Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

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cheli24
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Re: SdV 2 - Sehnsucht, die nie vergeht

Beitrag von cheli24 » 25.08.2018, 23:14

Hallo zusammen, :winken

wir nähern uns ein wenig mehr der Wahrheit. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel.


LG cheli24 (Marga)




_____________________________________________________________________________________________




Kapitel 10 - Der Wahrheit ein Stückchen näher -




Zwei Tage später


Wie versprochen, hatte sich Emilio gleich am nächsten Tag zu seinen ehemaligen Kollegen ins Post Office begeben. Eine junge Kollegin, die er selbst noch mit eingearbeitet hatte, war ihm nach Dienstschluss bei der Suche behilflich gewesen, die jedoch bis in den späten Abend gedauert hatte. So war es schon spät am Vormittag gewesen, als er sich tags darauf gemeldet hatte, um Jason die Anschrift mitzuteilen. Nachdem dieser vom Unterricht nach Hause gekommen war, hatte er mit Kyle noch eine Tasse Kaffee getrunken, ehe die beiden jungen Männer gegen 14 Uhr losgefahren waren. Die Moreno‘ s wohnten demnach im Süden der Stadt, ungefähr fünfundvierzig Autominuten von Jason’ s Haus entfernt.

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Es war schon gegen Kaffeezeit, als sie endlich die Zufahrtstrasse erreicht hatten, die zu dem Haus der Moreno‘ s führte. „Da vorne Kyle das muss das Haus sein, das mir Emilio am Telefon beschrieben hatte. Gleich hinter dem Kreisel, hatte er gesagt.“

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Kyle‘ s Kehle war staubtrocken, er brachte kein Ton hervor. „Alles in Ordnung mit Dir?“, fragte Jason mitfühlend, während er in den Kreisel fuhr.

„Ja. Ich bin nur reichlich nervös. Wir haben uns vor einem halben Jahr das letzte Mal gesehen und sie war nach der Entführung nicht gut auf mich zu sprechen. Vielleicht will sie mich ja auch gar nicht sehen, Jason. Ich habe kein gutes Gefühl.“

„Das wird schon, Kyle“, versuchte Jason, ihm Mut zuzusprechen.

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Die Hitze war fast unerträglich und ohne Klimaanlage im Auto wäre es nicht auszuhalten. Ihnen schlug heißtrockene Luft entgegen, als sie aus dem Wagen stiegen.

„Puh, hier ist es ja noch heißer als bei mir zuhause“, brummte Jason, während er sich neugierig umsah. „Das müsste das Haus sein. Ah, da ist auch die Hausnummer. Ja, das ist es Kyle. Ziemlich groß, was man so von außen sieht.“

Kyle nickte. „Ja, da vorne scheint der Eingang zu sein. Ob jemand zuhause ist? Ein Auto steht zwar nicht da, aber an der Palme lehnt ein Roller. Vermutlich steht der Wagen in der Garage. Lass‘ uns mal raufgehen und klingeln.“

Entschlossen betraten sie die große Treppe. Während Jason noch abwartend auf dem Treppenabsatz stand, hatte Kyle bereits geklingelt.

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Sie mussten mehrere Minuten warten, bis sie ein Schlurfen hinter der Abschlusstür wahrnahmen. Diese wurde langsam geöffnet und ein weißhaariger Mann fragte misstrauisch: „Ja? Was wollen Sie? Wir kaufen nichts und wir brauchen auch nichts.“

„Mr Moreno?“, rief Kyle schnell dazwischen. „Mein Name ist Kyle Fairchild und das ist mein Cousin Jason Chapman. Ich bin auf der Suche nach Ihrer Enkelin Trish.“

„Was wollen Sie von ihr?“

„Könnten wir vielleicht reinkommen?“

„Einen kleinen Moment.“

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Der Mann verschwand wieder hinter der Tür, die sogleich geschlossen wurde. Kurz darauf wurde sie erneut geöffnet. Eine gepflegte grauhaarige Dame trat heraus. „Sie wünschen, meine Herren?“

„Guten Tag. Mrs Moreno? Bitte entschuldigen Sie die Störung. Aber könnten wir Sie bitte kurz sprechen? Mein Name ist Kyle Fairchild und das ist mein Cousin Jason.“

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„Wir haben Sie bereits erwartet, Mr. Fairchild.“

„Wie?“, fragte Kyle irritiert. „Ich meine…, woher…?“

„Bitte kommen Sie doch rein. Wir müssen das nicht hier draußen besprechen.“

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Kyle und Jason betraten das Haus, in dem es angenehm kühl war und folgten der Dame, die sie durch eine Tür ins Wohnzimmer führte. „Hier bitte herein, meine Herren.“

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Die Frau wies auf das Sofa an der Fensterseite und bat die Beiden, darauf Platz zu nehmen.

„Ich hoffe, Ihnen ist es nicht zu kalt. Aber ohne Klimaanlage würde man es hier nicht aushalten“, erklärte die Frau, die zunächst Jason aufmerksam musterte, ehe sie sich neugierig an Kyle wandte. „Sie sind also Mr. Fairchild.“ Es hatte mehr nach einer Feststellung, als nach einer Frage geklungen.

„Ja, Mrs Moreno und das ist wie gesagt, mein Cousin“, wies er auf Jason.

Juanita sah von einem zum Anderen, ehe sie schließlich fragte: „Und Sie suchen nach meiner Enkelin, wenn ich Sie richtig verstanden habe? Darf ich fragen, warum?“

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Kyle seufzte auf. „Das ist eine lange Geschichte. Zunächst sind wir sehr froh, ihre Großeltern endlich gefunden zu haben.“

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„Wir haben heute Morgen einen Anruf von ehemaligen Nachbarn erhalten. Wir wissen, dass die Estevez Ihnen unsere Adresse gegeben haben. Trish hatte Ihren Namen erwähnt. Uns ist also bekannt, dass sie Ihretwegen Bridgeport verlassen hat. Sie hat uns aber nicht erzählt, was genau passiert ist. Vielleicht könnten Sie uns aufklären?“

Ehe Kyle jedoch beginnen konnte, fragte sie freundlich lächelnd. „Wir wollten gerade Kaffee trinken, als es geklingelt hatte. Möchten Sie vielleicht auch eine Tasse Kaffee? Ich habe auch frisch gebackenen Kuchen.“

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„Oh, Dankeschön. Gerne. Wir möchten Ihnen aber keine Umstände machen“, meinte Kyle etwas zerknirscht.

„Ach was. Das sind doch keine Umstände. Ich muss nur zwei Gedecke dazulegen.“

„Na, schön. Dann nehmen wir gerne an.“

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Juanita Moreno stand auf und ging in die Küche, um den Kaffee zu holen, während ihr Ehemann Ricardo den Tisch deckte und den Kuchen hereinbrachte. Schon kurze Zeit später zog aromatischer Kaffeeduft durch das Zimmer. „Hm, das ist riecht sehr gut“, sagte Kyle.

„Haben Sie uns denn gleich gefunden?“, wollte Juanita wissen.

„Es war zumindest einfacher, als vorgestern in Carson City“, gestand Kyle lächelnd.

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„Oh, das ist schon sehr lange her. Das Haus meiner Schwester war nicht mehr zu retten. Monatelange Dürre, der Sommer war extrem heiß. Ja. Ein paar Touristen hatten verbotenerweise in der Nähe gegrillt. Es ist alles sehr schnell gegangen. Binnen weniger Minuten hatte es lichterloh gebrannt. Das Feuer ist von allen Seiten gekommen, dazu der Wind. Zum Glück konnten sie sich selbst aus dem Haus retten. Aber mehr als fünfzig Häuser sind dem Feuer zum Opfer gefallen. Ich glaube, einige wenige stehen noch. Die sollen aber demnächst abgerissen werden. Die Stadt will dort nicht mehr bauen lassen.“

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Juanita nahm einen Schluck aus ihrer Tasse und musterte Kyle dabei eindringlich. „Okay, genug der Worte. Erklären Sie mir nun den Grund Ihres Kommens?“

Kyle räusperte sich, ehe er mit einer Gegenfrage antwortete: „Trish wohnt nicht hier, oder?“ Seine Enttäuschung konnte er dabei nicht verbergen.

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„Nein und ich werde Ihnen auch nicht sagen, wo Sie sie finden werden, bevor ich nicht weiß, was Sie überhaupt von ihr wollen und aus welchem Grund Sie hier sind. Trish hat uns erzählt, Sie wären verlobt? Was wollen Sie dann also noch von ihr?“

„Ich... ich bin nicht verlobt. Das alles war ein dummes Missverständnis.“ Zwei ernste Augenpaare ruhten auf ihm, als er schließlich zu erzählen begann.

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In kurzen Sätzen schilderte er, was sich in Monte Vista zugetragen hatte, das Attentat auf Anjelica erwähnte er ebenso, wie die Hochzeit und die Entführung. Auch Charlene' s Intrige ließ er nicht aus.

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Als er schließlich geendet hatte, herrschte eine ganze Weile Schweigen. Jeder der Anwesenden schien seinen eigenen Gedanken nachzuhängen. Schließlich sagte Kyle fast schon entschuldigend: „Mrs und Mr Moreno, bitte glauben Sie mir. Ich hatte alles versucht, um Trish von dieser Hochzeit abzuhalten.“

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Ohne Kyle auch nur ein einziges Mal zu unterbrechen, hatten ihm Ricardo und Juanita zugehört, zwischendurch jedoch immer wieder ungläubig den Kopf geschüttelt.

Juanita‘ s Gesicht hatte einen ernsten Ausdruck angenommen, als sie leise begann: „Anjelica war ein sehr vernünftiges Mädchen gewesen, der wir blind vertrauen konnten. Wie schon in den Jahren zuvor sind wir in die Heimat meines Mannes gefahren. Wir hatten dabei immer einen zweiwöchigen Besuch bei seiner Familie eingeplant. In jenem Jahr hatte es uns nach Monte Vista gezogen. Ganz in der Nähe lebt Ricardo‘ s Schwester. Anjelica hatten wir erlaubt, die letzten beiden Wochen am Strand verbringen zu dürfen. Als sie uns erzählte, sie hätte am Strand Leute ihres Alters getroffen, hatten wir uns nichts dabei gedacht. Warum auch? Bisher hatte sie uns nie belogen, auch hatte es nie einen Anlass gegeben, ihr Wort infrage zu stellen. Mein Gott, sie war gerade sechzehn geworden, da will man nicht unbedingt mit seinen Eltern ständig herumhängen. Vielleicht waren wir auch zu gutgläubig und hätten nachhaken sollen.“

Ricardo nickte seiner Frau zu und schließlich begann diese zu erzählen…

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Währenddessen


Die rothaarige junge Frau stand gerade in der Teeküche, als Roberto zur Tür herein kam.

„Hallo Mandy“, sagte er und zog sie an sich, um ihr einen stürmischen Kuss zu geben.

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„Lass‘ das“, wimmelte sie ihn unwirsch ab und stieß ihn von ich. „Bist Du wahnsinnig? Mach‘ das nicht noch einmal, Roberto!“

Verständnislos sah er sie an: „Aber was hast Du denn?“

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„Was ich habe? Du fällst einfach über mich her. Ich will nicht, dass das zwischen Dir und mir in der Redaktion bekannt wird. Ich hoffe, ich habe mich klar und deutlich ausgedrückt.“

„Na schön, wie Du meinst. Entschulde bitte“, meinte Roberto zerknirscht. Um wieder Gutmachung bemüht, fragte er: „Was hältst Du davon, wenn ich morgen Nachmittag zu Dir komme und für Dich koche? Oder hast Du schon etwas anderes vor?“

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Sie blickte auf Roberto, der sie lächelnd anschaute. „Es tut mir wirklich Leid, Mandy. Das wird nicht mehr vorkommen. Also, was ist?“

„Na schön. Entschuldigung angenommen. Sagen wir um 16 Uhr oder ist Dir das zu früh? Ich weiß nicht, wann Du morgen Feierabend machst.“

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„Ich richte mich nach Dir, Mandy. 16 Uhr ist okay.“

Roberto warf ihr eine Kusshand zu und ging dann wieder nach draußen.

Nachdenklich sah sie ihm nach. Seit jenem Kuss hatte sich etwas zwischen ihnen verändert. Die Unbeschwertheit war einfach nicht mehr da. Sie ahnte, dass Roberto mehr von ihr wollte und bislang hatte sie das gut verdrängen und ihn auf Distanz halten können. Sie mochte ihn zwar, aber eine Beziehung konnte sie sich mit ihm einfach noch nicht vorstellen. Sie war noch nicht so weit, wollte aber Robertos Freundschaft nicht verlieren. Was aber, wenn er irgendwann den Wunsch äußern würde, mehr von ihr zu wollen, als nur Händchen halten und Wangenküsse? War sie dazu schon bereit?



Derweil

Nachdem Juanita Moreno geendet hatte, war eine gespenstische Stille eingetreten. Keiner sagte auch nur ein Wort. Kyle starrte sie nur an, als wäre er ein Reh, das von einem Auto geblendet wird. Schließlich fragte er stotternd: „Wei… wei… weiß Trish, dass…“ Stammelnd brach er ab.

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„Nein, sie weiß es nicht.“

„Das hatte Carlo also gemeint, als er gesagt hatte, ich solle an Trish‘ s Seite sein, wenn sie die Wahrheit erfährt“, murmelte er leise vor sich hin.

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„So, das hat er gesagt?“, rief Juanita verwundert aus. „Wissen Sie was? Er war doch genauso feige wie meine Tochter.“ Sie atmete tief ein, ehe sie fortfuhr: „Den Vincenti‘ s ist es immer nur um‘ s Ansehen gegangen. Etwas anderes hatte sie nicht interessiert.“ Sie schüttelte den Kopf. „Entschuldigen Sie, Mr Fairchild. Man sollte nicht so über Tote reden. Ich weiß und eigentlich haben wir sie als nette und sympathische Leute kennengelernt. Aber das hätten sie nicht tun dürfen. Sie haben uns damit einfach überfahren. Wir hatten keine Ahnung, als wir zu Besuch bei ihnen waren. Es tut mir leid, aber ich bin einfach nur wütend. Trish muss ausbaden, was ihre Mutter ihr eingebrockt hat. Anjelica hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert. Sie hatte nach der Scheidung von Eric jeglichen Kontakt zu uns abgebrochen. Wie sie ihr eigen Fleisch und Blut im Stich lassen konnte, ist mir heute noch ein Rätsel. Ich hätte nicht gedacht, dass…“ Sie schluckte schwer, als sie sagte: „Verzeihung, aber ich bin einfach nur stinksauer auf meine Tochter.“

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Nun mischte sich auch Ricardo in die Unterhaltung ein. „Im Nachhinein gesehen hätten wir dem nie zustimmen dürfen. Es war auch nicht einfach für Anjelica. Sie hatte entsetzlich darunter gelitten und ich hatte ihr auch noch Vorwürfe gemacht. Ja, aber alles andere wäre nicht infrage gekommen. Vielleicht hätten wir es irgendwie geschafft. Aber dann starb überraschend mein Schwiegervater. Er hatte meiner Frau die Ländereien in Lucky Palms überschrieben. Alleine hätte sie das nicht bewältigen können und ein Verwalter kostete zu viel Geld. Es stand für uns außer Frage, dass wir das Erbe ablehnen. Es wäre nicht in seinem Sinne gewesen. Also, blieb nur der Umzug nach Lucky Palms. Anjelica wollte nicht mit, sie wollte in Appaloosa Plains bleiben. Dort hatte sie ihren Freundeskreis. Aber ohne Juanita wollte ich auch nicht gehen. Also blieb Anjelica in unserem alten Haus, hat ihr Studium begonnen, während wir hierher gezogen sind. Die Vincenti‘ s hatten in regelmäßigen Abständen angerufen. Sie wollten unbedingt, dass wir nach Monte Vista kommen. Im Nachhinein gesehen wäre es vielleicht besser gewesen, wir wären der Einladung nicht gefolgt.“

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„War es egoistisch? Ich habe mich das immer wieder gefragt“, meldete sich nun Juanita wieder zu Wort. „Aber vermutlich hätten wir genauso reagiert. Ich war deswegen nicht sauer. Es hatte uns aber sehr viel Überzeugungskraft gekostet, Anjelica umzustimmen. Ja und dann sind wir nach Monte Vista geflogen.“

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Kyle schüttelte den Kopf. „Mrs Moreno, ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll. Ich kann es immer noch nicht glauben. Sie haben nicht zufällig ein Familienfoto oder so? Ich…“

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„Ricardo, holst Du mal das Bild, das im Schlafzimmer hängt?“, wandte sich Juanita an ihren Mann.

„Das aus Monte Vista?“

„Ja, das Hochzeitsfoto.“

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Kurz darauf betrat Ricardo mit zwei Bilderrahmen wieder das Wohnzimmer. Er trat vor Kyle, der den Älteren erwartungsvoll ansah und sich innerlich darauf wappnete, was er gleich zu sehen bekommen würde. „Bitteschön, hier sind die Fotos.“

Angespannt nickte Kyle, während er die Rahmen in die Hand nahm. „Dankeschön, Mr Moreno.“

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Neugierig sah sich Kyle die beiden Fotos an, die in Monte Vista‘ s Stadtmauer gemacht worden waren, wie er sogleich erkannte. Das Bild zeigte ein Hochzeitspaar, vermutlich Carlo und seine Braut. „Und das ist Carlo' s Ehefrau? Sieht sehr hübsch aus.“

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„Ja, das ist Caitlyn“, antwortete Ricardo. „Sie haben kurz darauf geheiratet, sich aber nach fünf Jahren wieder getrennt. Er hat sie nie geliebt und mit Anjelica eine Affäre begonnen. Erst als sie Eric kennenlernte, hatten beide die Beziehung beendet.“

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„Mr Fairchild, mein Mann und ich hatten das nicht gutgeheißen. Wir waren nicht glücklich darüber, weil wir der Ansicht waren, dass sie es hätten erfahren müssen. Ich fand es auch nicht richtig von Anjelica, Eric im Ungewissen zu lassen. Aber es war nicht unsere Aufgabe, es ihm zu sagen, zumal er den Kontakt zu uns nach der Scheidung abgebrochen hatte.

„Dann weiß Trish’ s Dad also auch nichts davon?“

Ricardo schüttelte den Kopf. „Nein, Eric weiß es nicht. Sie hatte es ihm nie erzählt und sich feige aus dem Staub gemacht. Wir wissen bis heute nicht, was da passiert und weshalb sie gegangen ist.“

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„Maureen, Eric‘ s zweite Frau hat mir viele Jahre später Anjelica‘ s Handynummer gegeben. Aber ich habe es bis heute nicht geschafft, sie anzurufen.“

Müde starrte Juanita vor sich hin, während Kyle auf einmal viel Mitleid für sie empfand. Wie hätten sich seine Eltern gefühlt, wenn er ihnen Sheila vorenthalten hätte? Es war Trish gegenüber nicht fair gewesen, keinen Kontakt zu ihren Großeltern halten zu dürfen. Wie hatte Eric das nur tun können?

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„Es war uns anfangs nicht recht, als wir erfahren hatten, dass Anjelica sich wieder mit Carlo eingelassen hatte. Sie ist nie von ihm los gekommen, deshalb ist auch ihre Ehe mit Eric gescheitert. Wir waren entsetzt, als sie nach der Scheidung auf das Sorgerecht verzichtete und einfach verschwunden ist. Es war sehr schwer für uns. Erst nach der Hochzeit mit Maureen konnten wir Trish wieder regelmäßig sehen.“ Juanita sah Kyle prüfend ins Gesicht und fragte dann: „Darf ich nun fragen, warum Sie nach meiner Enkelin suchen, Mr Fairchild?“

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Er sah ihr müde lächelnd ins Gesicht und erwiderte schließlich ehrlich: „Weil ich Trish liebe und sie entsetzlich vermisse.“ Kyle hatte bei seinen Worten schwer schlucken müssen und starrte resigniert vor sich hin.

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Juanita tat der junge Mann Leid, der so viel auf sich genommen hatte, um ihre Enkelin zu finden. Sie wandte sich an ihren Mann, der sich daraufhin aus dem Zimmer begab.

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Nach kurzer Zeit kam er mit einem Büchlein und einem Schreibblock zurück, den er seiner Ehefrau gab. Sie nahm den Stift, der im Schreibblock steckte und schrieb mit zügiger Handschrift Trish‘ s Adresse auf.

Dann erhob sie sich und gab Kyle den Zettel: „Hier, Kyle. Ich darf Sie doch so nennen?“ Kyle und Jason waren nun ebenfalls aufgestanden. Als Kyle nickte, fuhr sie fort: „Das ist Trish‘ s Adresse. Von hier aus brauchen sie ungefähr eine Stunde mit dem Auto. Und noch etwas.“ Fragend sah Kyle sie an. „Sie ist nicht unter ihrem richtigen Namen zu finden, sondern unter Mandy Newton. So hat sie sich auch bei dem Zeitungsverlag vorgestellt, bei dem sie arbeitet. Soll ich ihr Bescheid sagen, dass Sie kommen?“

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Kyle schüttelte den Kopf und sagte: „Nein, besser nicht.“ Nachdem sich Jason von Juanita verabschiedet hatte, ging er derweil mit Ricardo nach draußen. Auch Juanita und Kyle begaben sich nun zum Ausgang. Etwas zögerlich fragte Kyle: „Können Sie Trish… Ich finde, sie sollte es so schnell wie möglich erfahren. Ich bin nicht der richtige Ansprechpartner. Das sollten ihre Großeltern tun.“

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„In Ordnung. Wie wäre es, wenn Sie vor Ihrem Abflug noch einmal mit Trish hierher kommen würden? Dann werde ich ihr alles erzählen.“

Kyle nickte und zeigte sich mit dem Vorschlag einverstanden.

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Schließlich umarmten sich beide und Juanita sagte leise: „Sie sind ein sehr netter Mann Kyle und ich hoffe, es wendet sich alles zum Guten. Ich wünsche Ihnen viel Glück und bitte nennen Sie mich doch Juanita.“

„Vielen Dank für alles, Juanita. Bis dann.“

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Nachdem sich alle voneinander verabschiedet hatten, machten sie sich auf den Heimweg zu Jasons Wohnung. Gleich morgen nach Schulschluß würden sie zu Trish fahren, denn jetzt war es schon zu spät dafür. Während der Fahrt sprach keiner ein Wort. Kyle war tief in Gedanken versunken. Er konnte es immer noch nicht glauben, was er erfahren hatte. Das konnte Carlo mir also nicht sagen. Oh mein Gott, dachte Kyle.

Gequält stöhnte er auf, so dass ihn Jason neugierig von der Seite ansah. Mitfühlend fragte er: „Alles in Ordnung, Kyle?“

„Ich weiß nicht, was ich denken, was ich sagen soll. Ich bin einfach nur schockiert. Wie kann man mit solch einer Lüge leben? Ich wollte, ich wäre jetzt in Bridgeport.“

„Und dann? Dort könntest Du auch nichts ausrichten.“

„Ich weiß nicht, Jason. Denkst Du, meine Mum wusste es?“, fragte Kyle plötzlich unvermittelt.

„Was denkst Du, Kyle?“

„Ja“, nickte er bestimmend. „Wenn nicht sie, wer dann? Es war doch schon immer so.“

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Plötzlich musste er an das Gespräch mit seiner Mutter denken. An das Geständnis, an das, was ihn damals schier hatte verzweifeln lassen. Er schluckte den Kloß hinunter und schloss schließlich die Augen, die er erst wieder öffnete, nachdem sie vor Jason‘ s Haus angekommen waren.

***

Während Kyle und Jason schon längst in ihren Betten lagen, nahm einige Kilometer weiter eine ältere Frau entschlossen das Handy in die Hand und tippte eine ihr bekannte Nummer ein. Es hatte schon eine Weile geläutet, ehe sich jemand meldete. Sie atmete tief durch, ehe sie mit entschlossener Stimme sagte: „Ich bin‘ s. Und Du wirst jetzt nicht auflegen und mir zuhören. Haben wir uns verstanden?“




Kapitel 11 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 31.08.2018, 16:14

Hallo Marga! :winken02
Ich hatte mich schon gewundert und hatte gedacht, Du hast es vergessen. Hm, welche Liste meinst Du denn? :confus2

Ich meinte damit einfach nur meine eigene Liste, in der ich notiere, welche Geschichten - ob eigene oder andere - ich noch zu kommentieren habe. :nicken :grins

Jetzt zu Deinem Kapitel...

Oooooh klasse! Kyle und Jason haben Trish´s Großeltern gefunden!!! :klatschen1 Wenigstens schon etwas!

Und ich find´s toll, dass sie mit Kyle so offen reden und vor allem ihm zuhören und ihn reden lassen! :nicken

-------------------

Oha, Roberto ist aber stürmisch!!! Okay, gegen den Willen der Rothaarigen passiert das? Das ist nicht gut! :schimpfen
Ach stimmt, das wäre dann so ein „Ding“ zwischen Arbeitskollegen! Nein, nicht gut, absolut nicht. Und obendrein, da es sich bei der Rothaarigen um Trish handelt, die immer noch Kyle in ihrem Herzen hat. :herz2
Oh, Roberto will für sie kochen?! Ob das so eine gute Idee ist? :confus3 Wenn er schon hier fast über sie herfällt?! Naja… Ich weiß nicht so recht :kopf:

-------------------

Ah, wieder zurück im Haus von Trish´s Großeltern.
Man merkt Juanita richtig an, wie verbittert und sauer sie auf Anjelica ist. Immer noch und das wird sich sicher auch mehr ändern! Die Tatsache, was sie ihrer eigenen Tochter – Trish – mehrfach angetan hat, ist auch wirklich sehr schwer bzw. gar nicht zu begreifen!

Und ich muss es noch einmal sagen: ich finde es super von Trish´s Großeltern, dass sie so offen mit Kyle reden! :daumenhoch2

Ich hab´s doch gewusst! Ich habe mich nicht getäuscht!!! Die rothaarige Mandy ist Trish!!! :freu2

Aber … ich bin unendlich gespannt auf diese WAHRHEIT, die Trish erfahren soll!!! :nicken

Juanita schien wirklich sehr nett zu sein; und ihr Mann ebenfalls!

Aaaaaber… Um welche ältere Frau handelt es sich wohl im letzten Absatz? :confus2 Um Juanita? Hat sie nun doch Anjelica angerufen?!?! :confus3

Oh, was bin ich gespannt wie es weiter geht!!! :durchdrehen


Das war wieder ein sehr unterhaltsamen Kapitel!!! :daumenhoch2 Text wie Bilder wieder klasse; toll und spannend geschrieben und die Bilder einfach wieder super und sehr vielsagend! :klatschen2 Danke dafür, liebe Marga! :hug02
Und wie bereits gesagt bzw. geschrieben, jetzt kann ich es kaum bis zum nächsten Kapitel erwarten und bin tierisch gespannt wie es weiter geht! :freu2


LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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SdV 2 Kommentarbeantwortung

Beitrag von cheli24 » 03.09.2018, 00:00

Hallo Astrid, :winken

bevor es mit Kapitel 11 weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder riesig gefreut habe.
:hug02

Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Hallo Marga! :winken02[/color Ich meinte damit einfach nur meine eigene Liste, in der ich notiere, welche Geschichten - ob eigene oder andere - ich noch zu kommentieren habe. :nicken :grins


Ach so und ich hatte gedacht, es gäbe hier im Forum eine Liste, die ich nur noch nicht gefunden habe. :grins
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Oooooh klasse! Kyle und Jason haben Trish´s Großeltern gefunden!!! :klatschen1 Wenigstens schon etwas! Und ich find´s toll, dass sie mit Kyle so offen reden und vor allem ihm zuhören und ihn reden lassen! :nicken

Endlich hat die Suche ein Ende, ne. Ich denke, Kyle war selbst überrascht, dass sie mit ihm darüber gesprochen haben. Mich hatte es nur ein wenig gestört, dass es keine anderen Couch-Interaktionen und auch keine passenden Posen gibt. Ich hatte mich dumm und dämlich gesucht, aber nichts dazu gefunden. Entweder es waren Couple-Posen oder eben welche, die am Tisch stattfinden. :confus3
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Oha, Roberto ist aber stürmisch!!! Okay, gegen den Willen der Rothaarigen passiert das? Das ist nicht gut! :schimpfen

Nee, ist es nicht und das hat sie ihm ja auch unwiderruflich klargemacht. :meckern
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Ach stimmt, das wäre dann so ein „Ding“ zwischen Arbeitskollegen! Nein, nicht gut, absolut nicht. Und obendrein, da es sich bei der Rothaarigen um Trish handelt, die immer noch Kyle in ihrem Herzen hat. :herz2

Trish? :confus2 Du denkst also immer noch, es ist Trish? Ja, dann geht das sowieso mal gar nicht, ne. :meckern
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Oh, Roberto will für sie kochen?! Ob das so eine gute Idee ist? :confus3 Wenn er schon hier fast über sie herfällt?! Naja… Ich weiß nicht so recht :kopf:


Na ja, schauen wir mal. :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Man merkt Juanita richtig an, wie verbittert und sauer sie auf Anjelica ist. Immer noch und das wird sich sicher auch mehr ändern! Die Tatsache, was sie ihrer eigenen Tochter – Trish – mehrfach angetan hat, ist auch wirklich sehr schwer bzw. gar nicht zu begreifen!


Es ist nicht einfach für sie. Jahrelang konnten sie ihre Enkelin nicht sehen, weil Eric dies verhindert und Anjelica ihre Tochter einfach ihrem Schicksal überlassen hatte. Logisch, dass sie da sauer sind.
:schimpfen
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Ich hab´s doch gewusst! Ich habe mich nicht getäuscht!!! Die rothaarige Mandy ist Trish!!! :freu2

Okay, erwischt. :lachen Nee, man kann sie nicht so verändern, dass man sie nicht mehr erkennt. Das ist sehr schwer, zumal sie dieses verräterische Muttermal unter dem Auge trägt.
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Aber … ich bin unendlich gespannt auf diese WAHRHEIT, die Trish erfahren soll!!! :nicken


Wirklich? Vielleicht ist es jetzt auch gar nicht sooooo weltbewegend und Du denkst, was schreibt sie denn für einen Mist??? :confus2 Na, schau'n wir mal. Es dauert nicht mehr lange und ich bin schon auf Deine Reaktion gespannt. Vielleicht hattest Du das aber auch vemutet. :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Aaaaaber… Um welche ältere Frau handelt es sich wohl im letzten Absatz? :confus2 Um Juanita? Hat sie nun doch Anjelica angerufen?!?! :confus3

Sag' ich nicht. :aetsch Das wirst Du aber gleich im Anschluss erfahren.
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Oh, was bin ich gespannt wie es weiter geht!!! :durchdrehen


Ja, es geht ja gleich weiter.
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Das war wieder ein sehr unterhaltsamen Kapitel!!! :daumenhoch2 Text wie Bilder wieder klasse; toll und spannend geschrieben und die Bilder einfach wieder super und sehr vielsagend! :klatschen2 Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Vielen lieben Dank und bitte gern geschehen. So etwas geht runter wie Öl und zeigt mir doch, dass es kein Fehler war, eine 2. Staffel zu machen.
Simsi68 hat geschrieben:
31.08.2018, 16:14
Und wie bereits gesagt bzw. geschrieben, jetzt kann ich es kaum bis zum nächsten Kapitel erwarten und bin tierisch gespannt wie es weiter geht! :freu2


Ja, gleich geht es weiter mit einem superlangen Kapitel. Ich sag' s mal so, es könnte etwas emotional werden. :sittich Zumindest ist es mir beim Schreiben so gegangen und ich bin schon auf Deine Reaktion und Deinen Kommentar gespannt. :klatschen1 Und vor allem, ob Du so im Nachhinein gesehen, meine Charas verstehen kannst.


Vielen Dank für Deinen Kommentar, Dein Lob, die netten Worte und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast. Ich habe mich sehr darüber gefreut, liebe Astrid. :hug02


So und gleich im Anschluss folgt Kapitel 11.


LG Marga

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Re: SdV 2 - Sehnsucht, die nie vergeht

Beitrag von cheli24 » 03.09.2018, 00:58

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

das heutige Kapitel ist aufgrund von 80 Bildern und auch diverser Dialoge sehr lange geworden. Erst wollte ich es splitten, aber dann wäre dieses Kapitel zu kurz geworden.

So, da ich nicht weiß, ob sich noch jemand an die Szene aus der 1. Staffel erinnern kann (möglicherweise gibt es auch Neu-Leser, die die 1. Staffel nicht kennen), habe ich es hier noch einmal verlinkt. Es hatte ein Gespräch zwischen einem Mann und einer Frau stattgefunden, bevor diese nach Monte Vista geflogen ist. Die Dame, das hatten damals einige richtig vermutet, war Audrey bzw. Anjelica und der Mann war George, ihr väterlicher Freund und Mentor. Jetzt gibt es ein Wiedersehen mit ihm.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel, das vielleicht eins, zwei Fragen beantwortet, aber wohl auch wieder neue Fragen aufwerfen wird.



LG cheli24 (Marga)



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Kapitel 11 - Dringender Redebedarf -





Derweil irgendwo außerhalb Londons


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Sichtlich aufgewühlt saß Anjelica im Esszimmer und weinte sich ihren ganzen Kummer von der Seele. Das Telefonat hatte sie zutiefst erschüttert und schluchzend zusammenbrechen lassen.

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Sie war mit ihren Nerven am Ende und bekam somit auch nicht mit, als sich leise Schritte näherten. Sie sah erst auf, als sich jemand über den Tisch beugte. „Ist alles in Ordnung mit Dir?“

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Mit tränennassen Augen sah sie auf und nickte, während der grauhaarige Mann ihr gegenüber Platz nahm. „Was ist denn passiert? Willst Du darüber reden? Hat es etwas mit dem Anruf eben zu tun?“, wollte er besorgt wissen.

Sie schluckte. „Es war meine Mum. Ich habe seit Jahren nichts mehr von ihr gehört.“

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George Forsythe, ihr väterlicher Freund und Mentor, hatte endlich sein Versprechen wahrgemacht und Anjelica zum ersten Mal in ihrem neuen Haus außerhalb Londons besucht. Sie hatte es kurz nach ihrer Rückkehr aus Bridgeport gekauft. Erneut fing sie an zu weinen.

„Und warum weinst Du dann? Ist etwas mit Deinem Vater, Liebes?“, wollte er mitfühlend wissen.

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Doch Anjelica schüttelte den Kopf. „Nein. Es ist nur… Meine Vergangenheit holt mich ein. Ich kann es nicht mehr aufhalten, George. Sie werden ihr die Wahrheit sagen. Meine Mum hat noch nie so entschlossen geklungen.“

Aufmerksam musterte der Ältere die Frau, ehe er mit Nachdruck sagte: „Früher oder später wäre der Tag gekommen. Das hast Du immer gewusst. Aber willst Du mir nicht endlich erzählen, was in Monte Vista und in Bridgeport passiert und warum es zu dieser Heirat zwischen Carlo und Deiner Tochter gekommen ist?“

Aufmunternd nickte er ihr zu, ehe sie schließlich schluchzend begann…

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„Ja, so war das, George“, sagte sie, nachdem sie geendet hatte. „Versuch‘ also bitte nicht, mir einzureden, er hätte es meinetwegen getan. Er will mich unter Kontrolle halten, nur deswegen hat er mich gezwungen, diesen Vertrag zu unterschreiben. Er wusste, wie sehr es mich treffen wird, wenn er meine Tochter heiratet. Und nun lässt er mich auch noch beschatten.“

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„Wie? Bist Du Dir da sicher?“

Anjelica nickte. „Seit ich wieder hier bin, begegnen mir immer wieder diese beiden Männer. Sei es beim Einkaufen im Supermarkt, wenn ich ins Fitness-Studio fahre. Immer und überall. Sie müssen hier in der Nähe wohnen. Ich habe sie auch schon am Haus vorbeilaufen sehen.“

„Ist das nicht ein wenig weit hergeholt, Aud…, Anjelica? Wie soll ich Dich denn jetzt künftig nennen?“

„Anjelica ist mein richtiger Name. Anjelica Moreno. Ich habe meinen Mädchennamen wieder angenommen.“

„Also gut, dann Anjelica.“

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George musterte sie lange und eindringlich. Mit leiser, aber fester Stimme sagte er schließlich: „Okay, Liebes. Du glaubst also, dass dieser Carlo Trish nur geheiratet hat, um sich an Dir zu rächen. Hm, was hätte er denn davon, wenn Du doch selbst sagst, er hätte sie damals wie seine eigene Tochter geliebt?“

„Weil er mich hasst und mich zerstören will“, stieß sie hervor.

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Mit wachen Augen sah er sie an. „Und mit was begründet Du das? Warum hasst er Dich? Nur weil Du seine wichtigsten Geschäftsabschlüsse torpediert hast, das übrigens schon Jahre her ist? Das glaube ich nicht, Anjelica.“

„Was meinst Du, George? Denkst Du, ich bilde mir das nur ein?“ Argwöhnisch sah sie auf den Mann ihr gegenüber.

Er seufzte tief auf, ehe er erwiderte: „Nun, ich glaube nicht, dass er nur aus Rache so handelt. Er hätte es Dir doch längst heimzahlen können. Einige Gelegenheiten, so hattest Du mir einmal erzählt, hatte es schließlich gegeben. Was verschweigst Du mir, Anjelica? Warum lässt er Dich beschatten?“

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Da sie ihm keine Antwort auf seine Frage gab, fuhr er sie etwas unsanft an, so dass sie ihn irritiert ansah. „Anjelica, wenn Du meine Frau und mich in irgendetwas hinein ziehst und unser Leben in Gefahr bringst, dann sind wir geschiedene Leute. Hast Du mich verstanden? Du weißt, wir mögen Dich sehr und sind Dir auch für Deine Hilfe sehr dankbar. Aber ich warne Dich, reiz‘ meine Gutmütigkeit nicht aus, sonst werde ich ungemütlich. Du musst auch an Jessica und Justin denken. Das bist Du ihnen schließlich schuldig.“

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Anjelica schluckte schwer, ehe sie leise sagte: „Um mich an Carlo zu rächen, habe ich… Nun, ich habe einen fatalen Fehler begangen.“

„Und Carlo weiß darüber Bescheid?“

„Ja, auch er ist bedroht worden.“

„Wollte Carlo deshalb nicht, dass Du nach Monte Vista kommst?“

Anjelica senkte resigniert den Kopf. „Angeblich ja, so hatte er es mir zumindest erzählt.“

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„Und Du willst mich jetzt allen Ernstes glauben lassen, Carlo hätte nur aus Rache so gehandelt?“

„Natürlich, warum hätte er es sonst machen sollen?“

„Mädchen, denke doch einmal realistisch. Wenn er sich wirklich an Dir rächen wollte, warum hat er Dir dann geholfen, die USA unbehelligt zu verlassen? Es hätte ihm doch egal sein können, was aus Dir wird.“

„Ach und deshalb hat er meine Tochter geheiratet?“ Wütend sprang sie auf und lief zum Fenster.

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Kopfschüttelnd erhob sich George und sprach beruhigend auf sie ein. „Anjelica, wahrscheinlich hat er sie geheiratet, um sie aus der Gefahrenzone zu bringen. Mit Deinem Auftauchen hast Du anscheinend einige Ratten aus den Löchern geholt, die besser da drin geblieben wären.“

„Das kann nicht sein“ schluchzte sie auf. „Er hatte nichts von meiner Anwesenheit gewusst. Woher denn auch? Es sei denn, Carlo hat es ihm erzählt.“

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Energisch wandte George ein: „Anjelica, bitte. Jetzt wird es absurd. Hast Du mir vorher nicht erzählt, er wäre selbst bedroht worden?“

„Aber das hätte doch auch nur ein Ablenkungsmanöver sein können“, hielt sie stur an ihrer Theorie fest.

„Ach. Und warum hat Carlo dann Fabio und dessen Frau während ihrer Hochzeitsreise unter Schutz gestellt?“

„Ich weiß es doch auch nicht, ich…“

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Plötzlich schienen ihr die Tragweite seiner Worte bewusst zu werden. Entsetzt wandte sie sich um und starrte ihren väterlichen Freund an. „Was? Wo… wo… woher, weißt Du… Du kennst Carlo! Habe ich Recht? Du hast von Anfang an gewusst, wer ich bin. Deshalb hast Du mir diese Stelle angeboten. Wie konnte ich nur so blöd sein.“

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Aufgebracht wollte sie aus dem Zimmer stürmen, wurde jedoch von George zurückgehalten. „Bleib hier, Anjelica und setz‘ Dich“, forderte er sie scharf auf.

„Ich habe Dir vertraut, verdammt nochmal“, fauchte sie, kam seiner Aufforderung aber nach.

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Er nahm ihr gegenüber wieder Platz. „Hör‘ mir jetzt einfach nur zu. Ich kenne Carlo Vincenti nicht persönlich. Aber sein Geschäftspartner ist ein sehr guter Freund von mir“, sagte George in ruhigem Ton.

„Franco? Du…Du…Du kennst Franco?“, kam es stammelnd über ihre Lippen.

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„Es war reiner Zufall gewesen, als ich herausgefunden habe, dass Deine große Liebe und Franco‘ s Geschäftspartner ein und dieselbe Person sind. Nachdem Du wieder hier warst, hatte ich einen Anruf erhalten. Es war Franco und er hatte mir mitgeteilt, dass Du in Gefahr bist und ich dafür sorgen soll, dass Du vorläufig in London bleibst.“

„Aber warum in Gefahr?“

„Denk‘ mal darüber nach, wer solch einen Hass auf Dich haben könnte, dass er Dich umbringen will.“

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Fassungslos fasste sie sich an den Kopf und stöhnte: „Nein! Nein, nein, nein. Das konnte er nicht wissen.“

„Und warum nicht, Anjelica, wenn Carlo es doch auch wusste?“

„Nein, das kann nicht sein. Sag‘ mir, dass das nicht sein kann…“

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„Hör‘ zu. Deine Tochter ist dort, wo sie sich momentan aufhält, in Sicherheit. Sie ist aus der Schusslinie. Das ist zunächst einmal das Wichtigste. Und hier in London kann Dir auch nichts passieren.“

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„Ich verstehe das alles nicht. Warum ist Trish in Lucky Palms und nicht bei Carlo?“

„Ich weiß es nicht“, zuckte George mit den Achseln. „Seit wann ist sie denn dort?“

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„Wenn ich meine Mum richtig verstanden habe, dann ungefähr seit einem viertel Jahr. Und nun wird sie die Wahrheit von ihren Großeltern erfahren, die ich ihr längst hätte sagen müssen. Sie wird mich dafür hassen. All die Jahre, in der ich ihr die Tante vorgespielt habe. In Monte Vista hatte sie an meinem Krankenbett gesessen, hatte um mein Leben gebangt. Meinetwegen hat sie auf ihre große Liebe verzichtet und für was das alles? Dass ich es nicht geschafft habe, ihr die Wahrheit zu sagen. Ihr zu sagen, dass… Mein Gott, was hab‘ ich nur getan, George? Ich hätte es besser wissen müssen. Letztendlich kommt immer alles ans Tageslicht.“

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George ließ sie gewähren, während er ihr einen Crog einschenkte. Nachdem sie sich wieder ein wenig beruhigt hatte, gab er ihr das Glas in die Hand, das sie in einem Zug austrank. Resigniert starrte sie vor sich hin und murmelte: „Oh Gott George. Ich habe Trish schon einmal verloren, als ich Eric das Sorgerecht überlassen hatte. Und nun werde ich sie wieder verlieren.“

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„Das ist nichts, was wir nicht wieder hinbekommen könnten, Anjelica. Du wirst jetzt Carlo anrufen. Du musst ihm Bescheid geben. Oder willst Du, dass Trish…?“

„Nein, alles nur das nicht. Ich werde ihn wohl oder übel anrufen müssen. Ich will wissen, warum Trish bei ihren Großeltern in Lucky Palms ist. Hierfür muss es einen Grund geben. Und Gnade ihm Gott, wenn er ihr etwas angetan hat.“

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„Ich liebe Trish. Sie ist doch mein Ein und Alles. Sie war mein Ruhepol in der schwierigen Zeit mit Eric. Sie hatte mich nur anlächeln müssen und all meine Sorgen und Ängste waren mit einem Male verschwunden.“ Kraftlos ließ sie ihren Kopf auf die Tischplatte fallen und murmelte. „Ich will sie nicht wieder verlieren. Aber ich weiß schon jetzt, dass sie mir das niemals verzeihen werden. Niemals, George. Carlo und ich, wir hätten das nicht tun dürfen.“ Schluchzend brach sie zusammen.

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Bridgeport, im Morgengrauen



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Das Klingeln des Telefons schreckte ihn aus seinen Träumen. Schlaftrunken sah er zum Radiowecker auf der anderen Bettseite. Wer rief ihn denn morgens um halb vier an? War irgendetwas passiert? Vielleicht mit Fabio?

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Gähnend stand er auf und nahm das Telefon zur Hand, das immer griffbereit auf seinem Nachtisch lag. „Hm, Teilnehmer unbekannt“, murmelte er, als er auf das Display sah. Also Fabio konnte es schon einmal nicht sein.

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Er räusperte sich, ehe er sich neugierig meldete. „Ja, bitte?“ Es entstand eine kurze Pause und er wollte schon wütend auflegen, als er ein Hüsteln vernahm. „Wer ist da?“, fragte er ungeduldig. Doch schon hörte er eine aufgebrachte Frauenstimme. Er schluckte.

ANJELICA.


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„Warum ist Trish in Lucky Palms? Was hast Du meiner Tochter angetan, Du Mistkerl? Verdammt, Carlo. Ich habe mich an die Abmachung gehalten. Was hast Du mit Trish gemacht? Warum ist sie nicht mehr bei Dir?“

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Augenblicklich war er wach. „Ha… Ha… Hallo Jelica, das ist a… aber eine Überraschung“, stammelte er verwirrt und versuchte ihre Hasstirade zu überspielen. „Schön, mal wieder von Dir zu hören. Wie lange ist das jetzt her? Ein halbes Jahr, oder?“

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Doch schon tobte sie los. „Spar‘ Dir die Floskeln. Carlo, ich habe Dich gewarnt. Wenn Du Trish irgendetwas antust, dann wirst Du mich kennenlernen.“

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Carlo war mittlerweile aufgestanden und lief im Zimmer hin und her. Erneut wagte er einen Vorstoß. „Bitte Jelica. Lass‘ es mich Dir doch bitte erklä…“

Doch weiter kam er nicht.

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„Ich will Deine Erklärung nicht hören, verdammt nochmal. Ich will wissen, was Du mit Trish gemacht hast. Warum ist sie bei meinen Eltern und warum hast Du mir das nicht mitgeteilt?“

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„Ich wusste nicht, dass sie in Lucky Palms ist. Wirklich nicht“, beteuerte er.

Und schließlich erzählte er ihr, was sich vor einem halben Jahr ereignet hatte. Er wurde dabei jedoch immer wieder von Anjelica‘ s wütenden Flüchen unterbrochen.

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Als er schließlich fertig war, schrie sie fassungslos. „Bist Du noch ganz bei Trost? Carlo, wenn ich könnte, würde ich Dir jetzt eigenhändig den Hals umdrehen. Das schwöre ich Dir. Wie konntest Du das tun? Lernst Du denn nie dazu?“

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Doch dann brach sie plötzlich ab und er hörte ein verzweifeltes Schluchzen. Beruhigend versuchte er auf sie einzureden. „Jelica. Es tut mir so Leid. Du hast Recht. Das hätte nie passieren dürfen. Nicht, nachdem…“

Als sie nichts darauf erwiderte, fragte er: „Wie hast Du es erfahren?“

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Schniefend antwortete sie: „Ich habe vorhin einen Anruf aus Lucky Palms erhalten. Mum. Kyle war bei meinen Eltern. Sie haben ihm alles erzählt. Er weiß Bescheid. Mum war stinkwütend auf mich, weil ich es Trish immer noch nicht gesagt habe.“

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Doch augenblicklich verebbte ihr Weinen und sie fauchte: „Woher wusste er überhaupt, dass meine Eltern in…“

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„Er weiß es von mir. Es war aber nur eine Vermutung, Jelica. Eine Adresse hatte ich nicht“, wurde sie von Carlo unterbrochen.

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„DU?“, rief sie fassungslos. „Du hast mit Kyle gesprochen? Du hast ihm gesagt, dass meine Eltern in Lucky Palms wohnen?“

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„Ja. Das bin ich Trish schuldig.“ Er machte eine kurze Pause. Da Anjelica nicht reagierte, fragte er behutsam: „Du weißt, was das bedeutet, Jelica?“

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Es dauerte eine Weile, ehe er ein Schluchzen vernahm: „Was schon? Sie werden es ihr sagen. Mum klang sehr entschlossen. Meine Eltern werden nicht mehr länger damit warten. Mein Gott, wenn Trish erfährt, dass…“

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Wieder hörte er ein verzweifeltes Schluchzen, ehe sie weinend fragte. „Warum lässt Du mich beschatten, Carlo? Hast Du gewusst, dass Franco und George Freunde sind?“

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Daher wehte also der Wind.

„Nein, das habe ich nicht gewusst. Franco hatte mir damals von einem Freund aus England erzählt. Durch Zufall bin ich dahinter gekommen, dass Du in seinem Haus wohnst.“

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„Dann hast Du also die ganze Zeit gewusst, wo ich mich aufhalte?“

Wie ein gehetztes Tier lief sie hin und her.

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„Nein, ich hatte es erst viel später erfahren. Franco hatte lange keinen Kontakt mehr zu ihm. Er hatte eine Information über eine Kontaktperson benötigt und sich deshalb an seinen alten Freund gewandt. Der hatte ihm schließlich Dich empfohlen.“

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„Mich? Das kann nicht sein, Carlo. Das wüsste ich. Ich habe nie mit Franco verhandelt.“

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„Mit Franco nicht, das ist richtig. Aber mit Signore Alesi.“

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„WAS?“, schnappte sie fassungslos nach Luft. „Alesi ist Franco?“

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„Franco Vittorio Alesi. Du erinnerst Dich?“

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„Wir haben ein paar Mal miteinander telefoniert. Ich hatte keine Ahnung, dass er Franco ist. Er hat sich mir nie zu erkennen gegeben. Dann wusstest Du es also von ihm?“

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„Wie hätte er Dich denn erkennen sollen, Jelica? Schließlich hatte er mit Audrey Kilroy verhandelt. Franco hatte Nachforschungen angestellt, wie er es immer mit neuen Kontaktpersonen macht. Es hatte ein paar Ungereimtheiten in Deiner Vita gegeben und da habe ich Erkundigungen eingeholt und dabei herausgefunden, dass Du Anjelica bist.“

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„Deshalb hast Du also gewusst, dass ich nach Monte Vista kommen werde. Du hast von Anfang an Bescheid gewusst“, murmelte sie. Es entstand eine kurze Pause, ehe sie fortfuhr: „George sagt, ich wäre in Gefahr? Weiß er es, Carlo? Hat er Kontakt mit Dir aufgenommen? Bitte, Du musst es mir sagen", bat sie ihn eindringlich.

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„Nein, hat er nicht. Momentan ist er nicht in der Stadt. Keiner weiß, wo er ist. Er scheint wie vom Erdboden verschwunden zu sein.“

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„Was sollen wir denn jetzt tun? Wir können nicht mehr länger schweigen. Trish habe ich es nicht mehr rechtzeitig sagen können…“

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Ein Schrecken fuhr durch Carlo‘ s Glieder, als ihm die Tragweite ihrer Worte bewusst wurde.

„Ich… Jelica, ich… habe noch… ich weiß nicht, wie ich anfangen… Was soll ich denn sagen?“

Man spürte ihm die Verzweiflung wirklich an und mit einem Male empfand Anjelica Mitleid mit ihm. Wenn, dann mussten sie das gemeinsam machen.

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„Hör zu. Ich komme zu Dir nach Bridgeport. Und Nein, Carlo. Du wirst mich nicht aufhalten“, sagte sie hastig, als er sie unterbrechen wollte. „Ich nehme die erste Maschine, die ich bekomme.“

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Carlo‘ s Herz pochte laut. Oh Gott. Nein, Jelica. Sein Herz wollte sie zurückhalten, da er es für zu gefährlich fand. Doch sein Verstand sagte ihm, dass es der falsche Weg wäre. Schließlich stimmte er schweren Herzens zu: „In Ordnung. Übermorgen wollten wir uns sowieso treffen. Denkst Du, dass Du einen Flug bekommst oder soll ich Dir meinen Privatjet…?“

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„Es würde zumindest schneller und stressfreier gehen, Carlo“, warf sie eilig ein.

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„Okay, dann werde ich Dich abholen lassen. Ich werde Dir die Uhrzeit noch mitteilen. Du kannst bei uns übernachten, wenn Du magst“, bot er ihr an.

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„Nein. Ich glaube, das ist keine so gute Idee“, lehnte sie sein Angebot ab. „Ich werde mir ein Hotelzimmer in der Stadt suchen.“

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„Gut, wie Du meinst“, seufzte er resigniert auf, bemüht, sich die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen.

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Sie besprachen noch ein paar Einzelheiten des weiteren Vorgehens, ehe sie das Gespräch beendeten. An Schlaf war nun aber nicht mehr zu denken. Erst nach dem Anruf wurde ihm wieder bewusst, wie sehr er Anjelica immer noch liebte und wie viel Angst er um sie hatte. Es muss einen Weg geben, wieder zu Dir zu finden. Jelica, ich liebe Dich und daran wird sich auch nie etwas ändern. Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als endlich wieder mit Dir zusammen sein zu können. Du und ich, das ist alles, was ich will und werde alles tun, damit dies kein Traum bleibt.

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Und sollte Dir irgendjemand je etwas antun, dann wird er meine Rache zu spüren bekommen. Niemand wird Dir jemals wieder wehtun. Das verspreche ich Dir, mein Schatz. Du bist die einzige Frau, die ich mehr als mein Leben liebe. Warum habe ich Dir das nie sagen können? Weder damals, noch jetzt. Aber ich werde dazu stehen, Liebes und Dir endlich sagen, wie sehr ich Dich liebe und Dich brauche. Meine Chance ist gekommen und ich werde sie nutzen. Diesmal werde ich es tun, Jelica. Niemand wird mich aufhalten.

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Am Nachmittag


Der Himmel sah noch genauso aus wie am Morgen, die Blätter bewegten sich leise mit dem Wind, die Luft war drückend, die Sonne hinter den Wolken verschwunden.

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Es schien sich nichts verändert zu haben. Alles war noch genauso wie vor Anjelica‘ s verhängnisvollen Anruf. Und dennoch schien es Carlo, als würde er am Horizont die ersten dunklen Wolken aufziehen sehen. Die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm, dachte er, während er im Garten stand. Mittlerweile lagen achtundzwanzig Jahre zurück und es kam ihm vor, als hätten sie erst gestern diese schicksalshafte Entscheidung getroffen. Er seufzte tief auf. Wie sollte er erklären, wo anfangen? Carlo fürchtete sich vor dem übermorgigen Tag. Noch nie war ihm vor einem Gespräch so bange gewesen. So viele Gelegenheiten hatte es gegeben, die sie unnütz hatten verstreichen lassen. Für ihr jahrelanges Schweigen gab es keine Entschuldigung. Wie oft hatte ihn Caroline beschworen, endlich die Wahrheit zu sagen? Warum hatten sie nur so lange geschwiegen? Es war nicht fair gewesen.

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Müde schloss er die Augen, ehe er die Kurzwahltaste seines Handys drückte. Es dauerte nicht lange, als er die vertraute Stimme auf dem Anrufbeantworter hörte. Als ein leises „Piep“ ertönte, sagte Carlo in ruhigem Ton: „Ich bin’s. Denkst Du bitte an unser Treffen, übermorgen? Cioa.“

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Und schon hatte er den Anruf beendet, während er leichte Magenschmerzen bekam, wenn er an übermorgen dachte. Wenn der Tag doch nur schon vorbei wäre. Ach, Jelica. Was haben wir nur getan?

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Währenddessen in London


George saß im Wohnzimmer mit einem Buch in der Hand, als Anjelica hereinkam. „Ich fliege morgen nach Bridgeport, George“, begann sie ohne Umschweife.

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„Das ist gut“, nickte er, ohne aufzusehen. Als Anjelica immer noch abwartend da stand, schaute er hoch und fragte irritiert. „Ist noch etwas?“

Sie nickte. „Ja. Carlo wusste vorher nichts von Franco‘ s Freundschaft zu Dir. Tut mir sehr Leid, dass ich Dir Unrecht getan habe.“

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Der Grauhaarige klappte das Buch zu und erhob sich. „Ist schon gut, Liebes. Du weiß, dass ich nicht nachtragend bin. Das war alles zu viel auf einmal für Dich. Du musst das erst einmal alles verdauen. Mach‘ Dir um mich keine Gedanken. Du musst meinetwegen kein schlechtes Gewissen haben. Aber Deine Entschuldigung nehme ich dankend an.“

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„Ach, was würde ich nur ohne Dich und Emma tun? Ich stehe schwer in Eurer Schuld. George, bitte passt auf Euch auf. Ich will nicht, dass Euch irgendetwas passiert. Das würde ich mir nie verzeihen können. Bitte, versprich‘ mir das.“ Eindringlich sah ihn die Dunkelhaarige an.

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„Wie ich Dir schon gesagt habe, wir sind hier sicher. Die Beiden kommen mit zu uns und auch Dein Haus werde ich während Deiner Abwesenheit bewachen lassen. Weißt Du denn schon, wie lange Du bleiben wirst?“

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„Ich schätze, ein paar Tage. Aber spätestens zum Wochenende bin ich wieder zurück. Carlo hat für übermorgen das Treffen organisiert.“

„Bist Du nervös?“

„Ja, sehr. Ich hatte noch nie so viel Angst“, gestand sie ihm.

„Du schaffst das, Anjelica. Ich habe noch nie eine Frau kennengelernt, die mental so stark ist. Du hast Dich nie unterkriegen lassen, wenn es auch noch so schwer war. Dafür bewundere ich Dich. Ich drücke Dir die Daumen, dass alles gut ausgeht. Und spring‘ endlich über Deinen Schatten und sag‘ ihm, dass Du ihn immer noch liebst.“

Anjelica seufzte auf. „Ich weiß nicht, wie er es sieht, George. Nach alledem, was ich ihm angetan habe? Ich wünschte, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Aber es geht nicht.“

„Ich weiß doch, dass Du ihn immer noch liebst.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Und wenn schon. Vielleicht hat er schon längst eine Andere. Er ist immer noch ein sehr attraktiver Mann, den die Frauen umschwärmen. Wir hatten unsere Zeit. Jetzt ist es dafür zu spät.“

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„Nein, Anjelica. Das ist nicht wahr. Es ist nie zu spät. Rede mit ihm, sag‘ ihm, was Dir auf dem Herzen liegt. Du hast doch nichts zu verlieren.“

„Doch, George. Ich hatte meine Chance in Monte Vista und in Bridgeport. Mehr als einmal. Ich hatte sogar mit ihm geschlafen und habe es ihm dennoch nicht sagen können. Er wird mich verachten, wenn er die ganze Wahrheit erfährt und ich kann es ihm nicht einmal verübeln.“

„Anjelica, denk‘ an meine Worte und steh‘ endlich zu Deinen Gefühlen. Mehr kann ich Dir dazu nicht mehr sagen. So und nun werde ich noch ein paar Anrufe tätigen, ehe ich dann losfahre. Muss Emma noch beim Arzt abholen. Und morgen früh hole ich die Beiden. Okay?“

„Danke, George. Für alles, was Du bisher getan hast. Es tut mir sehr leid, dass Dein Besuch so endet. Aber das nächste Mal bringst Du Emma mit. Okay?“

Er lächelte. „Ja, mach‘ ich. Sie wäre gerne mitgekommen, aber der Arztbesuch…“

„Der war wichtiger, George. Richte ihr viele liebe Grüße aus und gute Besserung.“

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„So, dann werde ich jetzt hoch gehen und meine Tasche packen.“

„Wann geht denn Dein Flug?“

„Carlo schickt seinen Privatjet.“

George lächelte. „Das ist gut. Wer weiß, ob Du auf die Schnelle einen Flug bekommen hättest.“

„Ja, da hast Du Recht.“

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Nachdem sie ihre Tasche gepackt hatte, legte sie sich müde aufs Bett, während ihre Gedanken einunddreißig Jahre zurückgingen. Zurück zu Carlo‘ s Geburtstagsparty.

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Feuchtfröhlich und ausgelassen hatte die Clique am Strand gefeiert, gegessen und getrunken und sich dabei amüsiert. Wein und Sekt waren in Strömen geflossen, auch Anjelica hatte so einiges getrunken. Sie war den Alkohol nicht gewohnt und schon ein wenig beschwipst gewesen, als die Party im Hause der Vincenti’ s weitergegangen war. Carlo‘ s Eltern hatten einen Geschäftstermin außerhalb Italiens wahrnehmen müssen, so dass Carlo sturmfreie Bude hatte und keiner die Party stören würde…

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Kapitel 12 folgt...

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Re: Schatten der Vergangenheit - Sehnsucht, die nie vergeht.

Beitrag von Simsi68 » 04.09.2018, 11:08

Hallo Marga! :winken02
So etwas geht runter wie Öl und zeigt mir doch, dass es kein Fehler war, eine 2. Staffel zu machen.

Das glaube ich Dir gerne; das Gefühl kenne ich! Aber da Du mich bereits seit Ewigkeiten kennst, weißt Du, dass ich das was ich schreibe ernst meine und nicht nur so daher sage… :hug02
Nein, das war absolut kein Fehler, sondern das einzig richtige, was Du machen konntest/kannst. Jetzt erfährt man noch einiges mehr über Deine Darsteller! Und das finde ich SUPER!!! :klatschen2


So, jetzt aber zu Deinem Kapitel:

Aaaaah, und wieder mal hatte ich recht mit meiner Annahme. Trish´s Großmutter hatte gleich nach dem Besuch von Kyle und Jason Anjelica angerufen…

George Forsythe… Ja… Doch… ich kann mich noch gut an diesen Herrn erinnern. Damals fragte ich mich noch, wer er ist und was es mit ihm auf sich hat. Trotzdem danke für die Verlinkung! So konnte ich mir das Kapitel von damals nochmal richtig in Erinnerung rufen. :daumenhoch2

Ääääh, ooookaaaay… Anjelica hat Angst, dass ihre Mum Trish die Wahrheit sagt. Trish hat das RECHT die Wahrheit zu erfahren, was auch immer diese beinhaltet!

Oh, wieder 2 mir unbekannte Namen: Jessica und Justin… Hm… Wer sind die beiden? :confus2

Anjelica ist ziemlich am Boden zerstört. Aber wenn ich so zurück denke, muss ich sagen: es geschieht ihr recht, demnach was sie Trish alles angetan hat!

Ach, und jetzt ruft sie Carlo an. Morgens um halb vier. Na vielen Dank auch! Aber gut, andere Zeitzone… Sicher hat sie daran in ihrem Durcheinander gar nicht gedacht.

Na, das wollte Carlo doch bestimmt schon die ganze Zeit wissen, wo sich Trish aufhält. Nun, jetzt weiß er es. Toll gemacht, Anjelica! Aber sowie ich Carlo kenne: wenn er alles drauf gesetzt hat, dass weiß er längst wo Trish ist.

Wie jetzt?! :augen: Carlo wusste tatsächlich bis jetzt nicht, dass Trish in Lucky Palms bei ihren Großeltern ist? Ich bin sprachlos. Schätzungsweise hat er nichts unternommen, um das herauszubekommen.


„Was schon? Sie werden es ihr sagen. Mum klang sehr entschlossen. Meine Eltern werden nicht mehr länger damit warten. Mein Gott, wenn Trish erfährt, dass…“
Man oh man, du machst es aber auch spannend! Wenn Trish WAS erfährt?!? Ich will es doch auch endlich wissen! :verbeugen

Du meine Güte, ist das ein über Kreuz Geschichte :lachen Nicht falsch verstehen. Ich bewundere Dich, wie Du das so hinbekommst. Mir wäre da, glaube ich, längst die Luft ausgegangen, sprich: ich denke, ich hätte den Faden verloren :lachen

Das Telefongespräch zwischen Anjelica und Carlo ist sehr weitgreifend, muss ich sagen. Carlo, der sonst immer etwas zu sagen und zu tun weiß, hat plötzlich keine Ahnung, wie er etwas anfangen soll. Wo muss man das denn hinschreiben?! :grins

Nach diesem aufwühlenden Telefonat konnte Carlo natürlich nicht mehr weiter schlafen.

Und wieder einmal wird Carlo schmerzlich bewusst, dass er Anjelica immer noch liebt. Mehr als ihm lieb ist. :herz2

Ich glaube, George ist ok. Er hilft Anjelica, spricht ihr gut zu…

So, und Anjelica fliegt nun in Kürze nach Bridgeport zu Carlo, der ihr seinen Privat-Flieger schickt. Und sie ist schon reichlich nervös, ja sie hat sogar Angst, wie sie George anvertraut hat… Und nun liegt sie in Gedanken versunken und müde auf ihrem Bett, nachdem sie für die Reise gepackt hat.

Wow, das war auch diesmal wieder ein sehr unterhaltsames, spannendes und vor allem rätselhaftes Kapitel! :daumenhoch2 Text wie Bilder wieder klasse; toll und spannend geschrieben und die Bilder einfach wieder super und sehr vielsagend! :daumenhoch1 Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Und wie immer, kann ich es jetzt kaum bis zum nächsten Kapitel erwarten und bin tierisch gespannt wie es weiter geht! :klatschen1 :freu2

LG Astrid :tippen02
Ich bin hier Moderatorin. :cool1 Man darf mich anschreiben (siehe private Nachricht (PN) senden). :tippen02 Ich beiße nicht :schlange

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Beitrag von cheli24 » 16.09.2018, 18:19

Hallo Astrid, :winken

bevor es gleich im Anschluß mit einem neuen Kapitel weitergeht, erst noch zu Deinem Kommentar, über den ich mich wieder riesig gefreut habe. :hug02


Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Hallo Marga! :winken02 Jetzt erfährt man noch einiges mehr über Deine Darsteller! Und das finde ich SUPER!!! :klatschen2

Das war mir immer sehr wichtig. Um die ganze Geschichte, die Beweggründe der Charas zu verstehen, muss man auch ihre Geschichten kennen. :nicken Deshalb sind auch diese Rückblicke notwendig oder damals die Geschichte mit Marlena und Kyle. :verliebt: Ich bin froh, dass ich hier im Forum den kompletten Rückblick gepostet hatte, im Sims3-Forum hatte ich ja darauf verzichtet, wir beide kennen ja den Grund. Anjelica kommt z. B. hier nicht gut weg, Du siehst sie als kalt und herzlos, jemand dem das Schicksal der eigenen Tochter egal erscheint. Aber wie ist sie wirklich, war sie schon immer so, warum ist sie so, wie sie ist? Was hat sie verändert? :confus2 Man muss sie am Ende nicht mögen, aber wer weiß, vielleicht kommt der Zeitpunkt, wo Du sagst, wow. :daumenhoch2 Das gleiche mit Carlo, wobei ich einige seiner Facetten schon gezeigt habe.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Aaaaah, und wieder mal hatte ich recht mit meiner Annahme. Trish´s Großmutter hatte gleich nach dem Besuch von Kyle und Jason Anjelica angerufen…

Richtig, es war Juanita, die ihre Tocher angerufen hatte. :daumenhoch2
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
George Forsythe… Ja… Doch… ich kann mich noch gut an diesen Herrn erinnern. Damals fragte ich mich noch, wer er ist und was es mit ihm auf sich hat. Trotzdem danke für die Verlinkung! So konnte ich mir das Kapitel von damals nochmal richtig in Erinnerung rufen. :daumenhoch2

Da es schon eine Weile her ist, dachte ich, wäre eine Verlinkung hilfreich. Leider war sein Haus nicht mehr auffindbar, so dass ich ihn zu Anjelica geschickt und die Handlung dorthin verlagert habe.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Oh, wieder 2 mir unbekannte Namen: Jessica und Justin… Hm… Wer sind die beiden? :confus2

Da musst Du Dich noch ein wenig gedulden.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Anjelica ist ziemlich am Boden zerstört. Aber wenn ich so zurück denke, muss ich sagen: es geschieht ihr recht, demnach was sie Trish alles angetan hat!

Ja, aus dieser Sicht schon. Aber warte mal, das nächste Kapitel ab.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Ach, und jetzt ruft sie Carlo an. Morgens um halb vier. Na vielen Dank auch! Aber gut, andere Zeitzone… Sicher hat sie daran in ihrem Durcheinander gar nicht gedacht.

Nein, da hat sie in der Aufregung nicht dran gedacht. In London war es so um die Mittagszeit herum, also -8 nach Bridgeport. Ich muss drüben auch immer aufpassen, wenn ich eine Whatsapp verschicke, wobei das ja nicht so schlimm ist. Es sei denn, jemand hat wie ich das Handy auf dem Nachttisch liegen. :grins Aber anrufen mache ich auch nicht.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Wie jetzt?! :augen: Carlo wusste tatsächlich bis jetzt nicht, dass Trish in Lucky Palms bei ihren Großeltern ist? Ich bin sprachlos. Schätzungsweise hat er nichts unternommen, um das herauszubekommen.[/color]
Nein, er hatte diesbezüglich nichts unternommen. Es war nur eine Vermutung, die er Kyle mitgeteilt hatte.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
„Was schon? Sie werden es ihr sagen. Mum klang sehr entschlossen. Meine Eltern werden nicht mehr länger damit warten. Mein Gott, wenn Trish erfährt, dass…“Man oh man, du machst es aber auch spannend! Wenn Trish WAS erfährt?!? Ich will es doch auch endlich wissen! :verbeugen

Ich hoffe wirklich, dass ich es bald aufklären kann. Drück' mir die Daumen, denn in den nächsten drei Kapiteln wird das Geheimnis noch nicht gelüftet. Es wird ein Switchen zwischen zwei Locations sein. Während ich die Bilder der einen habe, fehlen mir jedoch die der anderen. :weinen3: Das ist das ganze Dilemma und ohne Bilder... nee, das möchte ich nicht. :weinen2
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Du meine Güte, ist das ein über Kreuz Geschichte :lachen Nicht falsch verstehen. Ich bewundere Dich, wie Du das so hinbekommst. Mir wäre da, glaube ich, längst die Luft ausgegangen, sprich: ich denke, ich hätte den Faden verloren :lachen

Vielen Dank für das Kompliment. Ich muss gestehen, es ist nicht einfach. Würde ich die Geschichte noch einmal neu anfangen, dann würde ich meine Charas mit Geburtsdaten versehen und jeder einzelne mit einem kurzen Lebenslauf, beruflicher Werdegang, Vorlieben, Hobbies und alles, was dazu gehört. Ich würde mit Jahreszahlen arbeiten, vor allem wegen der Szenarien in der Vergangenheit. Allerdings nur für mich, der Leser würde das nicht erfahren. Aber es ist eben so, wenn man zwischen den Zeiten hin- und herswitcht muss man aufpassen, dass sich keine Logik/Denkfehler einschleichen, auch dass es nicht zu Namensfehlern kommt. Ich musste auch erst wieder nachschauen, wie der gute George mit Nachnamen heißt. :lol: Ja, es muss am Ende alles zusammenpassen, d. h. man muss die Story schon einigermaßen drehfertig im Kopf haben. Ich hoffe, mir gelingt das am Ende und es ist einigermaßen schlüssig.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Das Telefongespräch zwischen Anjelica und Carlo ist sehr weitgreifend, muss ich sagen. Carlo, der sonst immer etwas zu sagen und zu tun weiß, hat plötzlich keine Ahnung, wie er etwas anfangen soll. Wo muss man das denn hinschreiben?! :grins

Ich glaube, Du denkst darüber anders, wenn Du dann irgendwann die Wahrheit kennst. Carlo ist mehr als nervös, denn es steht auch für ihn viel auf dem Spiel. :sittich
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Und wieder einmal wird Carlo schmerzlich bewusst, dass er Anjelica immer noch liebt. Mehr als ihm lieb ist. :herz2

Das hat sich auch nie geändert. Noch kennst Du die Geschichte der beiden nicht und was sie verbindet.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Ich glaube, George ist ok. Er hilft Anjelica, spricht ihr gut zu…

George war Anjelica damals eine große Hilfe. Es war nicht einfach für sie, als sie vor 16 Jahren nach London gekommen ist und ganz neu anfangen musste. Hätte sie die Stelle damals nicht bekommen und die Forsythe' s kennengelernt, wer weiß, was aus ihr geworden wäre. Sie ist ihm sehr dankbar und vertraut ihm. :hug02
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
So, und Anjelica fliegt nun in Kürze nach Bridgeport zu Carlo, der ihr seinen Privat-Flieger schickt. Und sie ist schon reichlich nervös, ja sie hat sogar Angst, wie sie George anvertraut hat… Und nun liegt sie in Gedanken versunken und müde auf ihrem Bett, nachdem sie für die Reise gepackt hat.

Ja, eine Reise in die Vergangenheit und die Gewissheit, dass nun alles ans Tageslicht kommt. Das macht auch ihr schwer zu schaffen.
Simsi68 hat geschrieben:
04.09.2018, 11:08
Wow, das war auch diesmal wieder ein sehr unterhaltsames, spannendes und vor allem rätselhaftes Kapitel! :daumenhoch2 Text wie Bilder wieder klasse; toll und spannend geschrieben und die Bilder einfach wieder super und sehr vielsagend! :daumenhoch1 Danke dafür, liebe Marga! :hug02

Es freut mich, dass es Dir gefallen hat. Ich habe mich sehr über Deinen Kommentar gefreut. Vielen Dank dafür, die netten Worte, Dein Lob und auch die Gedanken, die Du Dir wieder gemacht hast, liebe Astrid.:hug02


Gleich im Anschluß geht es mit dem nächsten Kapitel weiter.

LG Marga

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Re: SdV 2 - Sehnsucht, die nie vergeht

Beitrag von cheli24 » 16.09.2018, 18:21

Die Kommentarbeantwortung befindet sich einen Post davor!



Hallo zusammen, :winken

in der 1. Staffel ist es immer nur angeschnitten worden, aber es wurde nie bekannt, was auf Carlo' s Geburtstags-Party geschehen ist. In den nächsten beiden Kapiteln wird das Geheimnis nun gelüftet.

Ich wünsche nun viel Spaß beim Lesen und hoffe, Euch gefällt das Kapitel, das ich aber aufgrund der Bilder diesmal gesplittet habe.


LG cheli24 (Marga)




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Kapitel 12 - Geburtstags-Party bei Carlo - Teil 1




Rückblick




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Es war schon später Nachmittag gewesen, als die Jungs den Grill angeworfen hatten. Die Mädchen hatten die Salate zubereitet, während die Jungs die Getränke aus dem Keller nach oben gebracht hatten. Anjelica hatte sich auf Anhieb gut mit Carlo‘ s Freunden verstanden, was auch auf Gegenseitigkeit beruht hatte. Trotz des Altersunterschieds, seine Freunde waren alle in etwa seinem Alter, war sie schnell von allen akzeptiert worden.

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Anjelica hatte vor allen bei den Jungs hoch im Kurs gestanden. Es hatte keinen von Carlos Freunden gegeben, der ihn nicht um sie beneidet hatte. Sie hatte oft eindeutige Blicke geerntet, wenn Carlo nicht gerade an ihrer Seite war. Aber er hatte ihnen schnell zu verstehen gegeben, dass Anjelica für sie Tabu war.

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Vor allem Franco, Carlos bester Freund, hatte aus seiner Bewunderung und Interesse zu ihr keinen Hehl gemacht. So auch bei der Party, bei der er ihr immer wieder heiße Blicke zugeworfen hatte. Aus diesem Grund hatte er auch seine verspiegelte Sonnenbrille getragen, damit niemand mitbekam, wenn er sie fortlaufend ansah. Ihr war dies jedoch nicht entgangen, auch wenn sie nur Augen für Carlo hatte.

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Die Party hatte sich mittlerweile in den großen Fernsehraum verlagert. Sie hatten schon einige Flaschen geleert und Anjelica spürte, wie ihr der schwere Rotwein immer mehr in den Kopf stieg. Sie war Alkohol nicht gewöhnt und trank allenfalls an Silvester ein Gläschen Sekt oder wie kürzlich vor einer Woche, als sie mit ihrer italienischen Verwandtschaft ihren 16. Geburtstag gefeiert hatte. Nur einen Tag später war sie Carlo am Strand begegnet.

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Während die anderen sich unterhielten, hatte Carlo Anjelica zu sich auf die Zweiercoach gezogen. Sie saß zwischen seinen Beinen, während er seine Arme um sie geschlungen hatte. Ihre Eltern unternahmen heute einen Ausflug nach Venedig und würden erst am frühen Morgen zurückkommen. Sie musste also spätestens vor dem Morgengrauen zuhause sein.

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Anjelica genoss Carlo‘ s Aufmerksamkeit und sein offensichtliches Interesse an ihr. Sein Aftershave stieg ihr in die Nase, als er ihren Hals küsste und mit der Zunge ihr Ohr berührte. Carlo war verrückt nach ihr und es störte ihn nicht im Geringsten, dass seine Freunde anwesend waren.

Anjelica lehnte ihren Kopf zurück und lachte. „Carlo. Das kitzelt.“

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„So wie er Dich abschleckt, wundert mich das nicht. Hey Carlo, wenn wir stören sollten…“, feixte Franco, während er jedoch tief in seinen Innern seinen Freund beneidete. Anjelica war ein sehr rassiges junges Mädchen mit traumhaften Augen und einer immensen Ausstrahlung.

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Sie hatte ihm auch auf Anhieb gefallen. Im Gegensatz zu Carlo machte er sich jedoch auch ein wenig Sorgen wegen ihres Alters.

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Sie war gerade sechzehn geworden, obwohl sie älter aussah und war Männern gegenüber noch recht unerfahren. Franco kannte seinen besten Freund, der längst nicht mehr nüchtern war und der normalerweise keine Gelegenheit ausließ, wenn sie sich ihm bot.

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Carlo’ s Mund wanderte derweil Hals aufwärts zu ihren bebenden Lippen. Genussvoll ließ er seine Zunge darüber streichen, ehe er sanft ihren Mund öffnete und seine Zunge hinein gleiten ließ. Heftig atmend stöhnt Anjelica auf, während er ihre Zunge suchte und diese mit seiner spielend umkreiste.

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Anjelica wurde es heiß und kalt zugleich und sie spürte einen Schauer über den Rücken laufen, während seine Hand sich unter ihre Bluse schob. Plötzlich meinte Matteo, einer der Partygäste: „Hey, Ihr zwei Turteltauben. Falls wir Euch stören sollten, dann müsst Ihr es nur sagen.“

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Anjelica weiter im Arm haltend, grinste Carlo ihn an: „Matteo, es sind noch zwei andere Mädels da, also halt Dich ran.“

Plötzlich sagte Gina, die hübsche Blondine mit den langen Haaren: „Ha, Du kennst ihn doch, Carlo. Er schwingt immer große Reden und wenn es drauf ankommt…“ Vielsagend schaute sie den blondharigen jungen Mann an und lachte: „Ist doch so, Matteo, oder?“

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„Ich weiß nicht, was Du meinst, Gina. Du gibst mir doch jedes Mal einen Korb, wenn ich Dich um ein Date bitte.“

„Tja, es kommt immer auf das „Wie“ an. Ich lass‘ mich nun einmal nicht einfach so abschleppen.“

Schließlich wandte sie sich wieder an Francesca, die zu ihrer linken Seite saß.

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Carlo warf ihm einen aufmunternden Blick zu: „Versuch‘ s mal auf die romantische Art, Kumpel. Lad‘ sie zum Essen ein oder so.“

Doch Matteo winkte ab und unterhielt sich stattdessen mit seinem Zwillingsbruder Raffael.

Carlo stand derweil kurz auf, um zur Toilette zu gehen. Kaum war er fort, blinzelte Franco Anjelica zu und meinte flirtend: „Du siehst heute wieder hinreißend aus. Carlo ist ein echter Glückspilz. Hey Anjelica, wenn Du mal genug von ihm hast, ich stehe Dir gerne zur Verfügung“, meinte er vielsagend.

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Doch sie lachte ihn nur an. „Lass‘ das nur nicht, hicks, Carlo hören.“

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Schon kam aus dem Hinterhalt eine drohende Stimme: „Ich hab‘ s gehört, Franco.“

„Wolltest Du nicht zur Toilette?“, grummelte dieser stattdessen.

„Ich komme gerade von dort.“

„Na, das ist aber schnell gegangen.“

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Carlo hatte schon eine Weile an der Wand gelehnt, von den Anderen unbeachtet. Franco war Carlo’ s bester und ältester Freund, den er schon seit dem Kindergarten kannte. Im Großen und Ganzen kamen sie sich bei Frauen nicht in die Quere. Bei Anjelica jedoch war es zum ersten Male, dass sie auf die gleiche Frau abfuhren.

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Währenddessen klappten Gina‘ s Mundwinkel nach unten. Sie hatte nichts gegen Anjelica, im Gegenteil. Aber es schmerzte sie, dass Franco so unverhohlen vor ihren Augen mit ihr flirtete. Sie ahnte, dass sich das junge Mädchen ihrer Anziehungskraft auf Männer gar nicht bewusst war. Daraus konnte sie ihr keinen Vorwurf machen.

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Carlo grinste und deutete mit seinen Augen auf Francesca, die Blondine mit den schulterlangen Haaren, die aber im Gegensatz zu Gina etwas schüchtern schien. Doch Franco fixierte Anjelica auch weiterhin mit seinen giftgrünen Augen.

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Im Gegensatz zu Francesca verschlang Gina Franco fast mit ihren Blicken. Schon lange war sie hinter Franco her, aber der hatte bislang immer nur Augen für Anjelica. Es störte ihn dabei nicht im Geringsten, dass Carlo offenkundiges Interesse an ihr hatte.

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„Jelica ist für Dich tabu, mein Freund. Soweit waren wir uns doch einig. Aber sie ist ja nicht die einzige Frau hier. Also los, wer nicht wagt, nicht gewinnt.“

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Dann wandte er sich wieder Anjelica zu, die ihm vorsichtig über die Brust strich. „Wo waren wir stehen geblieben, mia cara?“, flüsterte er heiser, während seine Hand unter ihre Bluse glitt. Erschrocken quiekte Anjelica auf und kicherte, als sie seine mittlerweile kalt gewordene Hand auf ihrer Haut spürte.

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„Was ist denn, habe ich etwas falsch gemacht?“ Überrascht sah er sie an.

„Nein, Dei…Dei…Deine Ha… Hand ist so, hicks, kalt, hicks.“

Carlo zog sie ganz nah an sich heran und küsste sie. Als sich ihre beiden Zungenspitzen berührten, wurde Anjelica immer forscher. Gierig erwiderte sie seinen Kuss, während er seine Hand erneut unter ihre Bluse gleiten ließ und ihre erhitzte Haut streichelte.

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Ohne seinen Mund von ihr abzulassen, zog er sie mit sich hoch und nahm sie an die Hand.

Matteo sah zu ihnen herüber und feixte: „Also, das ist ja nicht mehr mit anzusehen.“

Carlo sah ihn an und sagte grinsend: „Du bist doch nur neidisch, Matteo. Vielleicht solltest Du auch mal Dein Glück versuchen.“

Ohne die Anwesenden zu beachten, knutschten die beiden einfach weiter.

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Franco stand derweil auf und nahm neben Gina Platz, was von ihr überrascht zur Kenntnis genommen wurde. „Hallo Bella“, blinzelte er ihr zu.

„Ach, ich dachte schon, Du hättest Angst vor mir.“

„Warum denn das?“, wollte er neugierig wissen.

„Na ja, bislang hattest Du mich gekonnt ignoriert und nur Augen für Anjelica.“

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„Jetzt bin ich ja hier“, meinte er, was sich jedoch recht halbherzig anhörte.

So meinte sie auch leicht gekränkt: „Hör' mal. Du musst mir keine Komplimente machen, Franco. Also, geh‘ wieder rüber zu Matteo und Rafael. Ich habe Dich nicht gerufen.“

„WAS? Entschuldige, Gina. Ich wollte Dich nicht beleidigen oder so. Hast Du vielleicht Lust, mit mir am Samstag ins Kino zu gehen?“, fragte er rasch, bevor sie ihn noch einmal abweisen konnte.

„Warum?“

„Warum nicht? Du hattest mir doch erzählt, Du möchtest Dir den neuen Streifen mit Franco Nero anschauen. Du weißt ja, dass das mein Lieblingsschauspieler ist.“

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„Und Du willst da mit mir hin? Ist das Dein Ernst, Franco? Oder sagst Du das jetzt nur so aus Höflichkeit?“, fragte sie, konnte dabei aber ein leichtes Zittern in ihrer Stimme nicht verhindern.

„Ja, mir ist es damit Ernst, Gina“, bekräftigte er sein Vorhaben. „Ich würde sehr gerne mit Dir in den Film gehen. Vielleicht könnten wir vorher etwas essen gehen oder so. Was hältst Du davon?“

„Ja, gerne, Franco. Ich freue mich sehr“, lächelte sie schließlich.

„Ich mich auch.“

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Erregt flüsterte Carlo Anjelica derweil ins Ohr: „Kommst Du mit nach oben? Hier sind mir definitiv zu viele Leute, ich wäre gerne mit Dir alleine.“

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Anjelica nickte und ging mit ihm zur Treppe, soweit das ihr angetrunkener Zustand noch zuließ. Als ihr die Beine wegzusacken drohte, nahm Carlo sie auf seine Arme und trug sie nach oben. Da auch er bei Weitem nicht mehr nüchtern war, hatte er so einige Hindernisse überwinden müssen, um sie und sich heil nach oben zu bringen. Beinahe wäre dabei das große Wandgemälde heruntergefallen, als Anjelica mit ihrem Fuß das Bild streifte.

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„Verzeihung, Monsignore“, lachte er.

„Wer?“, fragte Anjelica.

„Ach, einer unser Vorf… Vorf…. Keine Ahnung.“

„Der sieht aus wie Dra…Drac… Der, der aus Trans…dingengs, der immer beißt.“

„Ach so, Du meinst Dracula. Aber ich beiße Dich besser nicht, sonst fallen wir noch, hicks, beide hin. Oh Gott, ist mein Kopf schwer. Ich glaube, das letzte Glas war zu viel“

„Und wo jetzt hin, hicks?“, sah sich Anjelica neugierig um.

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Carlo wandte seinen Kopf und deutete mit dem Kinn auf die Tür im Hintergrund. „Hier lang, meine Süße.“ Er drehte sich zu rechten und stolperte mit ihr auf die Tür zu, die ins Gästezimmer führte.

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Neugierig sah sich Anjelica um, nachdem er sie ins Zimmer hineingetragen hatte. Sie hätte nicht erwartet, dass die Einrichtung Carlos Geschmack treffen würde. Er musste ihre Gedanken erraten haben, denn schmunzelnd sagte er: „Äh, ja. Das ist, hicks, das Gästezimmer. Meins ist nicht so groß und auch nicht aufgeräumt.“

Durch den Alkohol reichlich benebelt, nuschelte sie: „Hicks. Warum grööößer und ge…gemüt…licher, wa…was hast denn vor?“

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Sie drückte sich noch enger an ihn, so dass er beinahe das Gleichgewicht verloren hätte und gegen den Nachttisch gefallen wäre. „Hoppla, ist gerade, hicks, noch mal gut gegangen.“

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Da er nicht noch einmal ins Straucheln kommen wollte, setzte er sie vorsichtig am Boden ab. Sofort schlang er seine Arme um sie und küsste sie voller Leidenschaft, was von Anjelica genauso leidenschaftlich erwidert wurde.

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Als er sie wieder los ließ, schaute er sie sekundenlang stumm an, um sie schließlich zum Bett zu ziehen. Er setzte sie behutsam ab und streckte sich ihr entgegen. Seine Hand umfasste dabei ihr Knie, während sie ihre Arme um ihn schlang und ihn erwartungsvoll ansah.

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Seine Hand strich hinauf zu ihrem Oberschenkel und bahnte sich seinen Weg unter ihren Rock.

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„Carlo“, stöhnte Anjelica auf, als er seine Finger unter den Bund ihres Slips gleiten ließ. Sie bäumte sich ihm entgegen, während er seine eigene Erregung spürte.

„Gefällt Dir das, Jelica?“ Sie warf ihren Kopf nach hinten.

„Ja, hör nicht auf“, antwortete sie mit glasigen Blick.

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„Du hast wunderschöne Augen, Jelica. Du bist einfach traumhaft. Du hast mir von Anfang an gefallen.“

„Du mir auch, Carlo. Du bist so ganz anders.“

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Er legte seinen Arm um ihre Schulter und drückte sie nach unten in die Kissen. Etwas ängstlich sah sie ihn an, so dass er besorgt fragte: „Jelica, es ist okay, wenn Du nicht willst, dass ich weitermache.“

„Ich will aber, Carlo. Aber ich habe auch ein wenig Angst. Ich weiß nicht, was Du von mir erwartest. Du bist so viel älter als ich.“

„Du musst keine Angst haben, mia cara. Lass‘ Dich einfach fallen. Ich werde nichts tun, was Du nicht willst.“

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„Ich hab‘ doch noch nie, Carlo.“

„Ich weiß und Du musst Dich deshalb auch nicht schämen oder so. Wir müssen es nicht tun, Jelica.“

„Bist Du dann nicht sauer?“

„Sauer? Warum sollte ich das sein? Weil Du nicht mit mir schlafen willst? Nein, ich bin nicht sauer. Wirklich nicht.“

„Es ist nicht, dass ich das nicht will, Carlo. Ich möchte schon. Ich habe nur etwas Angst.“

„Die musst Du aber nicht haben. Lass‘ mich einfach nur machen. Okay?“

Sie nickte und sah ihn mit großen Augen an.

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Carlo beugte sich über sie und küsste sie verlangend, während ihr plötzlich flau im Magen wurde. Es war ihr, als würde sich dort ein Bienenschwarm aufhalten und gerade ausschwirren. Sie verkrampfte sich leicht, als seine Hand erneut unter ihren Rock glitt. „Alles in Ordnung?“ Fragend schaute er sie an.

„Ja“, nickte sie und öffnete leicht ihre Lippen, während seine Zunge sich ihren Weg in ihren Mund bahnte. Erregt stöhnte sie auf.

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Fahrig machte sie sich an seinem Hemd zu schaffen. Jedoch funktionierte ihre Motorik nicht mehr einwandfrei und so versuchte sie vergeblich, ihm das Hemd auszuziehen, während er sie weiterhin küsste und seine Zunge ihren Mundraum erforschte.

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Carlo ließ kurz von ihr ab, um sich seinem Hemd zu entledigen. Geschickt zog er ihr dabei Bluse und Rock aus, so dass sie nur noch in ihrer roséfarbenen Spitzenunterwäsche vor ihm lag. Seine Hände strichen über ihren flachen Bauch, um auf ihren Brüsten zu verweilen. „Du bist so wunderschön und Deine Haut so zart.“

Anjelica fuhr ein Schauer über den Rücken. Noch nie war sie so berührt worden. Plötzlich drückte sie ihn von sich weg und nuschelte: „Bin gleich wieder da, mu…muss auf Toi… Toil….Toi… Klo.“

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Mühsam kletterte sie vom Bett herunter und schwankte ins angrenzende Badezimmer, während Carlo es sich auf dem Bett gemütlich machte und auf sie wartete...




Kapitel 12.1 folgt...

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