktioniert hätte. In Deinen Gedanken war immer nur Anjelica. Du liebst sie und sie liebt Dich. Warum gesteht Ihr Euch das nicht endlich ein? Sie ist Dein und Du bist ihr Schicksal. Gehe zu ihr und steh‘ endlich zu Deinen Gefühlen. Deine Eltern leben nicht mehr. Also, wer sollte Dich jetzt noch daran hindern?“

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„Vielleicht hast Du Recht. Ich bin müde, ich mag nicht mehr, Caroline. Meine Geschäfte werde ich verkaufen, Fabio übernimmt meine Baufirma. In spätestens einer Woche werde ich nach Monte Vista zurückfliegen. Ich sehne mich nach Liebe und Geborgenheit und bin des Alleinseins satt. Während meiner Reha…“

„Welche Reha?“, unterbrach ihn Caroline erschrocken.

Carlo lächelte verhalten. „Ich hatte gleich zu Jahresbeginn einen Herzinfarkt. Zum Glück war Romina, meine Haushälterin da. Sie und ihr Mann haben mich ins Krankenhaus gebracht. Es geht mir wieder gut. Aber die Ärzte haben mir geraten, kürzerzutreten und das werde ich jetzt auch machen.“

„Warum hast Du mich nicht verständigt? War es, weil Du Angst hattest, ich könnte das mit Trish erfahren?“, fragte Caroline tonlos.

„Ja, vielleicht. Ich hätte nicht gewusst, was ich Dir antworten sollte.“

Stumm musterte sie ihren besten Freund und nun erst fiel ihr auch trotz der aufkommenden Dunkelheit auf, wie müde er aussah, wie abgespannt er wirkte, wie fahl seine Gesichtshaut war, trotz der Bräune. In diesem Moment tat es ihr Leid, ihn so hart angegriffen zu haben.

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Mitfühlend bat sie ihn: „Carlo, wenn Du Dich so sehr nach Liebe und Geborgenheit sehnst, dann geh‘ zu Jelica. Ich bin mir sicher, dass es ihr genauso geht. Ich habe sie beobachtet, als Du die Verlobung verkündet hattest. Da war keine Genugtuung, auch kein Hass. In ihren Augen hatte ich nur Schmerz gesehen, als sie sich schnell abgewandt hatte, um von den Fotografen nicht abgelichtet zu werden. Danach hatte sie sich wieder schnell im Griff. Aber mir konnte sie nichts vormachen. So hatte ich sie damals in Deinem Büro gesehen, der gleiche Schmerz in ihren Augen. Sie liebt Dich immer noch, sowie auch Du sie noch immer liebst. Sieh‘ es als zweite Chance. Das Leben ist so kurz. Der Herzinfarkt sollte Dir Warnung genug sein.“

Sie drückte seine Hand und umarmte ihn, ehe sie einen Kuss auf seine Wange hauchte. Liebevoll sah sie ihm in die Augen: „Bitte, Denk‘ darüber nach. Ich muss jetzt los. Henry wartet.“

Entschlossen wandte sie sich um, während er ihr traurig nachsah. Es schien ihm, als wäre eine Zentnerlast von seiner Brust gefallen. Er hatte jedes Wort ernst gemeint, er wollte Kyle bei der Suche nach Trish helfen. Aber er wusste auch, dass die Freundschaft zu Caroline einen Riss erlitten hatte und er bereute zutiefst, was er getan hatte. Ja und Caroline hatte wie immer Recht. Seine Liebe zu Anjelica würde nie enden, solange er leben würde.


Caroline war schon längst aus Carlo’s Blickfeld verschwunden, als seine Gedanken viele Jahre zurückgingen...





Kapitel 3 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 19.03.2018, 09:49

Hallo Marga! :winken02

Und es ist DOCH Kyle´s Mom! Also nach all dem, was Carlo ihrem Sohn mit der Hochzeit etc. angetan hat, hätte ich auch fast gedacht, dass sie nun absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Und meines Erachtens wäre es auch verständlich gewesen. Aber dies scheint ja nun nicht so.
Kyle ist immerhin ihr Sohn und Carlo hat ihm sozusagen sein Leben kaputt gemacht. Vielleicht sogar schon zum zweiten mal.
Aber nun erfährt Caroline erst mal alles von Carlo. Und jetzt bricht es verständlicher Weise aus Caroline heraus. Die ganze Enttäuschung, die Wut, die Sorgen, die sie sich um Kyle machte und noch immer macht!


„Du und Anjelica habt Trish als Spielball missbraucht. Sie musste das ausbügeln, was Ihr Beide verbockt habt. …“
Caroline spricht wahre Worte! Da kann ich ihr nur zustimmen, mit dem was sie sagt.

„Du bist jetzt ruhig und lässt mich ausreden. Kein Ton, sonst vergesse ich mich, Carlo.“
Ooooh, scharfe Worte aus Caroline´s Mund. Aber mit recht!!! Und ebenso mit allem was sie ihm ansonsten anschließend noch ins Gesicht geschleudert hat! Sie hat ihm ordentlich ihre Meinung gegeigt!

„…und es tut mir Leid, dass ich ihn dafür strafen wollte, was sein Onkel mir angetan hatte.“
Das… Das ist doch wohl nicht Carlo´s Ernst oder?!?! Er wollte Kyle für etwas bestrafen, was ihm – Carlo – Kyle´s Onkel – also wohl Jason´s Vater – vor langer Zeit einmal angetan haben sollte?!? BITTE?!?!? Ich glaub´s ja nicht! Was kann denn Kyle dafür??? Nichts!!! :kopf:
Nun aber erzählt Carlo Caroline alles… Hm ja… Das ist meines Erachtens ein Für und Wider, was Carlo´s „Beziehung“ zu Kyle anbelangt. Aber dafür bestrafen?! Neeee...
:kopfschuetteln

„Und wenn Du willst, werde ich das Gespräch mit Kyle suchen. Bitte verzeih mir, was ich ihm angetan habe.“
Hm… Das was Carlo da sagt, finde ich zwar einen tollen Zug von ihm und ich hätte dies auch gar nicht für möglich gehalten, aber… Will Kyle denn mit IHM reden? Nach all dem…
Vielleicht wäre es sinnvoll. Nein, SICHER wäre es sinnvoll. Ein ernstes Gespräch zwischen den beiden wäre sicherlich sinnvoll, nach alldem was ich jetzt erfahren habe, dadurch dass er Caroline alles erzählt hat.


Und Caroline hat recht: das Leben ist wirklich kurz. Carlo soll zu Anjelica gehen und ihr seine Liebe gestehen. Es ist wirklich an der Zeit.

Tja, einesteils ist Carlo etwas erleichtert, weil er sich alles von der Seele reden konnte, aber… Ja, es gibt ein aber. Die Freundschaft zu Caroline hat einen Riss erlitten. Tja, aber was hat er erwartet? :confus2 Sicherlich nicht, dass Caroline ihm für das alles um den Hals fällt.

Nun bin ich gespannt, ob es zwischen Carlo und Kyle zu einem Gespräch kommen wird und ob er ihm eventuell auch bei der Suche nach Trish unterstützen kann und wird.

Aha, und nun schwelgt Carlo also in Gedanken in die Vergangenheit ab. Werden wir im nächsten Kapitel erfahren, wo er in Gedanken ist?

Das war ein tolles, wenn auch sehr ernstes, aber auch enorm aufschlussreiches Kapitel --> Text wie Bilder wieder super! :daumenhoch2
Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Und jetzt bin ich schon sehr gespannt wie es weiter geht! :klatschen2


LG Astrid
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Beitrag von cheli24 » 22.03.2018, 00:40

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder sehr gefreut habe.
:klatschen1
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Hallo Marga! :winken02 Und es ist DOCH Kyle´s Mom! Also nach all dem, was Carlo ihrem Sohn mit der Hochzeit etc. angetan hat, hätte ich auch fast gedacht, dass sie nun absolut nichts mehr mit ihm zu tun haben will. Und meines Erachtens wäre es auch verständlich gewesen. Aber dies scheint ja nun nicht so.

Caroline will den Dingen immer auf den Grund gehen. Sie will Carlo‘ s Version wissen und sie wollte ihn ja irgendwann sowieso zur Rede stellen. Auf der Charity-Veranstaltung, an der Carlo die Verlobung verkündet hatte, da war es ihrer Meinung nach unangebracht gewesen. Na ja und mittlerweile ist ein halbes Jahr vergangen. Ich will nicht behaupten, Schwamm drüber und das war‘ s. Nein, sie will es von ihm persönlich hören, warum er das getan hat.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
„Du und Anjelica habt Trish als Spielball missbraucht. Sie musste das ausbügeln, was Ihr Beide verbockt habt. …“Caroline spricht wahre Worte! Da kann ich ihr nur zustimmen, mit dem was sie sagt.


Caroline kennt Carlo‘ s Geheimnis und kann sich dadurch auch vieles zusammenreimen. Ob es auch immer der Wahrheit entspricht… Nun ja, schau‘ n wir mal.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
„Du bist jetzt ruhig und lässt mich ausreden. Kein Ton, sonst vergesse ich mich, Carlo.“Ooooh, scharfe Worte aus Caroline´s Mund. Aber mit recht!!! Und ebenso mit allem was sie ihm ansonsten anschließend noch ins Gesicht geschleudert hat! Sie hat ihm ordentlich ihre Meinung gegeigt!


Es musste einfach aus ihr heraus. Das hatte sich zu lange in ihr aufgestaut. Zudem redet sie Tacheles und nicht um den heißen Brei herum. Wenn sie gekonnt hätte, dann hätte sie ihm schon bei der Verlobung ihre Meinung gesagt, als sie auf dem Weg zur Toilette zusammengetroffen waren. Aber da hatte sie sich noch zurückgehalten und ihn nur mit einem kalten Blick gestraft.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Nun aber erzählt Carlo Caroline alles… Hm ja… Das ist meines Erachtens ein Für und Wider, was Carlo´s „Beziehung“ zu Kyle anbelangt. Aber dafür bestrafen?! Neeee... :kopfschuetteln
Jein, er hatte ihn eher dafür strafen wollen, weil Kyle gegen Carlo ermittelt hatte. Aber Carlo hatte eine Zeitlang die Befürchtung, Kyle würde sich von seinem Onkel beeinflussen lassen. Peter war trotz alledem Kyle‘ s großes Vorbild, zumindest zu der Zeit, als dieser noch für die Polizei gearbeitet hatte. Er hatte sich erst verändert, als er zum FBI gegangen ist und dort als verdeckter Ermittler gearbeitet hatte. Das ist vielleicht damals in der 1. Staffel nicht so rübergekommen. Es wurde ja auch nie ausführlich beschrieben. Ich weiß noch nicht, ob ich dazu noch einen Rückblick machen werde, war eigentlich nicht geplant. Gesagt ist ja jetzt alles.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
„Und wenn Du willst, werde ich das Gespräch mit Kyle suchen. Bitte verzeih mir, was ich ihm angetan habe.“Hm… Das was Carlo da sagt, finde ich zwar einen tollen Zug von ihm und ich hätte dies auch gar nicht für möglich gehalten, aber… Will Kyle denn mit IHM reden? Nach all dem…

Tja, dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Aber wer weiß, wir werden sehen. Noch ein klein wenig Geduld. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Und Caroline hat recht: das Leben ist wirklich kurz. Carlo soll zu Anjelica gehen und ihr seine Liebe gestehen. Es ist wirklich an der Zeit.

Ob er es allerdings auch macht? Anjelica geht es ja anscheinend nicht anders. Aber wird einer der Beiden über den Schatten springen und endlich Klartext reden? :roll:
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Tja, einesteils ist Carlo etwas erleichtert, weil er sich alles von der Seele reden konnte, aber… Ja, es gibt ein aber. Die Freundschaft zu Caroline hat einen Riss erlitten. Tja, aber was hat er erwartet? :confus2 Sicherlich nicht, dass Caroline ihm für das alles um den Hals fällt.


Nein, das wusste er schon im Voraus. Deshalb auch dieses Unwohlsein, das er vor dieser Aussprache hatte. Er wusste, dass es nicht einfach wird. Aber die größte Angst ist, seine beste Freundin zu verlieren.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Nun bin ich gespannt, ob es zwischen Carlo und Kyle zu einem Gespräch kommen wird und ob er ihm eventuell auch bei der Suche nach Trish unterstützen kann und wird.

Hm, das werden wir dann sehen. Vor allem, wird Carlo überhaupt diesen Übergriff auf Trish ansprechen? :confus2 Vielleicht lässt er alles in strahlendem Licht erscheinen und tischt Kyle irgendwelche Lügenmärchen auf. Könnte ja durchaus sein.
Simsi68 hat geschrieben:
19.03.2018, 09:49
Aha, und nun schwelgt Carlo also in Gedanken in die Vergangenheit ab. Werden wir im nächsten Kapitel erfahren, wo er in Gedanken ist?


Ja, das ist das eher kurze Kapitel, das ich erwähnt hatte. Es dient als Übergang zum nachfolgenden Kapitel. Sicher, ich hätte es auch zusammenhängend posten können. Aber nöööö, ich will doch die Spannung einigermaßen aufrechterhalten.
:grins

Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid. :hug02

Gleich im Anschluss dann besagtes Kapitel.

LG Marga

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